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Meist hatte der Gegner das Nachsehen: Manfred Eichberger (hier im schwarzen Trikot des TSV Peißenberg) war aufgrund seiner herausragenden Technik ein St ürmer, dem nur schwer beizukommen war. 

Eishockey

Für „Magic Manni“ schließt sich nun der Kreis

  • vonRoland Halmel
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Er war über all dort, wo er spielte, einer der fittesten Akteure - und einer der spielstärksten obendrein: Manfred Eichberger. Der Peißenberger hat seine Karriere beendet, dem Eishockey bleibt er in einer speziellen Art treu.

Peißenberg – Rechnet man die Pokalspiele dazu, stand Manfred Eichberger 800 Mal in der Oberliga und in der Bayernliga auf dem Eis. Mehr Spiele werden es nicht mehr werden, denn der 36-jährige Stürmer hat nach der abgebrochenen vergangenen Saison seine Karriere beendet. „Und das endgültig“, bekräftigt der Peißenberger, der sich beruflich verändern wird.

Seine letzte Spielzeit verbrachte er beim Oberligisten EV Füssen, wodurch sich der Kreis schließt. Bei den Allgäuern verzeichnete er in der Saison 2001/2002 seine ersten Oberliga-Einsätze. „Das letzte Jahr in Füssen hat noch mal riesig Spaß gemacht“, berichtet Eichberger. „Der Zusammenhalt in der Mannschaft war toll und wir hatten als Aufsteiger, von dem man wenig erwartet hat, einen großen Erfolg.“ Den Abschluss beim Tabellensiebten der Oberliga Süd verbucht Eichberger als schöne Erfahrung, auch wenn ihm Verletzungen zu schaffen machten und er dadurch mehrere Partien verpasste. „Teilweise habe ich mit Schmerzen gespielt, aber jetzt ist alles wieder gut“, so der Peißenberger, der in 31 Einsätzen für den EVF auf sechs Tore und acht Assists kam. Insgesamt summieren sich für „Magic Manni“, wie er von den Fans gerufen wird, fast 800 Scorerpunkte. „Ich hatte viele tolle Erlebnisse.“

Manfred Eichberger: fast 800 Scorerpunkte gesammelt

In der abgelaufenen Saison blieb ihm vor allem das Derby zu Hause gegen den SC Riessersee in der Füssener Arena mit rund 3500 Zuschauern und das Duell in Memmingen mit fast genauso vielen Fans in Erinnerung: „Das waren Highlights.“ Das Riesserseer Trikot trug er vor 15 Jahren für eine Saison. Ansonsten war Eichberger nur bei Vereinen im Landkreis Weilheim-Schongau aktiv. Für die EA Schongau (2005/06) und die Peißenberger „Eishackler“ (2006 bis 2008 und 2015 bis 2019) stürmte er in der Bayernliga, beim EC Peiting (2002 bis 2005 und 2008 bis 2015) spielte er in der Oberliga. Damit ist jetzt Schluss.

„Ich werde noch bei den Alten Herren spielen“, verrät Eichberger, der stets zu den Fittesten in seinen jeweiligen Teams gehörte. Alle möglichen Ausdauersportarten wie Radeln, Inlinen und Laufen wird er weiter betreiben. Zudem wird der C-Schein-Inhaber beim Eishockey seine Kenntnisse dem Nachwuchs vermitteln. „Ich will meinen Sohn trainieren.“

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