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Der Schnellstarter: Daniel Clairmont brachte die „Eishackler“ gegen Landsberg nach nur 23 Sekunden in Führung. Die Niederlage seiner Mannschaft konnte er mit diesem Treffer aber nicht verhindern

Eishockey: Oberliga-Qualifikation

„Eishackler“ verspielen erneut Zwei-Tore-Führung

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Der kleine Höhenflug der „Eishackler“ ist schon wieder vorbei. Im Heimspiel der Oberliga-Qualifikation am Freitagabend gegen den HC Landsberg hatten die Peißenberger ein Déjà-vu-Erlebnis.

Peißenberg – Eine 3:1-Führung reicht einfach nicht, um den HC Landsberg zu besiegen. Wie schon in der Hauptrunde führten die Peißenberger gegen die „Riverkings“ mit zwei Toren – doch erneut standen sie am Ende mit leeren Händen da. Mit langen Gesichtern fuhren die Spieler der Gastgeber nach der 3:4 (2:1, 1:1, 0:2)-Niederlage vom Eis. „Das ist sehr ärgerlich, das hätte wirklich nicht sein müssen“, sagte „Eishackler“-Coach Sepp Staltmayr. „Wir hatten das Spiel anfangs gut im Griff, dann haben wir leider Geschenke verteilt, die alles gedreht haben“, so Staltmayr. Zu seinem Leidwesen musste er beobachten, wie dei zuletzt auswärtsschwachen Landsberger durch individuelle Fehler seines Teams ins Spiel zurückkamen. „Wir haben im ersten Drittel so lustlos gespielt wie auswärts in den letzten Wochen. Erst ab dem zweiten Drittel haben wir so gespielt, wie ich es mir vorstelle“, sagte Landsbergs Randy Neal bei der Rückkehr an seine ehemalige Wirkungsstätte.

Sein früheres Team legte einen Blitzstart hin. Nach 23 Sekunden startete Martin Andrä ein Solo. Sein Zuspiel verwandelte Daniel Clairmont zum 1:0. Die Freude darüber währte beim „Eishackler“-Anhang aber nicht lang. Nur wenig später sorgte Fabio Carciola mit einem verdeckten Schuss für das 1:1. Danach lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch. Nachdem Florian Höfler (11.) nach überstandener Unterzahl am Landsberger Torhüter gescheitert war, klingelte es wenig später aber erneut im Kasten der Gäste. Die Top-Reihe der Landsberger brachte die Scheibe nicht aus der Gefahrenzone, im dritten Versuch traf schließlich Maximilian Malzatzki zum 2:1 (14.).

Anfang des zweiten Durchgangs profitierten die „Eishackler“ von einem krassen Fehlpass von HCL-Verteidiger Max Raß. Valentin Hörndl bedankte sich mit dem 3:1 (24.). In der weiterhin flotten Partie verpassten Hörndl nach einem Konter (27.) und Höfler während einer Peißenberger Unterzahl (37.) das vierte Tor der Hausherren, die kurz davor auch noch den Ausfall von Verteidiger Leonhard Zink zu beklagen hatten. In einer Drangphase während eines Landsberger Powerplays verhinderte TSV-Torhüter Jakob Goll den Anschlusstreffer, der kurz vor Drittelende dann aber doch noch fiel. Einen schlechten Wechsel der „Eishackler“ bestrafte Michael Fischer mit dem 2:3 (39.).

Zu Beginn des Schlussdurchgangs kam es für die Gastgeber noch schlimmer. Carciola nutzte eine Unaufmerksamkeit der Hausherren zum Ausgleich (41.). Im Anschluss lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch. Der ehemalige „Eishackler“ Tyler Wiseman (43.) sowie Andrä (45.) und Clairmont (48.) auf der Gegenseite vergaben den möglichen Führungstreffer für ihr Team. Der fiel dann aus Peißenberger Sicht denkbar unglücklich, da Goll einen harmlosen Schuss von Wiseman (50.) zum 3:4 über die Kelle rutschen ließ. Goll machte seinen Fehler aber wett, als er wenig später die Großchance von Dennis Sturm zunichte machte (52.). In der Schlussphase mobilisierten die Hausherren die letzten Reserven, um den Ausgleich zu erzwingen. Clairmont scheiterte am Landsberger Torhüter (55.), und während enes Überzahlspiels traf er nur den Pfosten (57.). Manfred Eichberger vergab die letzte Chance für die „Eishackler“. Damit war deren Niederlage besiegelt.

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