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Er ist wieder fit: Daniel Clairmont bestand den Test beim letzten Vorrundenspiel in Pegnitz und kann gegen den SC Riessersee auflaufen.
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Sepp Staltmayr (r.), heute Trainer des TSV Peißenberg, absolvierte für den SC Riessersee knapp 300 Spiele. Das Foto stammt aus dem Jahr 2015.

Eishockey: Bayernliga/Oberliga

Duell mit Riessersee „schon ein Schmankerl“

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Jetzt wird es ernst, die „Eishackler“ des TSV Peißenberg starten in die Verzahnungsrunde. Zum Start kommt es zum Kracher gegen den SC Riessersee.

Peißenberg – Sepp Staltmayr, der Trainer der Peißenberger „Eishackler“, macht um sich und seine Arbeit kein Bohei. Und diese Nüchternheit behält der 38-Jährige auch vor dem großen Duell mit seinem Ex-Klub, dem SC Riessersee, am heutigen Freitag (20 Uhr) bei. In diese Partie gehe er „ganz normal, wie in jedes andere Spiel auch“, versichert Staltmayr. Zwischen 2010 und 2016 spielte der Verteidiger für die Werdenfelser, absolvierte dabei in der Oberliga und der DEL2 285 Spiele (24 Tore).

Trotz allem seien die beiden Partien gegen die Riesserseer in der Verzahnungsrunde „schon ein besonderes Schmankerl“, sagt Staltmayr. Die letzten Pflichtspiele zwischen den Kontrahenten fanden statt, da war ein Großteil des aktuellen „Eishackler“-Kaders noch nicht oder gerade geboren. In der Saison 1994/95 spielten beide Teams in der „1. Eishockey-Liga“, damals unter der soeben eingeführten DEL die zweithöchste Spielklasse. Der SCR gewann beide Partien (4:2, 9:5). Am Ende wurde Riessersee in der Süd-Gruppe Hauptrunden-Erster, schied dann aber im Play-off-Halbfinale gegen den EHC Timmendorfer Strand aus. Der TSV Peißenberg beendete die Vorrunde als Vorletzter (15:45 Punkte), schaffte dann aber in einer „Aufstiegsrunde zur 1. Liga“ als Vierter hinter Deggendorf, Peiting und Geretsried den Klassenerhalt. Seither gab es nur noch Testspiele, wobei die Peißenberger im Jahr 2003 einmal 4:1 gewannen.

Riessersee ist am Freitag „der klare Favorit“, so Staltmayr. Die Oberliga-Vorrunde hat das Team als Vierter (63 Punkte aus 32 Spielen) abgeschlossen. Aufgrund der Insolvenz war aber vor der Saison festgelegt worden, dass der SCR in die Runde mit der Bayernliga muss. Insgeheim hoffen die „Eishackler“ freilich auf eine Überraschung. „Riessersee muss daheim spielen vor eigenem Publikum, da ist der Druck größer, und wir können völlig befreit aufspielen“, so Staltmayr, der auf eine große Zahl an „Eishackler“-Fans im Olympia-Eisstadion hofft. Um etwas zu holen, „müssen bei uns alle Mannschaftsteile gut funktionieren“, so der TSV-Coach. Der Kader ist annähernd komplett, Kontingentspieler Daniel Clairmont ist wieder einsatzbereit. Fehlen wird allerdings noch Martin Andrä.

Ebenso wichtig wie das Spiel gegen Riessersee ist für die „Eishackler“ das erste Heimspiel am Sonntag (17 Uhr). Gegner ist der EHC Klostersee. Ob die Partie stattfinden kann, ist aufgrund der Schneelast auf dem Eisstadion derzeit noch ungewiss, am Freitag gibt es eine Untersuchung. Die Grafinger, als Aufsteiger angetreten, haben die Verzahnungsrunde als Siebter, punktgleich mit Peißenberg, erreicht. In der Vorrunde waren die Duelle hart umkämpft, zweimal siegten die „Eishackler“ knapp.

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