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In Erwartung der nächsten Chance für Miesbach: Fast 59 Minuten ließen die „Eishackler“ ( in weißen Trikots, v. l. Dominik Ebentheuer, Maximilian Malzatzki und Torhüter Korbinan Sertl) keinen Treffer des Gegners zu, dann aber schlug der TEV in kurzer Folge zweimal zu.

Eishockey: Bayernliga

Peißenberg führt in Miesbach bis kurz vor Schluss mit 2:0, dann überschlagen sich die Ereignisse

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Es liefen die letzten eineinhalb Minuten und der TSV Peißenberg sah im Bayernliga-Gastspiel beim TEV Miesbach bereits wie der sichere Sieger aus. Dann aber nahm die Partie eine unerwartete Wende.

Peißenberg – Die „Eishackler“ sind nach wie vor der einzige Bayernligist, der den TEV Miesbach nach regulärer Spielzeit besiegt hat. Beinahe wäre dieses Kunststück den Peißenbergern am Freitagabend in Miesbach ein zweites Mal geglückt. Trotz der Ausfälle mehrerer Leistungsträger lieferten die Gäste eine starke Leistung ab und sahen zwei Minuten vor Schluss auch wie der sichere Sieger aus. 2:0 stand es zu diesem Zeitpunkt für den TSV. Doch dann nahm Miesbach den Keeper vom Eis und kam in der Schlussphase noch zum Ausgleich. Nach einer torlosen Verlängerung war das Glück auch im Penaltyschießen auf Seiten der Hausherren, sodass die „Eishackler“ am Ende nur einen Punkt mit nach Hause nahmen. „Wenn Peißenberg drei Punkte geholt hätte, wäre das auch verdient gewesen“, sagte der sichtlich unzufriedene TEV-Trainer Peter Kathan. TSV-Coach Rainer Höfler war mit der Leistung seiner Mannschaft mehr als einverstanden: „Ich habe mich heute einfach überraschen lassen, nachdem wir letztes Wochenende 14 Gegentore kassiert haben. Das Team hat taktisch clever gespielt und wenig zugelassen. Am Schluss ist es für uns unglücklich gelaufen, aber die Mannschaft hat gut gespielt.“

Eishockey: „Eishackler“ von der ersten Minute an hellwach

Von der ersten Minute an präsentierten sich die Gäste hellwach und nahmen den favorisierten Miesbachern mit einer körperbetonten, aber keineswegs überharten Spielweise die Lust am Kombinieren. So entwickelte sich ein ausgeglichenes Match, die besseren Chancen hatten sogar die personell geschwächten Peißenberger. Die Führung für die „Eishackler“ fiel etwas glücklich. Miesbachs Keeper Anian Geratsdorfer hatte die Scheibe eigentlich schon unter dem Schoner begraben. Es entwickelte sich ein Gestocher vor dem Tor und irgendwie rutschte der Puck noch über die Linie (18.). „Ich habe keine Ahnung, wie der reingegangen ist“, berichtete Höfler.

Eishockey: Florian Höfler trifft mit sehenswertem Schuss zum 2:0 für Peißenberg

Im zweiten Drittel eroberte sich der TSV die Scheibe an der blauen Linie und Florian Höfler vollstreckte mit einem sehenswerten Schuss ins Kreuzeck zum 2:0 (24.). Auf der anderen Seite ließen die „Eishackler“ kaum zwingende Chancen der Miesbacher zu. Brenzlig wurde es gegen Ende des zweiten Drittels, als Maximilian Brauer auf der Strafbank saß und dann auch noch Kapitän Martin Andrä eine äußerst umstrittene Spieldauerstrafe wegen Stockschlags kassierte (36.). Die Peißenberger waren erbost: Erst habe der gefoulte Bohumil Slavicek den sterbenden Schwan gemimt, beim folgenden Überzahlspiel sei er aber das „blühende Leben“ gewesen, so TSV-Sprecher Andreas Schugg. Die Peißenberger verteidigten aber weiter clever und überstanden die Unterzahl schadlos.

Eishockey: TEV Miesbach schießt 14 Sekunden vor Schluss den Ausgleich

So ging es mit einer Zwei-Tore-Führung in den Schlussabschnitt, wo die Miesbacher immer wieder im überragenden TSV-Keeper Korbinian Sertl ihren Meister fanden. Je länger die Partie dauerte, umso mehr deutete auf einen Überraschungscoup der Gäste hin. 95 Sekunden vor Ende war Sertl dann aber bei einem verdeckten Schuss von der blauen Linie chancenlos. 14 Sekunden vor Ende kassierte der TSV im Nachschuss dann auch noch das 2:2.

Eishockey: In der Verlängerung sind Peißenberg und Miesbach platt

In der Verlängerung wirkten beide Teams platt, dafür hatte das Penaltyschießen einiges zu bieten. Lukas Novacek und Valentin Hördl verwandelten für den TSV, Moritz Birkner scheiterte. Nach jeweils drei Versuchen stand es 2:2. Anschließend vergaben beide Teams drei weitere Versuche, ehe Dusan Frosch für den TEV traf und Florian Höfler vergab. So blieb der Zusatzpunkt in Miesbach. Unzufrieden war man im Peißenberger Lager in Anbetracht einer starken Leistung dennoch nicht: „Vorher hätte ich einen Punkt unterschrieben.“, so Höfler.

TEV Miesbach - TSV Peißenberg n.P. 3:2 (0:1, 0:1, 2:0, 0:0, 1:0)

1. Drittel: 0:1 (17:14) Hörndl (Novacek). 2. Drittel: 0:2 (23:50) Höfler (Novacek), 1:2 (58:25) Frank (Deml, Frosch), 2:2 (59:46) Mangold (Deml, Frosch). Penaltyschießen: 3:2 Frosch. Strafminuten: Miesbach 6, Peißenberg 10 plus 5 + 20 für Martin Andrä (Spieldauer-Disziplinarstrafe). Zuschauer: 312

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