Weiter in schwarz, aber nicht mehr im Peißenberger Trikot: Florian Höfler zieht es nach drei Jahren im Team der „Eishackler“ nach Füssen.
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Weiter in schwarz, aber nicht mehr im Peißenberger Trikot: Florian Höfler zieht es nach drei Jahren im Team der „Eishackler“ nach Füssen.

Eishockey: Ehemaliger Peißenberger Stürmer hat einen neuen Verein

Was Florian Höfler im Regen auf einem Parkplatz zu suchen hatte

  • vonRoland Halmel
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Es regnete, als sich Florian Höfler auf einem Parkplatz bei Steingaden aufhielt. Dort traf sich der Stürmer der „Eishackler“ mit einem Vertreter seines künftigen Vereins.

Peißenberg – Jetzt wird es doch nichts mit dem „Höfler-Doppel“ bei der EA Schongau: Vater Rainer, der die „Mammuts“ in der kommenden Saison trainieren wird, muss auf seinen Sohn Florian verzichten. Der 24-Jährige, der drei Spielzeiten für die Peißenberger „Eishackler“ stürmte, wechselt von der Ammer zwar an den Lech, aber nicht nach Schongau, sondern zum EV Füssen.

Beim Altmeister aus dem Allgäu ersetzt Höfler einen anderen ehemaligen „Eishackler“, nachdem Manfred Eichberger nach der vergangenen Saison seine Karriere beendet hat. „Ich denke, ich habe es in der Bayernliga ganz gut gemacht. Jetzt mache ich den nächsten Schritt. Mit 30 brauche ich es auch nicht mehr in der Oberliga probieren“, berichtete der Stürmer, der in den vergangenen Jahren zu den beständigsten und treffsichersten deutschen Angreifern in der Bayernliga gehörte. Für die „Eishackler“ erzielte er in drei Spielzeiten in 117 Partien 57 Tore und leistete 96 Vorlagen. „Füssen hat schon im Vorjahr angefragt, und jetzt hatte ich einfach Bock drauf“, so der Industriemechaniker, der aktuell die Meisterschule in Kempten besucht und voraussichtlich im August seine Prüfung ablegt. „Der Abschluss war eigentlich schon für Mai geplant, das hat sich aber coronabedingt verschoben“, so Höfler.

Eishockey: Einstündiges Gespräch auf dem Parkplatz zwischen Höfler und einem Vertreter des EV Füssen

Auch die Verhandlungen mit den Allgäuern erwiesen sich aufgrund der lange Zeit geltenden Ausgangsbeschränkungen als nicht gerade einfach. Als wieder Personen aus zwei Haushalten zusammenkommen durften, traf er sich mit EVF-Manager Thomas Zellhuber auf halbem Weg nach Füssen auf dem Parkplatz der „Kas-Alm“ in Steingaden. „Bei Regen haben wir uns da auf Abstand eine Stunde unterhalten“, verriet Höfler über dieses ungewöhnliche Gespräch.

Im Anschluss holte er sich telefonisch Informationen von seinen ehemaligen Teamkollegen Marius Klein, den er aus der gemeinsamen Zeit bei der EA Schongau kennt, und dem früheren „Eishackler“ Dejan Vogl, die inzwischen beide für die Füssener spielen. „Ich habe von Füssen nur Gutes gehört. Alle meinten, ich soll es probieren“, so der Stürmer, der beim EC Peiting bereits Oberliga-Luft geschnuppert hatte, ehe er zur EAS und danach nach Peißenberg wechselte. Ein Telefonat mit EVF-Coach Andreas Becherer bestärkte ihn schließlich, den Allgäuern die Zusage zu geben. „Das hat sich gut angehört“, erzählte Florian Höfler.

Eishockey: Trainer des EV Füssen ist von Höfler sehr angetan

Sein neuer Coach ist sehr angetan von seinem Neuzugang. „Ich sehe bei Florian, dass er für die Oberliga brennt und es absolut drauf hat, mit entsprechender Arbeit den gleichen Weg zu gehen wie andere Stürmer, die wir aus der Bayernliga geholt haben. Er hat sich in seinem Alter bereits als zuverlässiger Scorer gezeigt. Ich denke, dass er sehr gut in unsere Truppe passen wird“, so Becherer. Außerdem werde er die körperliche Präsenz in seinem Angriff erhöhen, ist der EVF Coach überzeugt.

Florian Höfler hat sich in den vergangenen Wochen vor allem mit Laufen fit gehalten. Vor einigen Tagen starteten die Füssener mit der gemeinsamen Vorbereitung. „Darauf und dann auch später wieder aufs Eis zu gehen, freue ich mich schon“, so der 24-Jährige. Er ist überzeugt davon, mit seinem Wechsel nach Füssen die richtige Entscheidung getroffen zu haben.

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