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Und am Ende jubeln wieder die „Eishackler“: Die Peißenberger machten es erneut sehr spannend, am Ende behielten sie gegen Passau trotz viermaligen Rückstands mit 6:5 die Oberhand.

Eishockey: Bayernliga

„Eishackler“ holen viermal einen Rückstand auf

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Hochspannung pur - hierfür ist Bayernligist TSV Peißenberg derzeit Spezialist.Wie schon gegen Klostersee die Woche zuvor gab es eine Zitterpartie bis zum Ende. 

Peißenberg – Hingehen, wo es weh tut: Das ist beim Eishockey eine Qualität die Spiele entscheiden kann. Das bewiesen die „Eishackler“ im Heimspiel gegen die Passau Black Hawks. Die Mannen von Trainer Rainer Höfler warfen sich ohne Rücksicht auf die eigene Gesundheit in jeden Schuss der Niederbayern. Leidtragender war Brandon Morley, der nach zwei Schlagschuss-Treffern im zweiten Drittel in die Kabine ging. Belohnt wurde der bedingungslose Einsatz der ersatzgeschwächten Peißenberger mit einem 6:5 (2:2, 2:1, 2:2)-Sieg gegen die hochkarätig besetzten Passauer. „Die Truppe hat einfach Moral und gibt nicht auf“, lobte Höfler sein Team, das trotz schwierigster Umstände diese Partie noch umbog. Das Hinspiel hatte der TSV noch mit 1:5 verloren

Eishockey: Peißenberg mit vorbildlichem Einsatz und effektiver Überzahl

Neben dem vorbildlichen Einsatz war auch das Überzahlspiel der Hausherren ein Schlüssel zum Erfolg. Vier der sechs Tore erzielten sie im Powerplay. „Seitdem der Weini (Betreuer Christian Wein, Anm. d. Red.) es macht, klappt es“, so Höflers nicht ernst gemeinter Kommentar zur positiven Entwicklung seines Teams im Überzahlspiel, das lange Zeit ein großes Problem war. „Kleinigkeiten gibt es dennoch zu bemängeln, wie die Undiszipliniertheiten und die Fehler vor den Gegentoren“, so Höfler.

Eishockey: „Eishackler“ erwischen gegen Passau einen schlechten Start

Sein Team erwischte keinen guten Start. Der erste Schuss der Passauer aufs Tor durch Matthias Pilz nach 133 Sekunden schlug zum 1:0 ein. TSV-Goalie Korbinian Sertl, der freie Sicht auf den Puck hatte, machte dabei keine gute Figur. Die Antwort der Peißenberger ließ aber nicht lange auf sich warten. Mit einem platzierten Schuss in den Winkel glich Morley zwei Minuten später aus. Danach ging es in der flotten Partie hin und her. Florian Fischers Solo bescherte den Gästen die neuerliche Führung (10.). Der enorm laufstarke Moritz Birkner vergab danach die Chance zum Ausgleich (12.). Den markierte dafür Novacek im Nachsetzen (16.).

Eishockey: Peißenberg bei vielen Torschüssen erfolglos

Zu Beginn des Mitteldrittels fehlte Martin Lidl (24.) und Hörndl (26.) das nötige Glück im Abschluss. Stattdessen nutzten die Black Hawks die erste gefährliche Aktion im zweiten Durchgang zum 3:2 (30.). Danach war von den Passauern wenig zu sehen. Die Peißenberger hatten deutlich mehr Torschüsse, ohne aber zu treffen. Bei der vierten Strafzeit gegen die Gäste durften die „Eishackler“ dann aber jubeln. Nur vier Sekunde, nachdem Passaus Müller in der Kühlbox Platz genommen hatte, schlug das Geschoss von Max Malzatzki zum 3:3 ein (37.). Gleich das nächste Powerplay nutzte Dominik Ebentheuer zur erstmaligen Führung für den TSV (40.).

Eishockey: Peißenberg verteidigt mit viel Leidenschaft

Im Schlussdrittel drängten die Black Hawks auf den Ausgleich. Die Peißenberger verteidigten mit viel Leidenschaft, ehe Ales Kreuzer doch zum 4:4 traf (48.). Wenig später entschied der Unparteiische nach einem Foul von Martin Andrä auf Penalty. „Die Entscheidung war hart“, urteilte Peißenbergs Coach Rainer Höfler. Petr Sulcik ließ sich die Chance zum 5:4 nicht entgehen (49.). Ebentheuer hatte sich bei der Aktion, die zum Penalty führte, auch 2 plus 10 Minuten eingehandelt. Die Überzahl wussten die Gäste aber nicht zu nutzen. „Das war der Knackpunkt“, urteilte Passaus Trainer Heinz Feilmeier.

Eishockey: Strafzeiten erweisen sich für Passau als verhängnisvoll

Sein Team leistete sich in der Schlussphase kurz hintereinander zwei Strafen. Und das nutzten die Peißenberger eiskalt aus. Erst glich Novacek in doppelter Überzahl zum 5:5 aus (55.). Nach einem kurzen Schockmoment für den TSV, als Sertl fast die Scheibe vertändelte, verwertete Martin Andrä während einer erneuten Peißenberger Überzahl eine gut herausgespielte Chance zum 6:5 (56.).

TSV Peißenberg -EHF Passau Black Hawks 6:5 (2:2, 2:1, 2:2)

1. Drittel: 0:1 (2:13) Pilz (Kreuzer, Sybek), 1:1 (4:13) Morley (Markus Andrä,Lidl), 1:2 (9:23) Fischer (Feilmeier), 2:2 (15:33) Novacek (Höfler, Malzatzki/4-4). 2. Drittel: 2:3 (29:20) Müller (Sulcik, Geiger), 3:3 (36:24) Malzatzki (Höfler/5-4), 4:3 (39:21) Ebentheuer (Birkner, Mart. Andrä/5-4). 3. Drittel: 4:4 (47:10) Kreuzer (Radlsbeck, Sybek), 4:5 (48:49) Sulcik (Penalty), 5:5 (54:06) Novacek (Hörndl, Höfler/5-3), 6:5 (55:42) Martin Andrä (Birkner, Lidl/5-4). Strafminuten: Peißenberg 8 plus 10 für Ebentheuer (Disziplinarstrafe), Passau 14. Zuschauer: 565.

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