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Gleich schlägt’s ein: Maximilian Brauer (im schwarzen Trikot) erzielt in der dritten Minute der Verlängerung das entscheidende 3:2 für die „Eishackler“.

Eishockey: Bayernliga

Novacek trifft auch gegen Landsberg zweimal

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Vergangene Saison musste sich der TSV Peißenberg in der Bayernliga dem HC Landsberg viermal geschlagen geben. Diese schwarze Serie ist jetzt zu Ende. In einem hoch spannenden Derby setzten sich die „Eishackler“ durch - dank Lukas Novacek. 

Peißenberg – „Eigentlich hätten wir schon in regulärer Spielzeit deutlich gewinnen müssen“, bedauerte Rainer Höfler. Der Trainer der „Eishackler“ trauerte nach dem 3:2 (0:1, 1:1, 1:0, 1:0) dem durchaus möglichen dritten Punkt nach. Es war eine Partie, die sein sein Team über weite Strecken dominierte. Der Knackpunkt, warum die Peißenberger trotz Überlegenheit in die Verlängerung mussten, war einmal mehr das Überzahlspiel der Peißenberger. Selbst während einer fünfminütigen Phase mit zwei Mann mehr auf dem Eis gelang ihnen kein Treffer. Wie Powerplay funktioniert, zeigten dagegen die Landsberger. Die „Riverkings“ erzielten ihre beiden Tore, als jeweils ein Peißenberger in der Kühlbox saß. „Bei Landsberg sind die Pässe auf den Schläger gekommen, bei uns nicht“, nannte Höfler den Hauptunterschied. „Wir haben deshalb einen Überzahltrainer engagiert. Das macht jetzt unser Betreuer Christian Wein, denn auf mich hören sie nicht“, so Höfler, der seine Truppe in Sachen „Powerplay“ bis dato als beratungsresistent erachtet. Ansonsten hatte er aber wenig auszusetzen. „Bei Fünf gegen fünf waren wie die bessere Mannschaft, defensiv stehen wir gut, und die Moral passt“, fasste er den Auftritt vor fast 900 Zuschauern, die ordentlich Stimmung machten, zusammen.

Eishockey: Peißenberg schwach in Überzahl

Bereits im ersten Durchgang kamen die Hausherren in den Genuss einer doppelten Überzahl, die nichts einbrachte. Die beste Chance ließ Florian Höfler aus, als er frei vor HCL-Goalie David Blaschta scheiterte (11.). Besser machten es kurz vor der ersten Pause die Landsberger. Bei einem Mann mehr auf dem Eis fälschte Marc Krammer die Scheibe zum 1:0 ab (16.). Das Tor gab den schwach gestarteten Gästen Auftrieb. Bis zum Wechsel verzeichneten sie noch einen Pfostenschuss.

Eishockey: Novacek verwandelt Penalty für Peißenberg

Im zweiten Durchgang übernahmen dann wieder die „Eishackler“ das Kommando. Nach einigen vergebenen Chancen war es Peißenbergs Spieler der Stunde, der den Knoten platzen ließ. Lukas Novacek verwandelte einen Penalty – zuvor war Valentin Hörndl gefoult worden – zum überfälligen 1:1 (28.). „Lukas musste sich erst an die Bayernliga gewöhnen, jetzt ist er angekommen“, lobte Höfler seinen Stürmer, der in jedem der vergangenen Spiele traf. Die Freude über den Ausgleich währte aber nicht lange, da DEL-Veteran Andrew McPherson, der ansonsten unauffällig agierte, die Gäste in Überzahl erneut in Führung schoss (35.).

Eishockey: Torhüter Sertl hält die „Eishackler“ im Spiel

Zu Beginn des Schlussdurchgangs kamen die Landsberger stärker auf. Peißenbergs Torhüter Korbinian Sertl hielt sein Team mit guten Paraden jedoch im Spiel. In der Offensive strapazierten die „Eishackler“ bei zahlreichen Überzahlsituationen dagegen weiterhin die Geduld ihrer Fans und die des Trainers. Das dritte Powerplay kurz hintereinander führte dann aber zum Erfolg. „Da haben mal die Laufwege gestimmt“, konstatierte Höfler, nachdem Novacek zum 2:2 getroffen hatte (52.). In der verbleibenden Spielzeit verpassten es die Peißenberger, nachzulegen.

Eishockey: Peißenberg setzt sich in der Verlängerung durch

Die Entscheidung fiel somit erst in der Verlängerung. Nach einer vergebenen Chance von Novacek (61.) und einer nicht gegebenen Strafzeit nach einem Foul an dem Tschechen markierte Maximilian Brauer den Siegtreffer für die Peißenberger (63.). „Der war auch verdient“, räumte HCL-Coach Fabio Carciola danach ein.

Statistik

TSV Peißenberg - HC Landsberg n.V. 3:2

1. Drittel: 0:1 (15:56) Krammer (Charvat, Reuter/5-4). 2. Drittel: 1:1 (27:18) Novacek, 1:2 (34:37) McPherson A. (Wedl/5-4). 3. Drittel: 2:2 (51:27) Novacek (Höfler, Malzatzki/5-4). Verlängerung: 3:2 (62:00) Brauer (Hörndl, Morley). Strafminuten: Peißenberg 12 plus 10 für Singer (Disziplinarstrafe, Landsberg 22). Zuschauer: 854.

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