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Wiedersehen macht Freude: In der kommenden Saison werden der TSV Peißenberg (in weißen Trikots, hier Markus Andrä) und der ESV Buchloe wieder aufeinandertreffen. Letztmals standen sich beide Teams in der Saison 2017/18 gegenüber.

Eishockey

Entscheidung des Verbands: Bayernliga wird zur kommenden Saison aufgestockt

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Der Bayerische Eissportverband hat schnell reagiert: Kommende Saison spielen in der Bayernliga mindestens 16 Mannschaften. Der TSV Peißenberg und die EA Schongau sind mit dieser Lösung zufrieden.

Landkreis – Die sportlichen Entscheidungen im Eishockey fielen 2019/20 dem Coronavirus zum Opfer. In allen Ligen von der DEL bis hinunter in die Bezirksliga war die Saison vorzeitig beendet. In der Zwischenzeit hat aber der Bayerische Eissport-Verband (BEV) einige wichtige Entscheidungen am grünen Tisch getroffen. Dem ESV Buchloe wurde als Tabellenerster der Aufstiegsrunde der Meistertitel in der Landesliga Bayern zugesprochen. Außerdem teilte der BEV mit, dass die vier Teilnehmer am Landesliga-Halbfinale Startrecht für die Bayernliga 2020/2021 erhalten werden – sofern sie die Kriterien des 5-Stufenprogramms, was die Nachwuchsförderung angeht, erfüllen. Damit dürfen neben Buchloe auch der ESC Kempten, die Devils Ulm/Neu-Ulm und der ERSC Amberg in die Bayernliga aufsteigen.

Eishockey: Für die Verantwortlichen des TSV Peißenberg und der EA Schongau eine gute Lösung

Die Verantwortlichen der Eishockey-Vereine aus der Region können mit dieser Lösung gut leben. „Das ist eine saubere und gerechte Lösung, jedes der vier Teams hat es verdient und ist eine Bereicherung für die Liga“, so „Eishackler“-Chef Norbert Ortner, der mit dieser Lösung sehr gut leben kann. Auch Martin Resch, Teammanager bei der EA Schongau, äußert sich positiv: „Als Verein begrüßen wir diese Entscheidung“.

Eishockey. Kommende Saison spielen in der Bayernliga vermutlich 16 Mannschaften

Somit zeichnet sich ab, dass die Bayernliga größer wird. Vorbehaltlich eines Aufsteigers in die Oberliga – heiße Kandidaten hierfür sind der TEV Miesbach und die Black Hawks Passau – wären es dann nicht mehr 14, sondern 16 Mannschaften. Nicht eingerechnet ist in diesen Rechenspielen der ERC Sonthofen, der in der Verzahnungsrunde Oberliga/Bayernliga zwar Platz eins belegte, dessen Schicksal angesichts des laufenden Insolvenzverfahrens jedoch noch völlig offen ist. „Da gibt es noch einige Fragezeichen“, so Resch, der auf die Verantwortlichen beim Verband und bei den Vereinen noch viel Arbeit zukommen sieht. „Ich bin auf alle Fälle ein Fan von 16 Teams in der Liga“, ergänzt Ortner. Auch Resch freut sich auf den Zuwachs durch die Traditionsvereine: „Sie machen die Bayernliga stärker.“

Eishockey: Auch der SC Forst ist über die Entscheidung des Verbands nicht unglücklich

Sowohl Ortner als auch Resch haben dabei auch die räumliche Nähe ihrer Klubs zu den Mannschaften aus Kempten, Ulm und Buchloe im Auge, was sie zu attraktiven Gegnern macht. Offen ist noch, welcher Modus gespielt wird. „Da gibt es mehrere Möglichkeiten“, so Ortner, der diesbezüglich aber keinen Grund zur Eile sieht. Durch den Verlust der vier Teams wird indessen die Landesliga schwächer. „Es bringt aber auch Normalität“, bemerkt Resch. Er sieht die große Chance, das zuletzt heftige Wettrüsten in der zweittiefsten Spielklasse, das viele kleinere Vereine, etwa der SC Forst, nicht mitmachen konnten, zu beenden. „Deshalb sind wir auch nicht unglücklich, dass diese Mannschaften nicht mehr dabei sind“, zeigte sich Forsts Eishockeychef Lorenz Barfüßer durchaus erleichtert.

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