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Und wieder jubeln die „Eishackler“: Insgesamt vier Treffer durften die Peißenberger beim Heimsieg gegen Miesbach feiern. Hier freuen sie sich über das 2:0 von Tobias Estermaier (rechts). 

Eishockey: Bayernliga

Nur die vielen Strafzeiten ärgern den „Eishackler“-Trainer

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In der vergangenen Bayernliga-Saison verlor der TSV Peißenberg gegen Miesbach drei von vier Duellen. Diese eher mäßige Bilanz haben die „Eishackler“ jetzt aufpoliert. 

Peißenberg „Wir haben diesmal keine Gegentore in den ersten Minuten bekommen, wir werden immer besser“, zeigte sich Coach Höfler nach dem 4:1 (0:0, 2:0, 2:1) gegen den in dieser Saison hoch gehandelten TEV Miesbach durchaus zufrieden. „In den ersten beiden Dritteln waren wir klar dominant“, urteilte Höfler, der deswegen aber nicht in Euphorie verfallen wollte. „Miesbach ist nur durch unsere Fehler zu Chancen gekommen, und im dritten Durchgang sind wir durch den Druck der Gäste etwas nervös geworden“, so der „Eishackler“-Trainer, der bei seinem Team durchaus noch Verbesserungspotenzial sieht. Auch mit dem Strafzeiten in der Schlussphase war er nicht einverstanden. Unrühmlich tat sich diesbezüglich Dominik Ebentheuer hervor, der wegen Hohen Stocks und Meckerns 2+2 Minuten plus eine zehnminütige Disziplinarstrafe aufgebrummt bekam. „Es wird sicher Spiele geben, in denen ich mich über den Schiedsrichter aufrege, aber heute nicht. Da muss man einfach cleverer hingehen, dann passieren die Strafen nicht“, sagte Höfler.

Eishockey: TSV Peißenberg beginnt gegen Miesbach druckvoll

Sein Team begann engagiert und druckvoll. Angefeuert von der erstmals in dieser Saison lautstarken „Eishackler“-Fangemeinde erarbeiteten sich die Hausherren einige Möglichkeiten, die aber allesamt nichts einbrachten. Miesbach kam nur vereinzelt zu Chancen. Selbst eine doppelte Überzahl kurz vor Drittelende wussten die Peißenberger nicht zu nutzen. Bei nur mehr einem Mann mehr auf dem Eis brach Florian Höfler kurz nach Beginn des zweiten Abschnitts schließlich mit seinem Treffer zum 1:0 den Bann (22.), als er die Scheibe mit unheimlich viel Wucht ins Gästetor beförderte. Nach Chancen für die engagierte dritte Reihe der Peißenberger mit Moritz Birkner, Markus Andrä und Marco Mooslechner war es Tobias Estermaier, der aus spitzem Winkel auf 2:0 erhöhte (25.). Im Anschluss brachten die Hausherren bei einem weiteres 5:3-Überzahlspiel nichts wirklich Gefährliches zustande. „Weil es die Spieler anders machen, als ich es ihnen sage“, grummelte Höfler.

Eishockey: Torhüter Sertl bewahrt Peißenberg vor einem Gegentreffer

Die ersatzgeschwächten Miesbacher leisteten erst im Schlussdurchgang richtige Gegenwehr. Davor hatten sie sich immer wieder in der sehr stabilen und aufmerksamen „Eishackler“-Abwehr festgerannt. TSV-Goalie Korbinian Sertl verhinderte bei Chancen von Filip Kokoska (46.) und Dusan Frosch (49.) Schlimmeres. Kurz danach starteten die Hausherren einen sehenswerten Konter, den Max Malzatzki mit einem platzierten Schuss zum 3:0 abschloss (50.).

Eishockey: Strafzeiten missfallen dem Trainer der „Eishackler“

In den letzten Minuten handelten sich die Peißenberger dann Strafen im Minutentakt ein. In Überzahl brachte Kokoska die Gäste auf 1:3 heran (57.). TEV-Coach Peter Kathan riskierte daraufhin alles und nahm frühzeitig seinen Torhüter vom Eis. Die immer noch dezimierten Peißenberger verhinderten den Anschlusstreffer, ehe sich Valentin Hörndl (60.) hinter dem gegnerischen Tor den Puck erkämpfte und mit einem Schuss zum 4:1 ins verwaiste Miesbacher Gehäuse endgültig den Sieg für sein Team unter Dach und Fach brachte.

TSV Peißenberg - TEV Miesbach 4:1 (0:0, 2:0, 2:1)

1. Drittel: keine Tore. 2. Drittel: 1:0 (21:21) Höfler F. (Malzatzki, Novacek/5-4), 2:0 (25:15) Estermaier (Martin Andrä). 3. Drittel: 3:0 (49:33) Malzatzki (Novacek, Höfler), 3:1 (56:13) Kokoska (Hüsken, Grabmaier/5-4), 4:1 (59:32) Hörndl (4-5). Strafminuten: Peißenberg 14 plus 10 für Ebentheuer (Disziplinarstrafe), Miesbach 12. Zuschauer: 495.

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