+
Ein halbes Dutzend Spieler im Kampf um die die Scheibe: Sowohl Peißenberger (in dunklen Trikots) als auch Pfaffenhofener versuchen, den Puck in ihren Besitz zu bringen. Letztlich schnappt sich ECP-Torhüter Philipp die Scheibe.

Eishockey: Bayernliga, Zwischenrunde Abstieg

Peißenbergs Trainer trotz Siegs im Spitzenspiel verärgert

  • schließen

Spitzenspiele halten oftmals nicht das, was sie versprechen. Dies war auch im Heimspiel der „Eishackler“ gegen den EC Pfaffenhofen so.

Peißenberg – Auf dem Papier war es das Spitzenspiel der Abstiegs-Zwischenrunde der Bayernliga. Auf dem Eis war beim Duell der Peißenberger „Eishackler“ gegen den EC Pfaffenhofen davon aber nur wenig zu merken. „Viel Positives außer den drei Punkte habe ich nicht gesehen“, urteilte Peißenbergs Trainer Rainer Höfler nach dem mühevollen 5:3 (1:2, 2:0, 2:1)-Sieg gegen die Mannschaft, die mit lediglich einer einzigen torgefährlichen Sturmreihe bislang drei Siege in dieser Runde einfuhr und als Tabellenführer im Peißenberger Eisstadion auflief. „Wir wussten das und haben das auch vorher angesprochen und trainiert, nur leider hat sich keiner daran gehalten“, ärgerte sich Höfler über die taktischen Disziplinlosigkeiten seiner Truppe, wodurch vor allem Pfaffenhofens Topscorer Nick Endress immer wieder zu Chancen kam. „Gefühlt hat er 20-mal aufs Tor geschossen“, so Höfler nach den beiden Toren des Pfaffenhofener Alleinunterhalters.

Eishockey: Nachlässige „Eishackler“ werden von Pfaffenhofen früh bestraft 

Beim ersten Gästetreffer nach gerade einmal 111 Sekunden leistete Endress zudem noch die Vorarbeit. In eigener Überzahl agierten die Peißenberger zu nachlässig, John Lawrence setzte erfolgreich nach und traf zum 1:0 für die Gäste. Die Antwort der „Eishackler“ ließ aber nicht lange auf sich warten. Die dritte Reihe, die in der Folge jedoch kaum in Erscheinung trat, zeichnete für den Ausgleich verantwortlich. Matthias Müller stocherte die Scheibe nach einem Abpraller zum 1:1 ins Gehäuse (4.). Dieser Treffer gab den Hausherren mehr Sicherheit. Ihre leichte Dominanz brachte aber nichts Zählbares ein. Stattdessen durfte Endress ungestört durch das komplette Drittel der Peißenberger fahren, um dann mit einem abgefälschten Schuss den erneuten Führungtreffer für die Pfaffenhofener zu erzielen (14.). Im Anschluss präsentierten die „Eishackler“ bei drei Überzahlspielen in Folge ein erschreckend schwaches Powerplay. Unmittelbar vor der ersten Pause hatten sie sogar noch Glück, durch Endress nicht auch noch den dritten Treffer zu kassieren.

Eishockey: Peißenberg ist engagiert, doch es fehlt das Durchsetzungsvermögen

Im zweiten Durchgang gingen die Peißenberger engagierter zu Werke. Die Pfaffenhofener verteidigten ihre Führung danach geschickt. Ihnen kam aber auch entgegen, dass es den Hausherren am nötigen Durchsetzungsvermögen fehlte. Die Peißenberger konnten von Glück reden, dass auch ihrem Gegner im Überzahlspiel herzlich wenig einfiel. Selbst mit zwei Mann mehr auf dem Eis brachten sie nicht wirklich gefährliche Aktionen zustande. Kaum wieder komplett, durften die Peißenberger jubeln: Lukas Novacek gelang aus spitzem Winkel das 2:2 (36.). Und es kam noch besser für den TSV: Dominik Ebentheuers Schuss von der blauen Linie während eines Überzahlspiels fand den Weg zum 3:2 ins Tor (38.). Dann handelte sich Peißenberg eine kuriose Strafzeit ein, als Manuel Singer seinem Goalie Korbinian Sertl den Torhüterschläger zurückbrachte. Singer musste daraufhin wegen falscher Ausrüstung für zwei Minuten auf die Bank. Mit einem Mann mehr auf dem Eis vergab Pfaffenhofens Endress den Ausgleich (40.).

