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Topscorer: Der Tscheche Lukas Novacek hat schon 15 Punkte (8 Tore) geholt.
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Eine Klasse für sich: Lukas Novacek (links) erzielte gegen Königsbrunn vier Treffer.

Eishockey: Bayernliga

Die besondere Show des Lukas Novacek in Königsbrunn

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Die „Eishackler“ des TSV Peißenberg sind in die Top Drei der Bayernliga aufgerückt. Möglich machte das der Erfolg in Königsbrunn, bei dem ein Spieler besonders herausragte.

Peißenberg – Wenn die „Eishackler“ des TSV Peißenberg beim EHC Königsbrunn antreten, dann bekommen die Zuschauer Tore satt zu sehen. In der vergangenen Bayernliga-Saison gewann das Team aus der Marktgemeinde mit 10:7. Diesmal behielt die Truppe von Trainer Rainer Höfler mit 7:4 (3:1, 3:1, 1:2) die Oberhand. Mann des Abends war ganz klar Lukas Novacek. Der Peißenberger Spieler mit der Rückennummer 69 glänzte mit vier Toren und zwei Assists. Selbst der Gegner zollten dem tschechischen TSV-Spieler Respekt: „Lukas Novacek schlägt den EHC Königsbrunn“, ist auf der Homepage der „Pinguine“ zu lesen.

TSV Peißenberg: Auch der Gegner zollt Novacek Respekt 

Zu Beginn agierten beide Teams auf Augenhöhe, doch dann nutzte Novacek einen Alleingang zum 1:0 (6.). Überraschend kam Königsbrunn zum Ausgleich: Maximilian Brauer war, beim Versuch den Puck abzuwehren, die Scheibe versprungen. Jannik Reuß stand frei vor Torwart Korbinian Sertl und traf zum 1:1 (11.). Nicht einmal eine Minute später hatten die „Eishackler“ die Verhältnisse wieder geradegerückt – und lagen mit zwei Toren vorn. Erst traf Novacek zum 2:1 (12.), nur 21 Sekunden später war Brandon Morley mit dem 3:1 zur Stelle. Noch im Anfangsdrittel erhielt Michael Glattenbacher einen heftigen Kniecheck, er konnte aber weiterspielen. „Solche Szenen braucht es einfach nicht“, sagte TSV-Sprecher Andreas Schugg zu dem Foul.

TSV Peißenberg: Novacek mit sechs Scorerpunkten 

Im Mittelabschnitt verzeichnete Königsbrunn einen Pfostentreffer, doch Peißenberg gab den Ton an. Mit einem Schuss unter die Latte erhöhte Novacek auf 4:1 (27.). Wenig später legte er auf Florian Höfler ab, der zum 5:1 (28.) traf. Danach räumte Jennifer Harß ihren Platz im EHC-Tor; sie hatte laut Schugg insgesamt gut gehalten. Ihr Ersatz, Nicolas Hetzel, musste auch bald hinter sich greifen: Novacek hatte einen vierten Treffer erzielt (34.). Kurz vor Ende des Drittels kam Königsbrunn durch den Tschechen Jakub Sramek im Powerplay zum 2:6 (40.).

Im Schlussdrittel scheiterte zunächst Marco Mooslechner bei einem Alleingang (45.). Königsbrunn gab sich noch nicht auf und kam durch die Tore von Julian Becher (48.) und Sramek in Unterzahl (52.) auf 3:6 und 4:6 heran. Die „Eishackler“ antworteten umgehend. Noch in der Überzahlsituation, in der sie das vierte Gegentor kassiert hatten, traf Valentin Hörndl zum 7:4 (54.).

TSV Peißenberg: Novacek drittbester Scorer der Kontingentspieler 

„Im Abschluss sind wir einfach zu pomadig, wir suchen immer den zweiten, dritten Pass“, so Königsbrunns Co-Trainer Andy Becher. „Peißenberg hat heute gezeigt, wie man mit geradlinigem Eishockey Spiele gewinnt. Das hat den Unterschied ausgemacht.“ Und dann gab es auch noch Novacek. Er ist mit 15 Scorerpunkten (8 Tore) derzeit der drittbeste Kontingentspieler in der Bayernliga. Für den TSV Peißenberg war es (mit dem 3:0 über Pfaffenhofen) das zweite Sechs-Punkte-Wochenende der Saison. 

Statistik: 1. Drittel: 0:1 (5:40) Novacek (Malzatzki), 1:1 (10:56) Reuß (Auger), 1:2 (11:21) Novacek, 1:3 (11:42) Morley. 2. Drittel: 1:4 (26:22) Novacek (Höfler, Hörndl), 1:5 (27:41) Höfler (Novacek, Hörndl), 1:6 (33:23) Novacek (Singer, Hörndl), 2:6 (39:14) Sramek (5-4). 3. Drittel: 3:6 (48:13) Becher (Maier), 4:6 (52:25) Sramek (4-5), 4:7 (53:34) Hörndl (Höfler, Novacek/5-4). Strafminuten: Königsbrunn 12, Peißenberg 14. Zuschauer: 466.

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