Das neue Logo der Eishockey-Abteilung des TSV Peißenberg.
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Reminiszenz an den Bergbau: das neue Logo der Eishockey-Abteilung, das für alle Teams gilt.

EISHOCKEY: Bayernliga

Die Peißenberger „Eishackler“ sind Geschichte

  • Paul Hopp
    vonPaul Hopp
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Die „Eishackler“ des TSV Peißenberg gibt es nicht mehr. Das heißt aber nicht, dass in der Marktgemeinde nicht mehr Eishockey gespielt wird. Die Abteilung hat sich einen neuen Beinamen gegeben, der mit der Ortshistorie zu tun hat.

Peißenberg – Die „Eishackler“ des TSV Peißenberg sind Geschichte – zumindest, was den Namen betrifft. Im Zuge der Neuausrichtung der Abteilung (wir berichteten) wurden ein neuer Name und ein neues Logo installiert. Alle Mannschaften – von den Senioren bis hinunter zu den Jüngsten – haben nun den Beinamen „Miners“. Das englische Wort bedeutet zu deutsch „Bergarbeiter“. Damit „möchte der TSV den Bezug zur Bergbautradition wiederherstellen“, so Pressesprecher Andreas Schugg.

Im vergangenen Herbst begann die Abteilung schon im Nachwuchsbereich, das neue Logo und den Namen „Miners“ zu etablieren. Damit wollten die Verantwortlichen auch äußerlich zeigen, dass in der Sparte ein frischer Wind herrscht. Aufgrund des Generationswechsels im Vorstand (die Wahlen stehen wegen der Corona-Pandemie noch aus) „springt man jetzt auch im Seniorenbereich auf diesen Wagen auf“, so Schugg. Deshalb firmiert künftig auch die Herren-Mannschaft in der Bayernliga als „Miners“. „Nachdem der Nachwuchsbereich im vergangenen September damit begonnen hat, war es nur der logische Schritt, dass man auch im Seniorenbereich nachzieht“, so Stefan Rießenberger. Der TSV-Präsident ist bis zur Wahl des neuen Vorstands derzeit zugleich Leiter der Eishockeyabteilung. Mit dem neuen Logo und dem neuen Namen wolle die Sparte „Tradition und Moderne unter einen Hut bringen“, so wird Rießenberger in einer Mitteilung zitiert.

Das Logo besteht aus mehreren Bestandteilen, die jeweils eine Bedeutung haben: Schläger und Puck: sie sollen den Bezug zum Eishockey widerspiegeln. Schriftzug „TSV Peißenberg“: ohne den Hauptverein gäbe es auch keine Eishockey-Abteilung. Schriftzug „Miners“: der neue Beiname. Berge: symbolisieren die Heimat im Pfaffenwinkel. Pickel: Werkzeug der Bergleute.

Es gab schon einmal ein „Miners“-Sportteam im Landkreis

Nach der Sparten-Gründung im Jahr 1956 traten die Eishockeyspieler aus der Marktgemeinde jahrzehntelang ohne Beinamen, nämlich schlicht als „TSV Peißenberg“, zu ihren Partien an. So auch in der Saison 1991/1992, als die Peißenberger in der 2. Bundesliga spielten. Gegner waren damals unter anderem der Augsburger EV, der SC Riessersee, der EHC Nürnberg und der SV Ravensburg. Von 1994 bis 1996 spielten die Peißenberger in der 1. Liga Süd (damals unter der neugegründeten DEL die zweithöchste Klasse). Von 1999 an firmierte die Peißenberger Senioren-Mannschaft als „Hornets“; das Team war als GmbH ausgegliedert. Nach dem Ende der „Hornets“ begann der TSV Peißenberg 2002 in der Bezirksliga und gab sich den Beinamen „Eishackler“. Nun also die Umbenennung in „Miners“. Als Motto gilt: „Meine Heimat. Mein Team. Unsere Leidenschaft.“

Hat ausgedient: das alte Logo der „Eishackler“.

Unter dem Namen „Miners“ gab es im Landkreis Weilheim-Schongau dereinst schon einmal eine Sport-Mannschaft, und zwar die American Footballer der „Penzberg Miners“. Sie nahmen in den 1990er Jahren mehrere Spielzeiten am bayerischen Liga-Betrieb teil. Von 1994 bis 1996 traten die Penzberger in der Landesliga an, die Saison 1997 absolvierten sie in der Oberliga Bayern/Württemberg. 1998 spielte das Team in der Regionalliga Süd – dies war seinerzeit die dritthöchste Spielklasse. Gegner waren damals unter anderem die „Ansbach Grizzlies“, die Mitbegründer der deutschen Football-Bundesliga sind und es in ihrer Hochzeit zu drei deutschen Meistertiteln (1981, 1982, 1985) brachten.

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