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Peißenberger Jubel nach dem Siegtreffer: Die „Eishackler bejubeln das Tor zum 4:3, das Lukas Novacek (2.v.l.) soeben erzielt hat. Mit ihm freuen sich (v.l.) Leonhard Zink, Florian Höfler und Vorlagengeber Valentin Hörndl. Links die Schiedsrichter, ganz rechts Waldkraiburgs Josef Straka.

Eishockey: Bayernliga, Pre-Play-offs

„Eishackler“ halten Play-off-Traum am Leben

  • Paul Hopp
    vonPaul Hopp
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Die „Eishackler“ des TSV Peißenberg haben in der Pre-Play-off-Serie den Ausgleich geschafft. Im Heimspiel am Sonntag sahen die Zuschauer eine furiose Anfangsphase - und ein spätes Siegtor.

Peißenberg - Waldkraiburgs Josef Straka zog noch einmal ab, doch der Schuss ein paar Sekunden vor Schluss von der Mittellinie war nur mehr eine Verzweiflungstat. Peißenbergs Torwart Korbinian Sertl war damit nicht zu erschrecken, mühelos schnappte er sich die Scheibe. Und danach durften die „Eishackler“ jubeln. Mit einem 4:3 (3:2, 0:0, 1:1)-Heimerfolg am Sonntag schafften die Peißenberger in der Pre-Play-off-Serie der Bayernliga gegen den EHC Waldkraiburg den 1:1-Ausgleich. Am Freitagabend hatte Peißenberg auswärts mit 4:6 verloren.

Die Entscheidung, wer in die Play-offs zur Oberliga einzieht, fällt nun am Dienstag (20 Uhr) in Waldkraiburg. „Eishackler“-Coach Simon Mooslechner gab sich – zumindest nach außen hin – gelassen: „Wir haben nix zu verlieren.“ Mit dem gestrigen Auftritt war der Coach zufrieden: „Es hat gepasst. Die Mannschaft hat sich an die Marschroute gehalten.“ Anders als noch bei der Niederlage am Freitag „haben wir keine krassen Fehler mehr gemacht“.

Eishackler: Trainer Simon Mooslechner mit dem Auftritt zufrieden

Das erste Drittel war geprägt von zahlreichen Strafzeiten. Die nutzten beide Teams zu Toren – innerhalb der ersten sechs Minuten fielen gleich vier Treffer. Erst traf Waldkraiburgs Tomas Rousek in Überzahl (2.), wenig später war Brandon Morley im Powerplay mit dem 1:1 zur Stelle (4.). Nur 45 Sekunden später schoss Maximilian Malzatzki aufs Tor, EHC-Keeper Kevin Yeingst ließ den Puck unglücklich ins Tor – Peißenberg führte mit 2:1. Die Freude währte nicht allzu lange: Mit einem Schlenzer erzielte Mathias Jeske das 2:2 (6.). In doppelter Überzahl brachte Martin Lidl die Gastgeber mit einem Schuss von der blauen Linie mit 3:2 nach vorn (10.).

Im Mitteldrittel waren die „Eishackler“ klar am Drücker. Morley scheiterte mit einem „Bauerntrick“ knapp (25.). Gleich darauf – nach einer starken Morley-Aktion – bejubelten alle schon das vermeintliche vierte Tor. Die Unparteiischen entschieden nach Beratung aber auf Bully (25.). „Ich habe es nicht genau gesehen, kann zu der Situation nichts sagen“, so Mooslechner. Langsam meldeten sich die Gäste zurück, TSV-Torwart Sertl verhinderte mit einer Top-Parade den Ausgleich (32.).

Eishackler: Valentin Hörndl glänzt mit starker Vorarbeit 

Im Schlussdrittel entwickelte sich ein spannendes und flottes Hin und Her. Einen Konter schloss EHC-Spieler Michael Trox mit dem 3:3 ab (51.). Die „Eishackler“ nahmen das EHC-Tor unter Beschuss. Valentin Hörndl (53.), Lukas Novacek (55.) und Martin Andrä (56.) scheiterten nur knapp. Eine tolle Hörndl-Vorarbeit nutzte Novacek schließlich zum umjubelten 4:3 (57.). Waldkraiburg schwächte sich danach durch mehrere Strafzeiten selbst – der wichtige Heimsieg war damit perfekt.

Das Spiel am Freitagabend in Waldkraiburg verloren die Peißenberger „mit viel Pech und Eigenverschulden“, so „Eishackler“-Sprecher Andreas Schugg. Nach starkem Beginn und dem 1:0 durch Dominik Ebentheuer (3.) trafen die „Löwen“ dreimal (6., 7., 14.). Bitter: Die Tore zum 1:2 und zum 1:3 kassierten die „Eishackler“ in Überzahl. Noch vor der Drittelpause sorgten Markus Andrä (16.) und erneut Ebentheuer (20.) für das 2:3 und 3:3. Im Mitteldrittel kam kein rechter Spielfluss auf. Ins Tor traf nur der EHC (27.). Waldkraiburgs Patrick Zimmermann kassierte eine Matchstrafe (35.), aus der die Gäste kein Kapital schlagen konnten. EHC-Spieler Straka scheiterte mit einem Penalty. Im Schlussdrittel traf Waldkraiburg zum 5:3 (46.), wenig später verkürzte Brandon Morley auf 4:5 (49.). Alles klar machten die Gastgeber mit einem Empty-Net-Tor (60.).

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