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Matthias Müllers besonderer Auftritt im Duell gegen seinen Ex-Verein

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Von: Roland Halmel

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Der ehemalige Peißenberger Matthias Müller (an der Scheibe) erzielte zwei Treffer für Schongau gegen die Peißenberg „Miners“.
Treffsicher an alter Wirkungsstätte: Der ehemalige Peißenberger Matthias Müller (an der Scheibe) erzielte zwei Treffer für die „Mammuts“. © Roland Halmel

Für einen der Schongauer Spieler war es eine Rückkehr an alte Wirkungsstätte. Matthias Müller wird das Gastspiel in Peißenberg in guter Erinnerung bleiben.

Peißenberg – Die Rückkehr aus der Coronapause verlief für die Peißenberg „Miners“ nicht nach Wunsch. Im Bayernliga-Derby gegen die EA Schongau mussten die Mannen von Trainer Christian Kratzmeir den Nachwirkungen der unfreiwilligen Auszeit, aber auch einem starken Gegner Tribut zollen. Die „Mammuts“ siegten mit 5:3 (1:2, 2:0, 2:1). Damit betrieben sie nicht nur Wiedergutmachung für die 1:2-Hinspielniederlage, auch in der Tabelle zogen sie nach dem mittlerweile siebten Sieg in Folge an den unterlegenen Peißenbergern vorbei. Ein Ex-Peißenberger hatte wesentlichen Anteil am Erfolg gegen die „Miners“: Stürmer Matthias Müller traf zweimal.

Der Sieg der Schongauer geht absolut in Ordnung.

Peißenbergs Trainer Christian Kratzmeir

„Der Sieg der Schongauer geht absolut in Ordnung“, war sich Kratzmeir nach dem nicht unbedingt hochklassigen, aber sehr spannenden und zudem fairen Derby mit EAS-Coach Rainer Höfler einig. „Wir waren im letzten Drittel platt“, erkannte Kratzmeir. Nach fast dreiwöchiger Spielpause und nur wenigen Trainingseinheiten verließen sein Team zunehmend die Kräfte, was die abgeklärten Schongauer eiskalt nutzten. „Dabei waren wir im ersten Drittel offensichtlich noch nicht so heiß aufs Derby, da war Peißenberg klar dominant“, räumte Höfler einen verschlafenen Start seiner Mannschaft ein.

Eishockey: Peißenberg erwischt den besseren Start

Vor 450 Zuschauern, die für ordentlich Stimmung sorgten, erwischten die „Miners“ den besseren Start. Markus Andrä überraschte EAS-Torhüter Philipp Wieland mit einem Schuss ins kurze Eck – 1:0 (6.). Danach kam von Schongau, abgesehen von einer Chance von Philipp Seelmann (9.), nur wenig. Ansonsten bestimmten die Hausherren, bei denen Valentin Hörndl nach mehrmonatiger krankheitsbedingter Pause sein Comeback gab, das Geschehen.

Eishockey: Schongau reaktiviert Norbert Löw

Auch die EAS hatte mit Norbert Löw einen Rückkehrer in ihren Reihen. Dem 34-Jährigen, der vor fast fünf Jahren seine Schlittschuhe an den Nagel gehängt hatte und danach noch einmal kurzzeitig für Bad Bayersoien aufs Eis gegangen war, war seine Eishockey-Rente anzumerken. „Er braucht noch einige Zeit“, sagte Höfler, der mit Milos Vavrusa eine weitere Verstärkung verzeichnete. Der 43-jährige Routinier mit einem Erfahrungsschatz von 650 DEL2- und Oberliga-Spielen agierte unauffällig. „Er hat erst zweimal mit uns trainiert. Aber man sieht seine Routine. Ich bin überzeugt, dass er uns verstärkt“, urteilte Höfler, dessen Team im ersten Durchgang weiter unter Druck stand. Tomas Rousek ließ während eines Überzahlspiels der „Miners“ eine gute Chance für sein Team aus. Wenig später bestrafte Niko Fissekis einen Scheibenverlust der Gäste im eigenen Drittel mit dem 2:0 (13.). In der Folge setzte Peißenbergs Kratzmeir einige Nachwuchskräfte ein, um sein noch nicht ganz fittes Stammpersonal zu schonen. Ausgerechnet als einer dieser U20-Spieler auf der Strafbank saß, schlugen die Schongauer zu. Florian Seelmann nutzte das erste EAS-Powerplay zum Anschlusstreffer (15.). „Da hat man schon gemerkt, dass die Schongauer langsam das Kommando übernehmen“, bekannte Kratzmeir.

Eishockey: Ab dem zweiten Drittel wird Schongau immer stärker

Im Mittelabschnitt wurden die „Mammuts“ immer stärker. In Unterzahl gelang Florian Höfler auch der Ausgleich (25.). Im Anschluss verpasste Fritz Weinfurtner bei einer Großchance die erstmalige Schongauer Führung (26.). Die markierte stattdessen Matthias Müller kurz nach Ablauf einer umstrittenen Strafzeit gegen Fissekis (36.). Der Ex-Peißenberger traf aus spitzem Winkel.

Eishockey: Ex-Peißenberger Müller besiegelt die Niederlage der „Miners“

Gleich zu Beginn des Schlussdurchgangs erhöhte Mathias Schuster mit einem satten Schuss von der blauen Linie während eines Powerplays auf 4:2 für die EAS (41.). Das umgehende Anschlusstor von Dejan Vogl (42.) befeuerte die Hoffnung der „Miners“-Fans auf eine Wende. Max Malzatzki kam auch zu einer Ausgleichschance, vergab diese aber (44.). Danach ging den Hausherren zunehmend der Dampf aus. Das zeigte sich besonders bei zwei Überzahlspielen in Folge, als sie sich keine nennenswerte Chance erarbeiteten. Stattdessen besorgte Müller mit dem dritten Powerplaytor der Gäste an diesem Abend das 5:3 (53.) und damit die Entscheidung.

Statistik

TSV Peißenberg - EA Schongau 3:5 (2:1, 0:2, 1:2)

1. Drittel: 1:0 (5:41) Markus Andrä (Rousek, Maier), 2:0 (12:53) Fissekis, 2:1 (14:33) Seelmann (Keil, Höfler/5-4). 2. Drittel: 2:2 (24:44) Höfler (Seelmann/4-5), 2:3 (36:53) Müller (Findl, Tomanek). 3. Drittel: 2:4 (40:56) Schuster (Zink, Maucher/5-4), 3:4 (41:34) Vogl (Hörndl, Malzatzki), 3:5 (52:17) Müller (Tomanek, Höfler).

Strafminuten: Peißenberg 10, Schongau 8. Zuschauer: 450.

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