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Wieder ist eine Chance dahin: Entweder kamen die „Eishackler“, wie Daniel Clairmont (im dunklen Trikot, rechts) in dieser Szene, zu spät oder sie scheiterten an Waldkraiburgs Torhüter Kevin Yeingst.

Eishockey: Oberliga-Qualifikation

„Eishackler“ vergeben zu viele Chancen

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Chancen hatten die „Eishackler“ im Heimspiel gegen den EHC Waldkraiburg wahrlich genug. Den gegnerischen Torhüter überwanden sie aber nur ein einziges Mal. Das war zu wenig, um diese Partie zu gewinnen.

Peißenberg – Vor Beginn der Oberliga-Qualifikation hatte Peißenbergs Trainer Sepp Staltmayr die Play-off-Runde , in der der bayerische Meister ermittelt wird, als Ziel ausgegeben. Teilnahmeberechtigt hierfür sind die besten vier Bayernligisten der Qualirunde. Damit wird es aller Voraussicht aber nichts werden. Nach der 1:3 (0:2, 1:1, 0:0)-Heimniederlage am Freitag gegen Waldkraiburg beträgt der Rückstand der „Eishackler“, nachdem genau die Hälfte der 18 Spieltage absolviert ist, bereits sieben Punkte. Und in ihrer derzeitigen Verfassung ist es sehr unwahrscheinlich, dass die Peißenberger diesen Rückstand noch aufholen. Wenn nichts Ungewöhnliches mehr geschieht, wird der TSV am 10. März in Landsberg das letzte Spiel dieser Saison austragen.

In der Peißenberger Eishalle trafen zwei Mannschaften aufeinander, die mit personellen Problemen zu kämpfen hatten. Bei den Gastgebern wies der Spielberichtsbogen gerade einmal vier Verteidiger aus. Aufgrund der langen Liste an Ausfällen war Coach Staltmayr gezwungen, mit Lukas Bucher, Markus Wohlgemuth, Max Willberger und Shamir Baloch gleich vier Juniorenspieler aufzubieten. Dennoch kam der Coach zu der Ansicht, dass „wir über weite Strecken die bessere Mannschaft waren“. Schlussendlich sei seine Mannschaft selbst an der Niederlage schuld gewesen: „Wir hatten Chancen für zwei Spiele.“ Was die Qualität dieser Partie betraf, waren sich hinterher beide Trainer einig. „Schön war das heute nicht“, gab Staltmayr zu. „Das war kein gutes Spiel von uns“, sagte Waldkraiburgs Alex Piskunov. „Aber dafür haben wir die drei Punkte“, ergänzte er.

Im ersten Drittel ereignete sich vor beiden Toren nur wenig. Immerhin erwiesen sich die Gäste als sehr konsequent im Abschluss. Gleich ihren ersten Angriff schlossen sie mit dem 1:0 durch Nico Vogl ab (4.). Auf der anderen Seite verfehlte ein Schuss von Florian Höfler knapp das Ziel (5.), ehe die Waldkraiburger Angriff Nummer zwei durch Dennis Ladigan erneut erfolgreich beendeten – 2:0 (10.). Manfred Eichberger hatte den Anschlusstreffer auf dem Schläger, doch EHC-Torhüter Kevin Yeingst war nach dem Alleingang des TSV-Stürmers zur Stelle und parierte (13.).

Anfang des zweiten Drittels durften sich die „Eishackler“ bei Felix Barth bedanken, dass der Rückstand nicht größer wurde. Gleich zweimal war der TSV-Goalie binnen kürzester Zeit zur Stelle und wehrte Schüsse aus kürzester Distanz ab (23., 25.). Chancenlos war er aber beim 3:0 der Gäste durch Michael Rimbeck, als die Peißenberger die Scheibe einfach nicht aus der Gefahrenzone vor dem eigenen Tor brachten (25.). Eine Sekunde vor dem Ende des zweiten Drittels gelang den Gastgebern dann doch noch ein Treffer. Während eines Überzahlspiels beförderte Andreas Estermaier die Scheibe irgendwie zum 1:3 ins Tor.

Dies sollte allerdings der letzte Treffer in dieser Partie gewesen sein. Im Schlussdrittel drückten die Peißenberger zwar noch einmal aufs Tempo, doch keine ihrer Chancen endete mit einem Torerfolg. Egal, ob Eichberger (41., 52., 58., 60.), Maximilian Malzatzki (58., 59.) oder Daniel Clairmont (59.), jedes Mal blieb Waldkraiburgs Keeper Yeingst der Sieger. Irgendwie war es nicht verwunderlich, dass beide Torhüter zum „Spieler des Tages“ gewählt wurden.

TSV Peißenberg – EHC Waldkraiburg 1:3 (0:2, 1:1, 0:0)

1. Drittel: 0:1 (3:57) Vogl (Hradek/Rimbeck), 0:2 (9:59) Ladigan (Thalhammer/Decker. 2. Drittel: 0:3 (24:35) Rimbeck (Hradek/Vogl), 1:3 (39:59) Estermaier (Eichberger/Clairmont). Strafminuten: Peienberg 12, Waldkraiburg 16. Zuschauer: 435

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