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Zuverlässiger Rückhalt: Korbinian Sertl (Mitte) stand bei 39 Partien der „Eishackler“ auf dem Eis.
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Jubelnder Maximilian Malzatzki: Er war in der vergangenen Saison der Topscorer unter den Peißenberger Verteidigern.

Eishockey: Bayernliga

„Eishackler“ ziehen Bilanz: Durchwachsene Saison ohne Panikeinkäufe

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es ist ein kleiner Trost: Auch wenn der TSV Peißenberg die Pre-Play-offs überstanden hätte, wäre die Saison für ihn beendet gewesen. Die Saisonbilanz fällt eher durchwachsen aus.

Peißenberg – Auch wenn es für die Peißenberger „Eishackler“ in der abgelaufenen Bayernliga-Saison nicht immer rund lief, trugen sie sich dennoch ins Eishockey-Geschichtsbuch ein. Zusammen mit dem ERC Waldkraiburg standen die Mannen von Trainer Simon Mooslechner heuer in ganz Deutschland am Längsten auf dem Eis. Am Dienstag, 10. März,  um 22.15 Uhr endete die dritte und letzte Pre-Play-off-Partie der beiden Teams, die die Peißenberger mit 2:3 verloren. „Beim Einsteigen in den Bus haben wir dann erfahren, dass die Saison insgesamt rum ist“, berichtete Mooslechner.

Eishockey: Entscheidung des Verbands, die Saison zu beenden, ist für die „Eishackler“ richtig

„Es ist natürlich davor schon etwas durchgesickert, aber auf dem Eis haben beide Mannschaft so gespielt, als ginge es um die Meisterschaft“, zollte Peißenbergs Eishockey-Abteilungsleiter Norbert Ortner beiden Teams großen Respekt, dass sie sich nicht hängen ließen. „Das Ausscheiden und das Saisonende sind schon schade, denn in den Play-offs hätte man noch etwas verdienen können, aber die Entscheidung vom BEV ist absolut richtig“, sagt Ortner, der schon einen Blick auf die Bilanz geworfen hat. „Finanziell ist bei uns alles im grünen Bereich.“

Eishockey: Trotz Verletzungsmisere keine Panikeinkäufe in Peißenberg

Das dürfte nicht überall der Fall sein. „Viele Vereine haben sich verzockt, bei den kostspieligen Verstärkungen, die sie noch vor den Play-offs geholt haben.“ In Peißenberg habe man sich hingegen gegen Panikeinkäufe entschieden.

Dabei waren Neuverpflichtungen durchaus ein Thema. „Wir hatten zu viele Verletzte und wenn Leistungsträger zehn Wochen ausfallen, wird es schwierig.“ Unter anderem fehlteBrandon Morley längere Zeit. Das tut weh, wenn man ohnehin einen kleinen Kader hat. „In Absprache mit der Mannschaft haben wir aber auf Nachverpflichtungen verzichtet“, sagt Ortner, der dem Team keine Vorwürfe macht. „Außer in den zwei schlechten Spiele gegen Schongau und Geretsried haben sie immer alles gegeben“, stellt Ortner seiner jungen Truppe, in der kein Spieler älter als 28 Jahre alt ist, ein gutes Zeugnis aus.

Eishockey: Taktische Marschroute war einer der Gründe für die Entlassung von Trainer Rainer Höfler in Peißenberg

Kritik gab es eher an der taktischen Marschroute des ehemaligen Coaches Rainer Höfler, der nur mit drei Reihen spielte. „Ich bin kein Freund davon, aber das muss man akzeptieren“, sagt Ortner, der lieber vier Reihen auf dem Eis gesehen hätte. „Schließlich wollen wir junge Nachwuchsspieler einbauen und nur so geht es“, erklärt der „Eishackler“-Chef.

Ein Lob gab es von ihm auch in Richtung Mooslechner und Martin Drexler, die nach der Trennung von Höfler im Januar als Trainerteam einsprangen. „Das war die beste Lösung, beide haben das hervorragend gemacht und auch die Mannschaft war von ihnen begeistert“, urteilt der „Eishackler“-Chef.

Eishockey: „Eishackler“-Chef Ortner zufrieden: Spiele gegen Waldkraiburg ein guter Abschluss

„Mit den drei tollen Spielen gegen Waldkraiburg hatten wir einen guten Abschluss, mir hat es Spaß gemacht“, bilanzierte Mooslechner zufrieden. Dennoch hegte er keine Ambitionen, den Chefposten hinter der Bande weiterhin zu bekleiden. Und das muss er auch nicht tun – denn die Peißenberger „Eishackler“ habenmit Randy Neal bereits einen neuen Trainer verpflichten können.

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