+
Daniel Clairmont erzielte zwei Tore, musste im Schlussdrittel aber verletzt vom Eis.

Eishockey: Bayernliga

„Eishackler“: Teuer erkaufter Heimerfolg

Die „Eishackler“ des TSV Peißenberg haben am Freitag gegen die Passau „Black Hawks“ gewonnen. Zwei Verletzungen trübten aber die Siegesfreude.

Peißenberg - Drei wertvolle Punkte gegen einen direkten Konkurrenten legten sich die Peißenberger „Eishackler“ unter den Weihnachtsbaum. Eine deutliche Steigerung gegenüber dem schwachen Auftritt in Schongau brachten den Mannen von Trainer Sepp Staltmayr einen 6:3-Heimerfolg gegen die Passau Black Hawks, der mit zwei Verletzten allerdings teuer bezahlt werden musste.

 „Das waren drei extrem wichtige Punkte“, zeigte sich Staltmayr danach erleichtert. „Wir wollten den Gegner mit unserer Laufstärke unter Druck setzen, das ist uns fast 60 Minuten gelungen“, nannte Staltmayr das Erfolgsrezept. Sein Team kam im Gegensatz zum verschlafenen Start ins Derby in der Vorwoche in Schongau hellwach aufs Eis. Eine schöne Einzelaktion von Daniel Clairmont (1.) zum 1:0 und ein haltbarer Distanzschuss von Valentin Hörndl (4.), der zum 2:0 einschlug, bescherten den Peißenbergern einen Start nach Maß. Passaus Coach Christian Zessack reagierte sofort. Bei seiner Auszeit wusch er seinem Team ordentlich den Kopf. Die Wirkung war bis auf den Anschlusstreffer des ehemaligen Schongauers Svato Merka (10.), der einen Konter erfolgreich abschloss, überschaubar. „Peißenberg war uns haushoch überlegen“, räumte Zessack ein. Die Eishackler antworteten auf umgehend. Mit einem platzierten Handgelenksschuss unter die Latte stellte Clairmont (11.) den alten Abstand her. In der flotten Partie verzeichneten beide Teams im Anschluss weitere Chancen. Bis zur ersten Pause ließen Torhüter aber keine weiteren Treffer zu. 

Das änderte sich zu Beginn des Mittelabschnitts. In Überzahl staubte Tobias Estermaier (22.) nach einem Schuss von Valentin Hörndl zum 4:1 ab. Danach kontrollierten die Eishackler klar das Geschehen. Die Passauer kamen nur zu vereinzelten Möglichkeiten, die Goalie Jakob Goll vor keine großen Probleme stellten. Mehr Betrieb herrschte vor dem Passauer Kasten. Estermaier (25.), Florian Höfler (27.), Hörndl (30.), Clairmont (34.), Martin Andrä (35.) und Leo Zink (38.) bei einer der wenigen Überzahlsituationen, da der Schiedsrichter viel laufen ließ, vergaben gute Chancen den Vorsprung auszubauen. Das sollte sich zu Beginn des Schlussdurchgangs rächen. 

Die Peißenberger Abwehr zeigte sich zweimal völlig indisponiert. Philipp Müller (42.) und Anton Pertl (44.), die jeweils unbedrängt zum Abschluss kamen, brachten die Gäste mit ihrem Doppelschlag innerhalb von zwei Minuten wieder heran. Staltmayrs Auszeit brachte aber wieder Ruhe. Das verletzungsbedingte Aus von Clairmont steckten die Gastgeber, die davor bereits Martin Andrä mit einer Schulterblessur verloren, relativ gut weg. Manni Eichberger wurde beim Abschlussversuch, kurz nach einer ausgelassenen Chance gefoult. Der Schiedsrichter entschied auf Penalty, den der Peißenberger Routinier zum 5:3 (49.) verwandelte. Nach ein paar zittrigen Minuten machte schließlich Max Barth (55.) mit einem Lupfer nach einem Bandenabpraller das halbe Dutzend voll und den verdienten Heimerfolg der Eishackler perfekt. 

Roland Halmel

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare