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Voll konzentriert: Gladiators-Spieler Erik Modlmayr zockt gerne NHL 21 an der Konsole. Bei der 1. Bayerischen Meisterschaft im eSports-Eishockey schied er im Sechzehntelfinale aus.    

Zocker-Konkurrenz war zu stark für Erding

  • Wolfgang Krzizok
    vonWolfgang Krzizok
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Erik Modlmayr und Patrick Mayer haben Pech bei bayerischen Eishockey-Meisterschaften.

Erding – eSports liegt voll im Trend. Nicht zuletzt deshalb, weil ja der „richtige“ Sport aufgrund der Corona-Pandemie ziemlich zum Erliegen gekommen ist. Nach vielen Fußballturnieren auf der Konsole ist nun Eishockey in den Mittelpunkt gerückt. Der Bayerische Eissport-Verband (BEV) lud zur 1. Bayerischen Meisterschaft ein, organisiert wurde die Veranstaltung vom Institut für eSports der Hochschule für angewandtes Management. Alle Begegnungen wurden live auf der Streaming-Plattform Twitch übertragen, über den Turniertag verteilt verzeichnete alleine der Livestream über 2000 unterschiedliche Nutzer.

64 Spieler hatten gemeldet. Zunächst wurde in 16 Vierergruppen im Modus Jeder gegen Jeden gespielt, die beiden Erstplatzierten jeder Gruppe zogen danach in die K.o.-Runde ein. Für die Erding Gladiators mischten mit dem 18-jährigen Erik Modlmayr alias „sixtyy6“ und dem 20-jährigen Patrick Mayer alias „skillergoalie_24“ zwei junge Burschen mit.

Von den „gestandenen Gladiators“ zocken nur wenige an der Konsole. Einer von ihnen ist der 31-jährige Torwart Christoph Schedlbauer. „Ich spiele regelmäßig mit Freunden offline Sportspiele wie NHL, NBA und NFL“, erzählt er. „Online ist es dann eigentlich nur die Call of Duty Serie, die ich seit etwa 2009 spiele.“

Beim aktuellen Wettbewerb schlugen sich die Young Gladiators, die beide mit dem DEL-Club RB München antraten, wacker, hatten allerdings Pech. Mayer blieb in der Vorrunde auf der Strecke, Modlmayr erreichte zwar die K.o.-Runde, musste da aber eine 2:3-Niederlage nach Verlängerung gegen seinen Widersacher „maqareal“ einstecken. „Es hat echt Spaß gemacht“, schwärmt der 20-Jährige. „Es war alles gut organisiert, und ich hätte nicht geglaubt, dass alles so flüssig und problemlos läuft. Ich bin beim nächsten Mal gerne wieder dabei.“

Erster Bayerischer eSports-Meister wurde Wayne Grapentine vom TSV Trostberg („Wayne_grapy“), der sich in der Endspielserie („Best-of-three“) mit 2:0 Siegen (3:2 n.V., 4:1) gegen Daniel Hilgner (Kettensäge_09) vom SC Forst durchsetzte.

„Erst mal Gratulation an Erik für das Erreichen der K.o.-Phase“, sagt Schedlbauer. „Ich finde eSports super, vor allem, wenn Turniere ausgetragen werden. In der DEL haben ja auch alle Clubs mittlerweile ein eSports Team.“ Man sehe ja momentan „den Hype bei vielen Onlinespielen auf zum Beispiel Twitch, wenn 160 000 Personen jemandem beim Spielen zuschauen“. Und augenzwinkernd fügt der 31-jährige Schedlbauer an: „Wenn der Erik für nächstes Jahr trainieren möchte, soll er was sagen.“

2:3-Niederlage
nach Verlängerung

Hype bei vielen
Onlinespielen

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