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Gleich ist der Puck im Tor:  62 Sekunden vor Schluss gelang Peißenbergs Maximilian Malzatzki (schwarzes Trikot) der 2:2-Ausgleich, damit ging es in die Verlängerung. Am Ende siegten die „Eishackler“ im Penaltyschießen.

Eishockey: Bayernliga

„Eishackler“: Der spannende Kampf um einen Pre-Playoff-Platz

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Das war spannend: Durch ein Tor 62 Sekunden vor Schluss schaffte es der TSV Peißenberg gegen Schweinfurt in die Verlängerung. Am Ende gelang ein Sieg. In Sachen „Pre-Play-offs“ wird es nun aber eng.

Peißenberg – Der Ertrag, den die Peißenberger „Eishackler“ aus „Zusatzschichten“ (Verlängerung oder Penaltyschießen) zogen, war bislang in dieser Saison sehr überschaubar. Gegen den ERV Schweinfurt gelang nun ein Sieg im 3:2-Penaltyschießen. Davor hatten die „Eishackler“ sieben Mal in Overtime oder im Penaltyschießen verloren.

Dass die Peißenberger gegen Schweinfurt überhaupt die Möglichkeit zum Sieg hatten, war einem Powerplaytreffer kurz vor Schluss geschuldet. „Es geht aufwärts in Überzahl“, sagte Trainer Simon Mooslechner sarkastisch, nachdem sein Team mit drei Mann mehr den Ausgleich erzwungen hatte. Immerhin: Durch die beiden Punkte haben die Peißenberger den Klassenerhalt rechnerisch gesichert, obendrein bleiben sie im Rennen um die Pre-Playoffs.

„Die Mannschaft hat bis zur letzten Minute gekämpft und nie aufgegeben“, lobte Mooslechner die Moral seiner Truppe. Lange Zeit liefen die Peißenberger gegen Schweinfurt einem Zwei-Tore-Rückstand hinterher, weil einmal mehr die Chancenverwertung extrem schwach war. „Das war zum Verzweifeln“, sagte Mooslechner, nachdem seine Spieler immer wieder freistehend am starken Gästegoalie Philipp Schnierstein gescheitert waren.

TSV Peißenberg: 0:2-Rückstand nach dem ersten Drittel

Gegen die früh störenden „Mighty Dogs“ kamen die Peißenberger nur schwer ins Spiel. Vor 390 Zuschauern agierten die Hausherren zu verkrampft und im Passspiel zu ungenau. Besser machten es die Schweinfurter, die durch Eriks Ozollapa (4.) früh das 1:0 markierten. Die Körpersprache der „Eishackler“ nach dem Gegentor ließ nichts Gutes erhoffen. Erst nach einer Chance von Lukas Novacek (11.) wurde es langsam besser. In der letzten Minute vor der Drittelsirene drängten die Gastgeber auf den Ausgleich. Martin Andrä (19.) scheiterte jedoch an Schnierstein. Mit der Pausensirene traf dagegen erneut Ozollapa (20.) zum 2:0.

Aus der Kabine kehrten die Peißenberger dann aber mit mehr Schwung zurück. Nach einigen vergeblichen Bemühungen, auch in Überzahl, war es Martin Andrä (27.), der mit einem satten Distanzschuss das hoch verdiente Anschlusstor erzielte. Im Anschluss kam auch lautstarke Unterstützung von der davor sehr ruhigen Tribüne. Das schien die „Eishackler“ zu beflügeln. Sie drängten auf den Ausgleich, der aber nicht fallen wollte – Novacek und Andrä (37.) vergaben selbst beste Chancen. Zwischendurch hatten die Gäste immer wieder Chancen, bei denen Peißenbergs Torwart Korbinian Sertl stets auf dem Posten war.

TSV Peißenberg: Torwart Sertl wieder auf dem Posten

Im letzten Drittel ging das Anrennen der Peißenberger weiter. Mehrere Powerplays verstrichen ohne Resultat. Als sich die Schweinfurter in der Schlussphase zwei Strafzeiten einhandelten, nahm Mooslechner auch noch seinen Torhüter vom Eis. Mit drei Mann mehr brachte Maximilian Malzatzki die Scheibe bei einem Gewühl schließlich zum 2:2 (59.) ins Tor.

In der anschließenden Verlängerung fiel trotz Chancen auf beiden Seiten kein weiterer Treffer. Den Zusatzpunkt machten die Eishackler dann im Penaltyschießen perfekt: Martin Andrä und Brandon Morley trafen, Sertl wehrte zwei von drei Versuchen ab.

Statistik: 1. Drittel: 0:1 (3:22) Ozollapa (Kouba, Knaup), 0:2 (19:59) Ozollapa (Kouba, Murray). 2. Drittel: 1:2 (26:08) Martin Andrä (Morley). 3. Drittel: 2:2 (58:58) Malzatzki (Novacek, Hörndl/5-3). Verlängerung: keine Tore. Penaltyschießen: 3:2 Morley. Strafminuten: Peißenberg 6, Schweinfurt 16. Schiedsrichter: Poschenrieder; Antretter-Oswald, Ott. Zuschauer: 390.

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