Jonathan Kornreder ist neuer zweiter Torhüter beim TSV Peißenberg. 
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Jonathan Kornreder ist neuer zweiter Torhüter beim TSV Peißenberg. 

Eishockey: „Eishackler“ werden bei Suche nach zweitem Torhüter fündig

Aus den Vereinigten Staaten nach Peißenberg

  • vonRoland Halmel
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Pünktlich zum Start ins Sommertraining vermelden die „Eishackler“ eine weitere wichtige Personalie. Die lange Zeit vakante Stelle des zweiten Torhüters ist besetzt.

Peißenberg – „Wir haben ihn in einer amerikanischen Nachwuchsliga gefunden, aber es ist kein Amerikaner“, machte es „Eishackler“-Sprecher Andreas Schugg zunächst spannend. Die Lösung des Rätsels, wer Back-Up von Korbinian Sertl wird, erwies sich dann aber doch nicht als ganz so schwer. Jonathan Kornreder, ein gebürtiger Peißenberger, der zuletzt in den Vereinigten Staaten lebte und spielte, wird Nachfolger von Andreas Scholz, der berufsbedingt kürzer treten will und deshalb zu seinem Heimatverein SC Forst zurückkehrte.

Eishockey: Kornreder zuletzt in El Paso und Ontario

„Wenn du die Möglichkeit und ein Angebot aus Amerika bekommst, dann musst du das auch machen“, erklärte der 21-jährige Torhüter, der in der vergangenen Spielzeit bei den El Paso Rhinos und bei Ontario Avalanche, die beide in der WSHL (Western States Hockey League) beheimatet sind, den Kasten hütete. Eishockeyspielen lernte Kornreder in seiner Heimatstadt Schongau. Später wechselte er zum EC Peiting, bei dem er für das DNL2-Team zwischen den Pfosten stand. Zwischen 2017 und 2019 verzeichnete der gelernte Milchtechnologe zudem einige Oberliga-Einsätze im Peitinger Seniorenteam. „Ich gehe auf die BOS, um dort mein Fachabitur nachzuholen. Die Schule musste aufgrund meines Amerikatrips für ein Jahr pausieren, aber jetzt besteht die Möglichkeit, meinen Wohnort Schongau, Schule und meinen Sport wunderbar miteinander zu verbinden. Deshalb musste ich da nicht lange überlegen“, begründete der 1,80 Meter große Goalie seine Entscheidung, künftig das Trikot der „Eishackler“ überzustreifen.

Über die Peißenberger Mannschaft habe er „nur Positives gehört“, berichtet Kornreder, der sich auf die kommende Saison freut. „Ich hoffe, dass sie überhaupt stattfindet und dass wir dann so gut wie möglich vorn mitspielen“, so das Ziel des 21-Jährigen. Er möchte zudem Spielpraxis sammeln, um sich sportlich weiterzuentwickeln. „Wir wünschen Jonathan eine schnelle Eingewöhnung und eine erfolgreiche Saison“, gab Schugg dem Neuzugang, der bereits in das gemeinsame Sommertraining eingestiegen ist, mit auf den Weg.

Eishockey: Verspäteter Start für die „Eishackler“ ins Sommertraining

Apropos Sommertraining: Deutlich später als geplant starteten die Peißenberger „Eishackler“ in diesem Jahr in die Vorbereitung. Nicht wie angedacht nach Pfingsten, sondern erst vor knapp zwei Wochen legten die Mannen von Trainer Randy Neal los. „Wir mussten erst auf die Lockerungen in der Corona-Krise warten, bis dann auch die Fitnessstudios wieder öffnen durften,“ berichtete TSV-Sprecher Schugg.

Traditionell eröffnen die „Eishackler“ ihr Trockentraining im „Fitlife“-Studio in Peißenberg. „Edgar Wolf und sein Team bringen die Mannschaft auf Vordermann und lassen die Jungs bei verschiedensten Übungen ordentlich schwitzen“, berichtet Schugg. Dreimal die Woche sind die Spieler dabei gefordert. „Unser Coach Randy Neal überwacht die Einheiten mit scharfem Auge“, so Schugg. „Die Jungs freuen sich, dass es endlich wieder los geht und dass trotz der Krise wenigstens etwas Normalität in die Vorbereitung zur kommenden Spielzeit einzieht“, so der TSV-Sprecher. Wegen der verlorenen Vorbereitungswochen ist jedoch einiges aufzuholen. „Das geht aber allen Mannschaften so“, sagte der „Eishackler“-Sprecher. Neben dem Schwitzen im Studio stehen in den nächsten Wochen für die Peißenberger auch zahlreiche Einheiten auf dem TSV-Gelände bei der Eishalle und am Fußballplatz auf dem Programm.

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