Willkommen daheim: Erdings Eishockeyabteilungsleiter Michael Westphal (r.) begrüßt Neuzugang Sebastian Busch, der vom EV Landshut kommt.
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Willkommen daheim: Erdings Eishockeyabteilungsleiter Michael Westphal (r.) begrüßt Neuzugang Sebastian Busch, der vom EV Landshut kommt.

EISHOCKEY - 400-facher DEL 2-Spieler wechselt von Landshut zu den Gladiators in die Bayernliga

Sebastian Busch kommt heim nach Erding

  • Wolfgang Krzizok
    VonWolfgang Krzizok
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Die Erding Gladiators haben erneut am Transfermarkt zugeschlagen und sich einen ganz dicken Fisch geangelt.

Erding – Vom Zweitligisten EV Landshut kommt der gebürtige Erdinger Sebastian Busch zum Eishockey-Bayernligisten, bei dem er einst seine Laufbahn im Nachwuchsbereich begonnen hatte.

In seiner bisherigen Karriere hat es der 28-jährige Langengeislinger unter anderem auf über 400 Zweitligaspiele für Bayreuth und Landshut gebracht und dabei knapp 150 Scorerpunkte verbucht. Mit dem Landshuter DNL-Team wurde er vor zehn Jahren Deutscher Meister. Eigentlich hatte Sebastian Busch noch einen Vertrag beim EV Landshut, „aber die Arbeit ist mir jetzt wichtiger“, sagt er. Der 28-jährige Physiotherapeut steigt nämlich fest in die Erdinger Physio-Praxis seines Vaters ein. „Ich habe für mich entschieden, dass es der richtige Weg ist.“

Er habe EVL-Geschäfsführer Ralf Hantschke um Auflösung seines Vertrags gebeten. Dieser habe vollstes Verständnis gezeigt, ebenso Trainer Leif Carlsson. „Der war daheim in Schweden, mit ihm habe ich auch telefoniert“, sagt Busch, der danach kaum mehr vom Telefon weg kam. „Als bekannt wurde, dass ich Landshut verlasse, hat mein Handy pausenlos geklingelt“, erzählt er lachend. „Ich hab Anrufe gekriegt, noch bevor es offiziell raus war.“ Aber Oberliga sei keine Option gewesen, da hätte er weiter fahren müssen als nach Landshut. Auch die Gladiators hätten angefragt. „Ganz aufhören habe ich auch schon im Kopf gehabt“, gibt er zu.

Er sei mit seiner Freundin in den Urlaub gefahren und habe sich alles durch den Kopf gehen lassen, und da sei die Entscheidung für seinen Heimatverein gefallen. „Was die neue Abteilungsleitung vorhat, hört sich gut an“, sagt Busch. „Außerdem kenne ich hier viele Leute.“ Allen voran den neuen Schatzmeister Christoph Mosbauer, den er im TSV-Nachwuchs schon als Trainer hatte. „Ich möchte Spaß am Eishockey haben und gesund bleiben“, fasst Busch seine Ziele zusammen. „Und ich möchte mithelfen, dass wir in Erding das Eishockey und speziell den Nachwuchs wieder nach vorne bringen können.“ Beim Blick auf den aktuellen Gladiators-Kader spricht der 28-Jährige von einer „sehr guten Mannschaft mit fast schon Oberliga-Niveau“. Es sei zwar schwierig, weil in der Mannschaft viele „Platzhirsche“ seien und es für Trainer Thomas Vogl sicher nicht einfach werde, alle bei Laune zu halten, „aber der Birdy macht das schon“, ist sich Busch sicher.

Der Gladiators-Coach betont, dass er mit Busch schon lange in Kontakt gewesen sei. „Ich habe es jedes Jahr probiert – er ist ja Erdinger – und irgendwann zahlt es sich doch aus, dass man immer wieder nachfragt“, meint Vogl. „Ich bin natürlich überglücklich, dass er zu uns kommt.“ Der Gladiators-Trainer war vergangene Saison – nachdem die Bayernliga-Runde früh gestoppt worden war – für den EV Landshut bei den Heimspielen als Experte bei den Livestream-Übertragungen für Sprade tv im Einsatz und hat alle EVL-Heimspiele gesehen. „Der Buschi hat in der ersten Sturmreihe mit den beiden Topscorern der Liga zusammengespielt, also er war Center erste Reihe – eine ganz wichtig Position“, stellt Vogl fest. „Das hat er sehr sehr gut gemacht, das hat ihm keiner zugetraut. Umso mehr freut es mich, dass er zu uns kommt.“ Der Erdinger Coach glaubt, „dass er uns viel Speed, viel Agilität, viel Professionalität bringt. Super, so einen Spieler in unseren Reihen zu haben.“ Die ganze Mannschaft könne davon profitieren: .,Er zeigt den Jungs, wie man sich professionell aufs Training und aufs Spiel vorbereitet, wie man trainiert, wie man spielt.“ Vor allem jungen Spielern könne er zeigen, wie sie sich weiterentwickeln können.

Vogl findet Busch „als Typen und Spieler sehr sehr gut, und es freut mich tierisch, dass er zu uns kommt und noch mehr Qualität in unsere Mannschaft reinbringt.“ Beim Blick auf den vorläufigen Kader schwärmt der Trainer: „Wir haben es geschafft, dass wir nächste Saison drei erste Reihen haben. Es wird keine Reihe eins, zwei und drei geben, wir werden mit drei Top-Reihen in die Saison gehen.“ Und er ergänzt: „Mich als Trainer macht es natürlich glücklich, und ich bin total happy, so eine Mannschaft zu bekommen – und vor allem so einen Spieler.“

Busch glaubt, „das wir viel Spaß haben werden“. Mit ein Grund für seine Rückkehr zu seinem Heimatverein war auch: „Ich wollte dem Erdinger Eishockey etwas zurückgeben.“ Und lachend fügt er an: „Back to the roots.“

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