Kurzes Gastspiel: Neuzugang Christian „Butzi“ Mayr hat es nur vier Wochen in Peißenberg ausgehalten. foto: halmel

"Butzi" Mayr wechselt zum EC Peiting

Peißenberg - Das Gastspiel von Christian "Butzi" Mayr in Peißenberg dauerte gerade einmal vier Wochen. Der 32-Jährige wechselte zum Erzrivalen EC Peiting.

von Roland Halmel

Ein paar Tage vor dem Saisonstart sehen sich die Peißenberger „Eishackler“ urplötzlich mit erheblichen Personalsorgen konfrontiert. Beim letzten Testspiel gegen die EA Schongau fehlten gleich vier Stürmer. Am leichtesten erklärt war dabei die Absenz von Thomas Maier, der sich beim Aufwärmen verletzte. Bei den anderen drei Spielern war der Erklärungsbedarf jedoch beträchtlich größer.

Am meisten Staub wirbelte Christian „Butzi“ Mayr auf. Der 32-Jährige, der erst Ende August nach zähen Verhandlungen mit „Eishackler“-Chef Rudi Mach vom SC Riessersee an die Ammer gelotst werden konnte, bat vor dem Schongau-Spiel im direkten Gespräch mit der "Eishackler"-Vorstandschaft um eine Vertragsauflösung. „Er will es noch einmal höherklassig versuchen, und das wollte ich ihm nicht verwehren“, erklärte Mach seine Zustimmung zu Mayrs Wechselwunsch. „Wir haben uns im Guten getrennt“, ergänzte der TSV-Spartenchef.

Deutlich angesäuerter reagierte das Peißenberger Trainerduo auf diese überraschende Entwicklung. „Eine Stunde, nachdem er bei uns angerufen hat, hat er in Peiting unterschrieben“, ätzte Co-Trainer Dieter Maier. Ausgerechnet Peiting, der verhasste Nachbar. Dennoch: „Wir können mit dem Abgang leben.“ Das Trainergespann mit Hans Pfleger und Maier will daher keinen Ersatz für den Abtrünnigen suchen. „Die Mannschaft wird jetzt noch enger zusammenrücken, um die Lücke zu schließen“, so „Eishacker“-Vize Stefan Rießenberger. Er ist vielmehr überzeugt, dass das Team durch Mayrs Weggang nicht geschwächt wird und der Ausfall kompensiert werden kann.

Zwei weitere Personalprobleme könnten den Peißenbergern aber noch Probleme bereiten. Der kürzlich verpflichtete Kontingentspieler Darren McKague konnte gegen Schongau nicht auflaufen, da er bis dato keine Freigabe des belgischen Verbands erhalten hat. Der Kanadier spielte bekanntlich zuletzt bei den „Turnhout White Caps“, die zwischenzeitlich aber insolvent sind. „Der Verband hat jetzt bis Mitte der Woche Frist, die Freigabe zu erteilen“, so Mach zum Sachstand in dieser unangenehmen Geschichte.

Zu der entwickelte sich dann zu allem Überfluss auch noch ein Testspiel der Peiußenberger Junioren am Tag vor dem Schongau-Spiel. Marco Pfleger bekam dort nach dem Spiel eine Matchstrafe, weil er sich über den Schiedsrichter beschwert hatte. Die drohende Sperre hat auch Auswirkungen auf die erste Mannschaft. So lange Pfleger bei den Junioren aussetzen muss, darf er auch nicht bei den Erwachsenenspielen. „Marco hat eine schriftliche Stellungnahme abgegeben. Jetzt schauen wir, was herauskommt“, so Trainer Hans Pfleger.

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