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Nicht das beste Spiel für einen Torhüter: Viele Schüsse kamen nicht auf das Tor vor Korbinian Sertl, der Großteil führte aber zu einem Torerfolg für die Passauer.

Eishockey:Bayernliga

„Eishackler“  in Passau ein ebenbürtiger Gegner - doch das reicht nicht

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Im ersten Auswärtsspiel der Eishockey-Bayernliga bei den Passau Black Hawks präsentierte sich der TSV Peißenberg als Gegner auf Augenhöhe. An der Chancenverwertung müssen die „Eishackler“ aber noch arbeiten. 

Peißenberg Spielern wie Verantwortlichen der „Eishackler“ war von vornherein klar, dass sie beim Gastspiel in der Eis-Arena an der Messestraße eine sehr schwere Aufgabe vor sich haben würden. Schließlich zählen die dort beheimateten Black Hawks nicht nur für die Peißenberger zu einem heißen Anwärter auf den Titelgewinn in der Bayernliga. Erschwert wurde das Vorhaben der Gäste aus dem Voralpenland durch die Ausfälle von Markus Andrä und Shamir Baloch. Das 1:5 (0:3, 1:1, 0:1) kam daher für das junge TSV-Team nicht wirklich überraschend. Für Peißenbergs Pressesprecher Andreas Schugg fiel die Niederlage jedoch um „zwei, drei Tore zu hoch“ aus. Auch für Peißenbergs Coach war das Ergebnis unterm Strich „ein bisserl zu deutlich“, wie er bei der anschließenden Pressekonferenz sagte.

Eishockey: TSV Peißenberg wird im ersten Drittel kalt erwischt

Im ersten Drittel kamen die „Eishackler“ laut Schugg „deutlich besser aufs Eis als die Gastgeber“. Trotz zahlreicher Chancen wollte dem TSV aber kein Treffer gelingen. Ganz anders die Niederbayern, die nämlich erwiesen sich bei der Verwertung ihrer Möglichkeiten als Meister der Effektivität. Es dauerte keine fünf Minuten, da hatten Wayne Grapentine (6.), Dominik Schindlbeck (10.) und Jan Sybek (11.) einen 3:0-Vorsprung für ihr Team herausgeschossen. „Die ersten zwei Schüsse von euch waren gleich Tore“, konstatierte Rainer Höfler an seinen Passauer Trainerkollegen Heinz Feilmeier gewandt. Da war es irgendwie nur ein schwacher Trost, dass die Peißenberger weiterhin das Spiel machten.

Eishockey: Strafe für Florian Höfler erzürnt „Eishackler“

Auch im zweiten Abschnitt waren die „Eishackler“ ein durchaus ebenbürtiger Gegner. Einen Nutzen daraus ziehen konnten sie allerdings weiterhin nicht – im Gegenteil: Nach einem weiteren Treffer der Passauer in überzahl durch Ales Kreuzer (26.) war der Rückstand auf 0:4 angewachsen. Danach flogen die Fäuste: Während eines Gerangels zwischen zwei Spielern verlor Passaus Patrick Geiger laut TSV-Sprecher Schugg die Beherrschung. Er habe schon beim Hinlaufen auf die beiden sich beharkenden Spieler seine Handschuhe und Schläger aufs Eis geworfen und dann auf Lukas Novacek eingeprügelt. Als Florian Höfler seinem Teamkameraden zu Hilfe kam, prügelte der Passauer laut Schuggs Schilderung auch noch auf Höfler ein. Daraus entwickelte sich ein veritabler Faustkampf. Die Folge: Beide Spieler erhielten eine Spieldauer-Disziplinarstrafe. Während die Peißenberger die Strafe für den Passauer als gerechtfertigt erachteten, sei sie für Höfler hingegen „völlig aus der Luft gegriffen“ gewesen. Danach wurde wieder Eishockey gespielt, und die „Eishackler“ erlebten den einzigen Lichtblick: In Überzahl traf Brandon Morley zum 1:4 (35.).

Eishockey: Peißenberg auch im Schlussdrittel ineffektiv

Der letzte Abschnitt war für die Black Hawks nur noch ein Schaulaufen, da die Peißenberger zwar weiter engagiert, aber ohne zählbaren Erfolg zu Werke gingen. „Wir haben noch nicht den Killer-Instinkt vor dem gegnerischen Tor“, bedauerte Schugg. Der fünfte Treffer der Niederbayern (46.) war nur noch Nebensache.

EHF Passau - TSV Peißenberg 5:1 (3:0, 1:1, 1:0)

1. Drittel: 1:0 (5:59) Grapentine (Fischer/Deuschl), 2:0 (9:58) Schindlbeck (Sulcik/Wiederer/4-4), 3:0 (10:40) Sybek (Kreuzer/Geiger/5-4). 2. Drittel: 4:0 (25:42) Kreuzer (Sybek/Wiederer/4-5),. 4:1 (34:59) Morley (Malzatzki/Singer/4-3). 3. Drittel:, 5:1 (45:34) Sulcik (Schindlbeck/Radlsbeck). Strafminuten: Passau 23 plus 20 für Geiger (Spieldauer-Disziplinarstrafe), Peißenberg 19 plus 20 für Höfler (Spieldauer-Disziplinarstrafe). Zuschauer: 842.

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