Randy Neal, Trainer des Eishockey-Bayernligisten TSV Peißenberg
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War zuletzt nicht gut auf seinen Präsidenten zu sprechen: Randy Neal hat seinen Vereinsvorsitzenden Stefan Rießenberger, der für einen Abbruch der Saison plädierte, heftig kritisiert. Inzwischen haben sich die beiden ausgesprochen.

Eishockey: Bayernligist TSV Peißenberg an diesem Wochenende nur einmal im Einsatz

„Eishackler“: Genesene Spieler und eine Aussprache sorgen für Entspannung

  • vonRoland Halmel
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In der vergangenen Woche war der Betriebsfrieden beim TSV Peißenberg empfindlich gestört. Mittlerweile haben sich die Wogen aber wieder ein wenig geglättet.

Peißenberg – Obwohl die Bayernliga-Saison erst wenige Wochen dauert, werden die Peißenberger „Eishackler“ bereits vom Verletzungspech gebeutelt. Am vergangenen Spieltag fehlten nicht weniger als fünf Stammkräfte. „Wir konnten deshalb unser Spiel nicht so aufziehen wie wir das wollen“, bekannte TSV-Coach Randy Neal nach der verlorenen Heimpartie gegen Amberg.

Eishockey: Personell schaut es beim TSV Peißenberg wieder besser aus

Beim einzigen Spiel an diesem Wochenende am morgigen Sonntag beim EHC Königsbrunn – die Heimpartie am Freitag gegen Pfaffenhofen wurde wegen eines Corona-Verdachtsfalls abgesagt – schaut es in personeller Hinsicht wieder besser aus. Bei Manuel Singer ist die Sperre, die er vergangene Woche in Dorfen aufgebrummt bekommen hatte, abgelaufen. Die zuletzt verletzten Martin Andrä und Tobias Estermaier kehren gegen die „Pinguine“ wieder ins Team zurück. „Jetzt haben wir wieder eine starke zweite Sturmreihe“, zeigt sich Neal entsprechend erleichtert.

 „Ich weiß ehrlich gesagt auch nicht, wie es weitergehen soll.

Peßenbergs Präsident Stefan Rießenberger

Geglättet haben sich indes die Wogen, nachdem Neal die Vereinsführung kritisiert hatte, die sich für einen Saisonabbruch ausgesprochen hat. „Ich habe weder Randy noch die Mannschaft angegriffen, meine Kritik ging in Richtung Verband, von dem fühle ich mich im Stich gelassen“, berichtete TSV-Präsident Stefan Rießenberger, der am vergangenen Dienstag im Training vorbeischaute. „Ich ziehe meinen Hut vor den Jungs, die dreimal in der Woche ins Training gehen und am Wochenende zweimal spielen“, sagte Rießenberger. Er räumt jedoch ein, dass die aktuelle Pandemie-Lage eine halbwegs normale Vereinsarbeit praktisch unmöglich mache. „Ich weiß ehrlich gesagt auch nicht, wie es weitergehen soll“, sagt Rießenberger, der ein wenig ratlos wirkt.

Hilfreich wären da klärende Worte vom Bayerischen Eissport-Verband (BEV). „Wenn man da im Büro anruft, kommt die Ansage, dass es erst ab 1. November besetzt ist und man Anfragen per Mail stellen soll“, berichtet der TSV-Präsident nicht ohne Verwunderung.

Eishockey: Sowohl bei Peißenberg als auch bei Königsbrunn läuft es nicht nach Wunsch

Das Heimspiel gegen Pfaffenhofen ist also abgesagt, die Auswärtspartie in Königsbrunn wird aber aller Voraussicht nach ausgetragen. Es wird ein Duell zweier Mannschaften, die bislang ein mageres Punktekonto aufweisen. Königsbrunn hat wie die Peißenberger erst einen einzigen Sieg aufzuweisen. „Ich glaube sie sind nicht mehr so stark wie im vergangenen Jahr“, so Neals Einschätzung nach dem großen Personalumbruch bei den Königsbrunnern in der Sommerpause. Zwölf Spieler verließen den Verein, darunter auch Elias Maier, der nach Peißenberg gewechselt ist, aber auch die Topstürmer Hayden Trupp oder Anton Zimmer. Der EHC holte dafür 16 neue Akteure, die offensichtlich aber noch nicht zusammengefunden haben.

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