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Jawoll, getroffen: In dieser Szene bejubelt Matthias Müller den wichtigen Treffer zum 4:3.
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Peißenbergs Tobias Estermaier (Mi.) vor dem Tor von David Albanese.
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Der Puck ist schon im Netz: Hier erzielt Peißenbergs Matthias Müller das 4:3.
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„Eishackler“ Dejan Vogl (links) vor dem Geretsrieder Tor.
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Paradiesvögel im Publikum: Auf der Tribüne fanden sich auch maskierte Eishockey-Fans ein. 

Eishockey: Verzahnungsrunde

Müller bringt „Eishackler“ auf Siegeskurs

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Die Play-offs rücken näher: Der TSV Peißenberg besiegte am Freitag den ESC Geretsried - auch dank einer feinen Einzelleistung von Matthias Müller.

Peißenberg - Zu Beginn der Saison, als es des Öfteren im Peißenberger Spiel hakte und zu Hause auch manche Partie verloren ging, da musste sich das „Eishackler“-Trainergespann Sepp Staltmayr/Simon Mooslechner bei der Pressekonferenz so manchen hämischen Zwischenruf anhören. Seit geraumer Zeit aber und im Speziellen seit Beginn der Verzahnungsrunde wird das Duo stets mit Applaus empfangen. Nach dem Freitagsspiel gegen den ESC Geretsried schallte den beiden gar das Wort „Weltklasse“ entgegen. Staltmayr nahm‘s mit einem verwunderten Lächeln und leichten Kopfschütteln zur Kenntnis.

Mit dem 5:3 (2:1, 0:0, 3:2)-Sieg über die „Riverrats“ haben die „Eishackler“ die Tür zu den Play-offs ganz weit aufgestoßen. Vor knapp 650 Zuschauern lieferten sich beide Mannschaften ein kampfbetontes Spiel mit zahlreichen hochkarätigen Chancen auf beiden Seiten. Die Peißenberger lagen schon mit 3:1 vorn, kassierten dann den 3:3-Ausgleich - und schlugen gleich darauf zurück. Am Ende „geht das Ergebnis in Ordnung“, sagte Gäste-Trainer Ludwig Andrä. Er zeigte sich bei der Pressekonferenz schlagfertig, und befeuerte damit die gute Stimmung im „Eishackler“-Stüberl.

Gleich die erste Überzahl nutzten die Peißenberger zum 1:0 durch Dejan Vogl (2.). Ebenfalls im Powerplay gelang den „Riverrats“ durch Klaus Berger das 1:1 (5.). In der Folge hatten die Gäste unter anderem, durch Berger (9.), Nino Poch (9.) und Martin Köhler (11.) beste Chancen. Peißenbergs Torwart Jakob Goll erwies sich dabei als sicherer Rückhalt für sein Team. Speziell in der Überzahl zur Mitte des Drittels hatten die „Eishackler“, die sich oftmals leichte Scheibenverluste leisteten, zahlreiche bange Momente zu überstehen. Als die Peißenberger in Überzahl waren, erzielte Manfred Eichberger mit einem Nachschuss das etwas überraschende 2:1 (16.).

