Spieler der Peißenberger „Eishackler“ (schwarze Trikots, Valentin Hörndl und Sinan Ondörtoglu) im Bayernliga-Spiel gegen Amberg.
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Bald ist Pause: Auch die Peißenberger „Eishackler“ (schwarze Trikots, im Vordergrund Valentin Hörndl, li., und Sinan Ondörtoglu) dürfen ab kommendem Montag für mehrere Wochen nicht mehr aufs Eis.

EISHOCKEY: Bayernliga

Das sagen „Eishackler“ und „Mammuts“ zum Lockdown

  • vonRoland Halmel
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Der Lockdown ab Montag gilt auch für die Eishockeyspieler in der Bayernliga: Randy Neal, Coach der „Eishackler“, zeigt sich vom Umfang der Maßnahmen überrascht. Die EA Schongau sieht nun auch den BEV in der Pflicht.

  • Der Lockdown ab 2. November betrifft auch die Eishockeyspieler in der Bayernliga.
  • Der TSV Peißenberg und die EA Schongau zeigt sich vom Umfang der Maßnahme überrascht.
  • Die beiden Partien der „Eishackler“ gegen Ulm und erding wurden abgesagt.

Peißenberg/Schongau – Mit weitreichenden Entscheidungen aus Berlin hatten die beiden Eishockey-Bayernligisten im Landkreis gerechnet. Die Deutlichkeit, den kompletten Amateursport in allen Altersklassen für vier Wochen einzustellen, sorgte aber sowohl bei den „Eishacklern“ (TSV Peißenberg) als auch bei den „Mammuts“ (EA Schongau) für Verwunderung. „Ich hätte ja gehofft, dass wir weiterspielen dürfen, aber halt ohne Zuschauer“, erklärt „Eishackler“-Trainer Randy Neal. EAS-Teammanager Martin Resch sagt: „Über die Sinnhaftigkeit aller Maßnahmen lässt sich sicher streiten. Wir nehmen das so hin, wobei wir die Hoffnung hatten, dass wenigstens der Trainingsbetrieb im Nachwuchs weiterläuft.“

„Eishackler“: Trainer Neal hatte Hoffnung, weiterspielen zu dürfen

Das „Hygienekonzept hat funktioniert. In den acht Wochen, seit dem wir Eis haben, hatten wir keinen einzigen Fall“, berichtet Resch. Bei den Peißenbergern gab es hingegen Corona-Fälle. „Die haben sich alle im privaten Bereich angesteckt. Beim Sport war gar nichts“, sagt Neal, der von seinen Spielern in der vierwöchigen Pause erwartet, dass sie sich individuell fit halten. Die gleiche Vorgabe haben auch die Schongauer an ihr Team gerichtet.

Finanziell ist der Lockdown zumindest für die erste Garnitur der „Mammuts“ keine zusätzliche Belastung. „Wir haben keine bezahlten Spieler. Alle gehen ganz normal ihrer Arbeit nach“, sagt Resch. Problematischer sieht er die beiden Spiele an diesem Wochenende, bei denen nur Kosten anfallen, aber durch die fehlenden Zuschauereinnahmen – erlaubt sind nur 50 Fans – kaum etwas in die Kasse kommt. „Unterm Strich kostet uns das Wochenende wohl so um die 1500 Euro.“ Resch hätte nichts dagegen, wenn von Seiten des Verbands die beiden Spieltage abgesagt werden. „Wir sind aber bereit zu spielen“, stellt er klar.

Beide Klubs richten Kritik in Richtung des Bayerischen Eissport-Verbands. „Ich erwarte, dass sich der Verband meldet und sagt, wie es weitergeht“, fordert Resch. „Da kommt zu wenig“, moniert Neal. Den Klubs ist auch daran gelegen, baldmöglichst zu erfahren, wie es nach dem Ende des Lockdowns (wann immer das ist) weitergeht. „Mit dem geplanten Modus geht das jedenfalls nicht“, gibt Resch zu bedenken, wobei ihm Neal beipflichtet: „Vielleicht muss man die Liga teilen, denn wie sollen wir die rund 20 ausstehenden Spiele reinbekommen?“

Fraglich ist noch, wie es in Schongau mit dem Eisstadion läuft. „Wir versuchen, das Eis zu halten“, sagt Resch, wobei die Entscheidung, ob die Eismaschine abgeschaltet wird, noch nicht gefallen ist. Klarheit dagegen in Peißenberg: „Wir schalten am Sonntag ab, und wenn es Lockerungen gibt, werden wir sie wieder anwerfen“, so TSV-Präsident Stefan Rießenberger.

„Eishackler“: Spiele gegen Ulm und Erding abgesagt

Eigentlich hätten die Peißenberger „Eishackler“ vor dem Lockdown noch zwei Spiele absolvieren sollen: am heutigen Freitag das Heimspiel gegen den VfE Ulm/Neu-Ulm, am Sonntag die Partie beim TSV Erding. Beide Duelle sind nun aber abgesagt, teilten die Peißenberger am Donnerstagabend mit. Das Statement der „Eishackler“: Liebe Fans und Zuschauer, heute wurde entschieden, dass das Spiel morgen gegen Ulm und das Spiel in Erding entfällt. Aufgrund der momentanen Situation ist es für die Mannschaften, wie auch dem ganzen Staff um die Teams die beste Lösung die Liga zu unterbrechen. Diese Entscheidung nahm den Vereinen jetzt die Regierung ab.“

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