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Manfred Eichberger (auf dieser Archivaaufnahme links) traf gegen Königsbrunn zum 1:0. Dies sollte aber der einzie Treffer der „Eishackler“ gegen Königsbrunn bleiben.

Eishockey: Bayernliga

Strafzeiten werden Peißenberg zum Verhängnis

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Stark begonnen und dann stark nachgelassen: Das Heimspiel der „Eishackler“ gegen den EHC Königsbrunn am Freitagabend stand unter keinem guten Stern. Zum Verhängnis wurden den Peißenbergern ihre zahlreichen Strafzeiten.

Peißenberg – Der Start in die Rückrunde der Bayernliga ist dem Team von Trainer Sepp Staltmayr gründlich misslungen. Am Ende musste es sich den Königsbrunnern auch in dieser Höhe verdient mit 1:4 (1:0, 0:2, 0:2) geschlagen geben. „Wir haben alles gegeben“, sagte Staltmayr bei der Pressekonferenz. Zu denken gaben ihm aber die zahlreichen Strafzeiten für sein Team. Die ersten drei Treffer der Königsbrunner fielen, als die Peißenberger in Unterzahl waren. Zum Ende des zweiten und am Anfang des dritten Drittels schickte der Schiedsrichter die Spieler der „Eishackler“ gleich reihenweise auf die Strafbank. Ob gerechtfertigt oder nicht, war für TSV-Coach Staltmayr nicht entscheidend. „Der Schiedsrichter hat die Strafen ausgesprochen, das müssen wir akzeptieren.“ Teilweise sei seine Mannschaft auch selbst schuld gewesen, da sie sich einige Strafen wegen Meckerns und Reklamierens einhandelte. Die Strafzeiten seien jedenfalls zu einem Teil schuld daran gewesen, dass „wir im zweiten Drittel den Faden verloren haben“, so Staltmayr.

Dabei legten die „Eishackler“ einen vielversprechenden Start hin. Sie begannen engagiert und kontrollierten von Beginn an das Geschehen. Selbst als Florian Höfler für zwei plus zwei Minuten auf die Strafbank musste, gerieten die Peißenberger nicht in Verlegenheit. Im Gegenteil: In Unterzahl starteten sie nach einem Scheibengewinn einen Konter. Daniel Clairmont eilte unbedrängt auf das Königsbrunner Gehäuse zu, doch konnte er den gut aufgelegten Torhüter Donatas Zukovas nicht überwinden (10.). Als die „Eishackler“ wenig später einen Spieler mehr auf dem Eis hatten, gelang Manfred Eichberger mit einem satten Schlagschuss das verdiente 1:0 (14.).

Das zweite Drittel hatte kaum begonnen, da war die Peißenberger Führung schon wieder dahin. Während eines Königsbrunner Powerplays konnte TSV-Keeper Jakob Goll den Schuss von Dominic Auger noch abwehren, den Abpraller staubte Patrick Zimmermann aus kurzer Distanz aber zum 1:1 ab (23.). Danach übernahmen die Gastgeber wieder das Kommando. Trotz mehrerer Chancen wollte ihnen ein weiterer Treffer aber nicht gelingen. Etwa aber der 34. Minute wendete sich das Blatt. Königsbrunn bekam Oberwasser, doch zunächst konnte Goalie Goll Schlimmeres verhindern. Und dann setzte bei den Peißenbergern die Strafzeitenflut ein. Als sie dann in Unterzahl auch noch das 1:2 kassierten (39.), war die Stimmung auf dem Eis und auf den Rängen aufgeheizt.

Der Schiedsrichter wurde für den Peißenberger Anhang noch mehr zum Buhmann, als er Anfang des Schlussdrittels gleich drei TSV-Spieler auf einmal auf die Strafbank schickte. Die Königsbrunner hatten jetzt zwei Akteure mehr auf dem Eis. Diesen Vorteil nutzten sie schon nach wenigen Sekunden zum 3:1 (45.). Bei Maximilian Brauer entlud sich der ganze Frust wenige Minuten später, als er Dominic Auger bei vollem Tempo in die Bande rammte. Der Königsbrunner musste minutenlang auf dem Eis behandelt werden, ehe er mit Verdacht auf eine Rückenverletzung in die Unfallklinik Murnau gebracht wurde. Diese Aktion wurde vom Schiedsrichter übrigens nicht geahndet.

Trotz aller Bemühungen der Peißenberger war aber erkennbar, dass sie dem Spiel keine Wende mehr würden geben können. Bei einer Auszeit kurz vor Schluss entschloss sich Staltmayr, den Torhüter zu Gunsten eines weiteren Feldspielers vom Feld zu nehmen. Der Schuss ging nach hinten los. Bei einem Angriff verloren die Peißenberger die Scheibe, Zimmermann schnappte sie sich und schob sie ins leere TSV-Gehäuse (58.). Damit stand es 1:4, es war der Schlusspunkt eines missratenen Abends.

TSV Peißenberg - EHC Königsbrunn 1:4 (1:0, 0:2, 0:2)

1. Drittel: 1:0 (13:46) Eichberger (Fl. Barth/Clairmont/5-4). 2. Drittel: 1:1 (22:21) Zimmermann (Wittmann/Auger/5-4), 1:2 (38:56) Carciola (Fettinger/5-4). 3. Drittel: 1:3 (44:03) Auger (Carciola/Fettinger/5-3), 1:4 (57:15) Zimmermann (Trupp/empty-net-goal).

Strafminuten: Peißenberg 20 plus 10 für Ebentheuer (Disziplinarstrafe), Königsbrunn 12.

Zuschauer: 574

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