Und schon wieder hat‘ geklingelt: Dominik Novak dreht nach seinem Treffer zum 6:3 jubelnd ab. Danach erzielten die „Eishackler“ noch zwei weitere Treffer. 

Eishockey: Bayernliga

„Eishackler“ frühzeitig auf der Siegerstraße

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Es war eines jener Spiele, in denen es nur etwas zu verlieren gibt. Doch die „Eishackler“ lösten die Aufgabe gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten der Bayernliga, den EV Pegnitz, souverän.

Peißenberg – Eventuelle Bedenken, die Peißenberger könnten den Gegner aufgrund dessen Tabellensituation auf die leichte Schulter nehmen, waren binnen kürzester Zeit zerstreut. Es dauerte gerade einmal 15 Sekunden, da hatte Valentin Hörndl nach einem Fehlpass der Pegnitzer das 1:0 erzielt. Es war der Start in einen für den TSV unbeschwerten Abend. Am Ende hatten die „Eishackler“ die Unterfranken mit 8:3 (5:1, 2:2, 1:0) besiegt. „Wir haben mit hohem Tempo begonnen“, berichtete TSV-Trainer Sepp Staltmayr, „die Mannschaft hat das sehr gut gemacht“. Sie beherzigte auch den Ratschlag ihres Trainers, dem Gegner gegenüber nicht respektlos aufzutreten.

Danach kamen die 500 Zuschauer mit dem Torezählen kaum noch mit. Dem 2:0 durch Dominik Novak (6.) folgte keine Minute später der Pegnitzer Anschlusstreffer (7.). Praktisch vom Bully weg erhöhte Hörndl nur 17 Sekunden später mit einem eher harmlosen Schlenzer auf 3:1 (8.). Und wiederum nur 43 Sekunden später gelang Daniel Clairmont der vierte Treffer für die „Eishackler“. Damit noch nicht genug: Gleich ihr erstes Überzahlspiel nutzten die Gastgeber zum 5:1. Mit einem Schlagschuss von der blauen Linie überwand Manfred Eichberger Pegnitz’ Keeper Maximilian Schmidt (13.).

So angetan Coach Staltmayr von der Vorstellung seines Teams im ersten Abschnitt war, so wenig war er es von der im zweiten. „Da war ich gar nicht zufrieden“, so Staltmayr. „Wir haben Pegnitz einfach zu viele Chancen ermöglicht.“ Jubeln durften zunächst aber weiter die „Eishackler“. Mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend machte Novak das halbe Dutzend für den TSV voll (23.). Danach hatten Staltmayrs Mannen ihre schwächste Phase des gesamten Spiels. Sie leisteten sich eine Reihe von Fehlern, zudem ließen sie eine 5:3-Überzahl ungenutzt. Diese Nachlässigkeiten schlugen sich auch im Ergebnis nieder. Binnen zweieinhalb Minuten gelangen den Pegnitzern zwei Treffer (26., 28.), damit führten die „Eishackler nur noch mit 6:3. Dann sorgte Eichberger mit seinem 7:3 (38.) jedoch dafür, dass Spannung nicht mehr aufkam. Noch vor der zweiten Pause hätten Florian Barth nach einem wunderbaren Pass von Novak sowie Martin Andrä und Tobias Estermaier den Vorsprung weiter ausbauen können.

Im Schlussdrittel sorgte Daniel Ebentheuer für den letzten Treffer des Tages (47.). In der Folge verwalteten die Peißenberger routiniert und mühelos den Vorsprung. „Wir haben das einigermaßen zu Ende gespielt“, so Staltmayr, der nicht mehr allzu kritisch sein wollte.

Für die „Eishackler“ ist jetzt die Hälfte aller Spiele in der Hauptrunde absolviert. Staltmayr ist mit dem bisherigen Verlauf zufrieden: „Wir stehen so, wie wir es erwartet haben.“ Der Start sei etwas holprig gewesen, „aber dann sind wir in die Spur gekommen“. Aufgrund der großen Ausgeglichenheit in der Bayernliga seien die ersten acht Plätze hart umkämpft: „Da dürfen wir bis zum Schluss nicht locker lassen“, fordert der Coach.

Statistik

TSV Peißenberg – EV Pegnitz 8:3 (5:1, 2:2, 1:0)

1. Drittel: 1:0 (0:15) Hörndl (Estermaier/Martin Andrä), 2:0 (5:54) Novak (Fl. Barth/Singer), 2:1 (6:49) Kracht (Navarra), 3:1 (7:06) Hörndl (Estermaier/Ebentheuer), 4:1 (7:49) Clairmont (Eichberger/Höfler), 5:1 (12:47) Eichberger (Ebentheuer/Zink/5-4). 2. Drittel: 6:1 (22:41) Novak (Markus Andrä/M. Barth/6-5); 6:2 (25:13) Seidinger (Kuhn), 6:3 (27:37) Kracht (Kercs/Navarra), 7:3 (37:02) Eichberger (Höfler/Clairmont). 3. Drittel: 8:3 (46:13) Ebentheuer (Malzatzki/Martin Andrä). Strafminuten: Peißenberg 6, Pegnitz 10. Zuschauer: 503.

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