Eishockey: Novcek sorgt mit seinem Tor erst spät für die Entscheidung zu Gunsten der „Eishackler“ 

Im Schlussdurchgang wogte die Partie zunächst hin und her. Chancen auf beiden Seiten entsprangen vorwiegend krassen Fehlern auf der Gegenseite. Ein verdeckter Schuss von Florian Höfler, der zum 4:2 einschlug, sorgte dann für etwas Beruhigung beim „Eishackler“-Anhang (46.). Damit war es aber vorbei, als Endress etwa drei Minuten vor dem Ende während eines Unterzahlspiels seiner Mannschaft das dritte Gästetor erzielte (58.). Die Zitterpartie für die Hausherren endete aber nur 17 Sekunden später, als der ECP wieder vollzählig war. Novacek sorgte auf Zuspiel von Höfler mit seinem zweiten Tor für die Entscheidung (59.).

TSV Peißenberg -EC Pfaffenhofen 5:3 (1:2, 2:0, 2:1)

1. Drittel: 0:1 (1:51) Lawrence (Endress, Lohrer/4-5), 1:1 (3:31) Müller (Brauer, Birkner), 1:2 (13:34) Endress (Fardoe). 2. Drittel: 2:2 (35:56) Novacek (Höfler, Zink), 3:2 (37:09) Ebentheuer (Estermaier, Morley/5-4). 3. Drittel: 4:2 (45:28) Höfler (Malzatzki, Novacek), 4:3 (57:08) Endress (Fardoe/4-5), 5:3 (58:25) Novacek (Höfler, Hörndl). Strafminuten: Peißenberg 12, Pfaffenhofen 16. Zuschauer: 488.

Auch das ist interessant: Die „Eishackler“ freuen sich über einen neuen Verteidiger - Martin Lidl wechselt vom TEV Miesbach nach Peißenberg

Auch das ist interessant: Meistertitel für den Peißenberger Eishockey-Nachwuchs - Die Kleinschüler des TSV sind das beste bayerische Landesliga-Team

Auch das ist interessant: Trotz Play-off-Aus „eine gigantische Saison“ - „Eishackler“ scheitern an Höchstadt, doch Vorstand Norbert Ortner ist zufrieden

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

„Eishackler“ hoffen weiter auf die Pre-Play-offs
Die Hoffnung auf die Pre-Play-offs lebt weiter bei den „Eishacklern“. In Dorfen holte das Team drei Punkte, zudem leistete Nachbar Schongau Schützenhilfe. 
„Eishackler“ hoffen weiter auf die Pre-Play-offs
Kampf um Pre-Play-offs: „Eishackler“ brauchen Schützenhilfe
Die Peißenberger „Eishackler“ möchten noch weiterspielen: Um in die Pre-Play-offs der Bayernliga einzuziehen, benötigen sie jedoch Schützenhilfe - unter anderem aus …
Kampf um Pre-Play-offs: „Eishackler“ brauchen Schützenhilfe
„Eishackler“: Der spannende Kampf um einen Pre-Playoff-Platz
Das war spannend: Durch ein Tor 62 Sekunden vor Schluss schaffte es der TSV Peißenberg gegen Schweinfurt in die Verlängerung. Am Ende gelang ein Sieg. In …
„Eishackler“: Der spannende Kampf um einen Pre-Playoff-Platz

Kommentare