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Erdings Trainer ist nur mit der Ausbeute zufrieden

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Von: Wolfgang Krzizok

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Unzufrieden: Gladiators-Trainer Thomas Vogl (r.) gibt Michael Trox (links, vorne) und Marko Babic (dahinter) taktische Anweisungen.
Unzufrieden: Gladiators-Trainer Thomas Vogl (r.) gibt Michael Trox (links, vorne) und Marko Babic (dahinter) taktische Anweisungen. © Christian Riedel

Thomas Vogl hat die komplizierte Spielweise seiner Mannschaft kritisiert und lobt den Keeper.

Erding – Start in die Abstiegsrunde geglückt: So lautet das Fazit der Erding Gladiators nach fünf Zählern am ersten Wochenende, die beim 6:4 gegen Schweinfurt und beim 4:3 nach Verlängerung in Geretsried geholt wurden. Aber Trainer Thomas Vogl war trotz der fast perfekten Punktausbeute alles andere als zufrieden.

„Ich erwarte von der Mannschaft, dass sie es anders spielt“, sagte der Gladiators-Coach in der Pressekonferenz nach dem Schweinfurt-Spiel. „Mir kommt es manchmal so vor, jetzt, da wir wieder komplett sind, dass immer der eine dem anderen den Puck auflegen will – und nochmal die Scheibe rüber, und nochmal die Scheibe rüber“, kritisierte er. „Wenn wir geradliniger gespielt hätten, dann geht die Geschichte ganz anders aus. Das ist das einzige, das mich grantig macht.“ Man habe gesehen, welch spielerisches Potenzial in der Mannschaft stecke, wenn sie komplett sei, meinte Vogl. „Aber sie muss es auch ausnutzen.“ Aus guten Schusspositionen seien immer wieder Pässe gespielt worden statt einfach abzuziehen. Aber zusammenfassend sei er natürlich „happy“ mit dem Sieg gegen die Schweinfurter, die es seiner Mannschaft nicht leicht gemacht hätten.

Zwei Monate habe er regelmäßig zehn Leute im Training gehabt, vergangene Woche waren es plötzlich 20, „und da ist halt dann ein ganz anderer Zug dahinter, da kannst du ganz anders trainieren“. Mit Blick auf die Sonntagspartie in Geretsried forderte Vogl nochmals, dass seine Mannschaft „einfach einfach“ spielt, „denn jetzt ist es anders wie in der regulären Saison, jetzt wird Playoff-Eishockey gespielt“.

Aber auch in Geretsried konnten die Gladiators spielerisch nicht überzeugen. Das gab Vogl auch zu. Aber sie hatten mit Christoph Schedlbauer einen überragenden Torwart zwischen den Pfosten.

„Der Schedl war gigantisch“, meinte Geretsrieds Trainer Randy Neal anerkennend. Sein Gegenüber Thomas Vogl sah „kein gutes Spiel meiner Mannschaft“, Geretsried sei von Beginn an spielbestimmend gewesen. „Ich bin eigentlich nur froh darüber, dass wir zwei Punkte geholt haben“, sagte Erdings Banden-Chef. Laut Schussstatistik habe Schedlbauer 62 Schüsse auf sein Tor bekommen. „Das habe ich noch nie erlebt“, meinte Vogl. „Der Schedl hat uns das Spiel ganz klar gewonnen.“

Bei der Partie standen die Schiris in der Kritik, und zum Ende der Pressekonferenz wurde noch über das Vier-Mann-System bei den Schiedsrichtern diskutiert. Beide Trainer waren sich einig, dass ihnen das Drei-Mann-System lieber sei. Auf den Hinweis, dass der zusätzliche Schiedsrichter die Vereine nichts koste, weil es ein Pilotprojekt des Verband sei, meinte ESC-Coach Neal trocken: „Es kostet schon was – es kostet Nerven.“

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