Ins Mitteldrittel starteten die Peißenberger furios, schnürten die Gäste teilweise in deren eigener Zone ein. Florian Höfler (22., 27.), Manfred Eichberger (23., 27.), Matthias Müller (24.) und Florian Barth (25.) scheiterten aber des Öfteren an ESC-Keeper David Albanese oder verfehlten knapp. Die wenigen Geretsrieder Angriffe parierte Goll. In Überzahl scheiterten kurz hintereinander Dominik Ebentheuer, Fritz Stögbauer und Vogl am ESC-Keeper (32.). Kurz vor dem Drittelende verpasste Müller knapp einen Treffer (40.), wobei er regelwidrig gestoppt wurde. Die Überzahl nutzten die Peißenberger zum Führungstreffer. Gleich nach dem Wiederbeginn erzielte Daniel Lenz mit einem satten Schuss von der blauen Linie das 3:1 (41.). Nur wenig später bot sich den Geretsriedern eine Powerplay-Situation. Nach einem Schuss schien es, als habe Goll die Scheibe, doch der Puck war im oberen Teil des Tornetzes gelandet. Nach kurzer Beratung gaben die Schiedsrichter den Treffer zum Geretsrieder 2:3 (43.). 33 Sekunden später gelang den Gästen gar der 3:3-Ausgleich (44.). Die Peißenberger fingen sich aber gleich wieder: Matthias Müller schloss eine gute Einzelaktion mit dem 4:3 ab (45.) - und brachte damit die Hausherren wieder auf Kurs. In der schlussphase versuchte Geretsried noch einmal alles, doch der starke Ondrej Horvath hatte bei mehreren versuchen kein Glück. Auf der Gegenseite verpassten Lenz (bei mehreren Schüssen) sowie Tobias Estermaier (53.) und Brandon Morley (57.) einen Treffer. So blieb es spannend. Kurz vor Schluss erhielt Peißenberg eine Zweiminutenstrafe, Geretsried nahm den Torwart vom Eis. Als die „Eishackler“ den Puck aus der eigenen Zone brachten, reagierte Valentin Hörndl am schnellsten: Er schnappte sich die Scheibe und traf per empty-net-goal zum 5:3 (60.); die Geretsrieder Spieler waren in dieser Szene nur Zuschauer.

Stimmen zum Spiel

Ludwig Andrä (Trainer ESC Geretsried): „Im ersten Drittel haben wir dominiert, aber zu wenig daraus gemacht. Wir waren in der Abwehr zu nachlässig und haben so drei Tore in Unterzahl kassiert. Im zweiten Drittel war Peißenberg klar besser, hat es aber auch versäumt, das Spiel zu entscheiden. Im Schlussdrittel haben wir leider einige unnötige Strafzeiten kassiert. Der Mannschaft kann ich keinen Vorwurf machen. Bei dem empty-net-goal haben wir geschlafen. Was da los war, weiß ich auch nicht. Unser saisonziel war, überhaupt in die Verzahnungsrunde zu kommen. Wir kämpfen gut und haben eine gute Einstellung.“

Sepp Staltmayr (Trainer TSV Peißenberg): „Nach den ersten 20 Minuten konnten wir froh sein, nicht hinten zu liegen. Die 2:1-Führung war glücklich. Im zweiten Drittel waren wir dominant, haben aber die Tore nicht geschossen. In dieser Runde sind eben alle Spiele eng, die Gegner alle gut. Nach dem 3:1 haben wir wohl gemeint, wir haben es schon gewonnen. Die zwei Gegentreffer zum 3:3 dürfen nicht passieren. Aber wir sind aus dem Tief rausgekommen durch eine wirklich gute Einzelleistung von Matthias Müller. Für die Zuschauer war das Spiel schön zum Anschauen. Was den Play-off-Einzug betrifft, ist für mich noch nichts entschieden.“

Statistik

1. Drittel: 1:0 (1:24) Vogl (Morley/Stögbauer/5-4); 1:1 (4:32) Berger (Horvath/5-4); 2:1 (15:00) Eichberger (Estermaier/Ebentheuer/5-4). 2. Drittel: keine Tore. 3. Drittel: 3:1 (40:25) Lenz (Ebentheuer/5-4); 3:2 (42:49) Meierl (Horvath/5-4); 3:3 (43:22) May (Köhler/Hüsken); 4:3 (44:11) Müller (Morley); 5:3 (59:00) Hörndl (Morley/4-6/empty-net-goal). Strafminuten: Peißenberg 12, Geretsried 14. Schiedsrichter: Martin Grech, Joshua Romer, Tobias Wollenschläger. Zuschauer: 633.    

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