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Manfred Eichberger (links/hier ein Archivfoto) erzielte den Siegtreffer in der Verlängerung.
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Und drin ist der Puck: Dominik Ebentheuer erzielt das 3:2.
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Und drin ist der Puck: Dominik Ebentheuer erzielt das 3:2.
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Und drin ist der Puck: Dominik Ebentheuer erzielt das 3:2.
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Torchnace für Daniel Clairmont.
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Maximilian Brauer vor dem EHC-Tor.
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Torjubel nach dem 2:2 durch Martin Andrä.
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Soeben hat Martin Andrä (rechts) das 2:2 erzielt.

Eishockey: Bayernliga

Eichberger lässt TSV Peißenberg jubeln

  • Paul Hopp
    VonPaul Hopp
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Die Peißenberger „Eishackler“ haben das Freitagsspiel gegen den EHC Klostersee gewonnen. Für den Siegtreffer in der Verlängerung sorgte ein Routinier.

Und drin ist der Puck: Dominik Ebentheuer erzielt das 3:2.

Peißenberg - Bob Wren stand - auf seinen Schläger gestützt - ein paar Meter hinter seinen Kameraden vom EHC Klostersee. Die hatten sich an der blauen Linie aufgestellt, um die Ehrung des jeweils besten Spielers beider Teams abzuwarten. Wrens Blick ging derweil ins Nirgendwo. Der 44-jährige Routinier wusste, dass er soeben einen Riesenbock geschossen hatte - und dass alle seine starken Aktionen davor zunichte gemacht waren. In der vierten Minute der Verlängerung wollte er wechseln und fuhr Richtung Auswechselbank. Dabei übersah er, dass wenige Meter von ihm entfernt gerade Manfred Eichberger den Puck aufgenommen hatte und sich anschickte, aufs Klosterseer Tor zu fahren. Wren machte noch kehrt, doch Eichberger war auf und davon - und versenkte die Scheibe zum 4:3-Siegtreffer für die Peißenberger „Eishackler“. Es war der Schlusspunkt in einem spannenden Spiel, in dem es vor gut 600 Zuschauern „extrem eng“ zuging, wie EHC-Trainer Dominik Quinlan sagte.

Klostersee, das über diverse technisch versierte Spieler verfügt, ging durch den sträflich allein gelassenen Thomas Hummer mit 1:0 in Führung (2.). Im einzigen Powerplay für Peißenberg im ersten Drittel verfehlte Eichberger knapp das Tor (7.). Auf der Gegenseite hatte die Klosterseer Paul-Andreas Persson (15.) und Veit Wieczorek (17.) gute Chancen. Im Mitteldrittel war Peißenbergs Daniel Clairmont nach einem Schuss von Florian Höfler zur Stelle; der Kanadier staubte ab zum 1:1 (24.). Die einzige Strafzeit gegen Peißenberg im zweiten Drittel nutzte Klostersees Nicolai Quinlan zum 2:1 (26.). Danach hatten beide Seiten ihre Möglichkeiten, beim TSV scheiterten unter anderem Valentin Hörndl (29.), Moritz Birkner (31.) und Martin Andrä (34.). Die „Eishackler“ taten sich des Öfteren schwer beim Spielaufbau, viele Pässe landeten beim Gegner. „Wir haben die Scheibe zu langsam laufen lassen“, sagte TSV-Trainer Sepp Staltmayr. Mit zunehmender Dauer „haben wir uns im Spiel gesteigert“, stellte der Coach zufrieden fest.

Im Schlussdrittel leisteten sich die Klosterseer kurz hintereinander zwei Fouls. Die 5:3-Überzahl nutzte Peißenberg durch Andrä zum 2:2 (48.), Max Malzatzki hatte den Treffer stark vorbereitet. Immer noch in Überzahl, stocherte Dominik Ebentheuer die Scheibe nur 41 Sekunden später zum 3:2 über die Linie (48.). Kurz darauf kassierten die Peißenberger zwei Strafen, eine davon wegen Spielverzögerung. Die Klosterseer nutzten nun ihrerseits eine 5:3-Überzahl zum Ausgleich durch Raphael Kaefer (50.). In der Folge hatten die „Eishackler“ durch die Schüsse von Eichberger, Markus Andrä (56.) und Dominik Novak (58.) Chancen. 14 Sekunden vor Schluss zog Florian Höfler ab, doch EHC-Keeper Dominik Gräubig war zur Stelle (60.).

In der Overtime hatte Klostersees Persson die erste Chance (61.). Danach waren die „Eishackler“ näher dran an einem Treffer. Florian Barth vertändelte den Puck (63.). Schließlich war es Eichberger, der die Fans zum Jubeln brachte. Für Peißenberg war es der zweite Sieg in dieser Saison mit zwei Punkten nach dem 3:2 im Penaltyschießen  gegen Füssen. Klostersee verlor zum zweiten Mal in Folge in der Verlängerung, am vergangenen Sonntag gab es gegen Schweinfurt ein 3:4.

Stimmen zum Spiel

Dominik Quinlan (Trainer Klostersee): „Es war ein extrem enges Spiel auf beiden Seiten. Bei der 3:5-Unterzahl, in der wir das Tor kassiert haben, haben wir ein dämliches Foul gemacht. Das Spiel drei-gegen-drei in der Verlängerung müssen wir noch trainieren. Wir haben da zweimal ein Icing gemacht, das war nicht schlau. Wir müssen mit dem Punkt leben, hätten uns aber mehr gewünscht. Peißenberg spielt clever und diszipliniert.“

Sepp Staltmayr (Trainer Peißenberg): „Es war ein Spiel auf Augenhöhe. Klostersee hat eine gute Mannschaft, die über viel Qualität verfügt. Wir haben versucht, von der Strafbank wegzubleiben, was recht gut geklappt hat, bis auf die Phase im Schlussdrittel. Mit der Leistung bin ich absolut zufrieden, wir haben uns während des Spiels gesteigert. Für uns waren es zwei extrem wichtige Punkte. Das Überzahlspiel hat gepasst. Das ist auch ein Prozess, in dem wir uns weiterentwickeln.“

Statistik

TSV Peißenberg - EHC Klostersee n.V. 4:3 (0:1, 1:1, 2:1, 1:0) 1. Drittel: 0:1 (1:56) Hummer (Wieczorek, Kaefer). 2. Drittel: 1:1 (23:17) Clairmont (Höfler, Eichberger), 1:2 (25:27) N. Quinlan (Wren, P. Quinlan/5-4). 3. Drittel: 2:2 (47:03) Martin Andrä (Malzatzki/5-3), 3:2 (47:44) Ebentheuer (Clairmont, Zink/5-4), 3:3 (49:52) Kaefer (N. Quinlan, Wren/5-3). Verlängerung: 4:3 (63:45) Eichberger (Fe. Barth). Strafminuten: Peißenberg 8, Klostersee 8. Zuschauer: 606.

Rubriklistenbild: © EMANUEL GRONAU

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