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 Die Erdinger dürfen wieder jubeln.

Eishockey

TSV Erding: Minimale Besetzung, maximale Ausbeute

  • Wolfgang Krzizok
    vonWolfgang Krzizok
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Die Erding Gladiators gewinnen mit zehn Feldspielern 6:2 bei den Schweinfurt Mighty Dogs.

Schweinfurt/Erding – Dank einer taktischen Meisterleistung und einem unglaublichen cleveren Auftritt haben die Erding Gladiators am Sonntagabend 6:2 (1:1, 3:0, 2:1) bei den Schweinfurt Mighty Dogs gewonnen – und das mit einem Mini-Aufgebot.

Es war ein kleines Häuflein an Gladiatoren, das sich am Sonntagmittag auf den Weg nach Schweinfurt machte. Nachdem die U 20 selbst ein Spiel hatte und die Nachwuchsspieler daher nicht zur Verfügung standen, sich einige Akteure coronabedingt abmeldeten und Marko Babic verletzt passen musste, hatte Trainer Thomas Vogl noch zehn Feldspieler und zwei Torleute zur Verfügung. Die Mighty Dogs dagegen traten in Top-Besetzung an, unter anderem mit den Neuzugängen Mark Heatley und Jakub Körner.

Die Gladiators wurden dann auch gleich kalt erwischt, denn nach knapp zwei Minuten schlug ein satter Schlagschuss von Thomas Schwab zum 1:0 im Winkel ein. Die Gastgeber setzten nach, und Erding hatte einige bange Minuten zu überstehen. Doch so langsam kamen die Gladiators auf Touren, und hielten die Partie nun offen. Als gegen Drittelende von jeder Mannschaft je ein Spieler auf der Strafbank saß, war es Daniel Krzizok, dem der 1:1-Ausgleich gelang (19.).

Der zweite Abschnitt begann mit zwei guten Möglichkeiten von Christian Poetzel, dann aber nahm Schweinfurt die Partie in die Hand – zumindest versuchten es die Mighty Dogs. Aber die Gladiators spielen unglaublich clever und kräftesparend, ließen die Gastgeber anrennen, chippten bei Scheibenbesitz den Puck aus dem Verteidigungsdrittel, und wieder mussten die Schweinfurter aufbauen. „Nebenbei“ lauerten die Erdinger auf Konterchancen und nutzten diese auch. In der 25. Minute schlug ein abgefälschter Schuss von Martin Dürr zum 2:1 für die Gladiators ein. In der 33. Minute hatte Dürr die nächste große Möglichkeit, scheiterte aber an Torwart Benedikt Roßberg. Nur wenige Sekunden später stand jedoch Krzizok goldrichtig und traf aus kurzer Distanz zum 3:1. Doch damit nicht genug: Nur drei Minuten später schloss Florian Zimmermann eine feine Einzelleistung zum 4:1 ab.

Im Schlussdrittel ließen die Gladiators dann nichts mehr anbrennen, wenngleich die Mighty Dogs weiterhin unverdrossen kämpften. Dürr jagte die Scheibe zum 5:1 ins Netz (47.), und Krzizok legte eine gute Minute später das 6:1 nach – das war’s. Kurz vor dem Ende gelang Schwab noch eine Ergebnisverbesserung zum 2:6 (55.).  wk

Statistik

Tore/Assists:1:0 (2.) Schwab (Heatley), 1:1 (19.) Krzizok (Waldhausen, Michl/4-4), 1:2 (25.) Dürr (Poetzel, Bernhardt), 1:3 (33.) Krzizok (Dürr, Michl), 1:4 (36.) Zimmermann (Waldhausen), 1:5 (47.) Dürr (Michl, Mühlbauer), 1:6 (48.) Krzizok (Dürr), 2:6 (55.) Schwab (Heatley) – HSR: Philipp Sitntenis – Zuschauer: 200 – Strafminuten: Schweinfurt 10, Erding 12.

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