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Am Sonntag ist sein letzter Auftritt als Peißenberger Coach: Sepp Staltmayr gab nach dem Freitagsspiel seinen Abschied bekannt.
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Mit 1:4 mussten sich die „Eishackler“ (schwarze Trikots) am Freitag dem TSV Erding geschlagen geben.
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Mit 1:4 mussten sich die „Eishackler“ (schwarze Trikots) am Freitag dem TSV Erding geschlagen geben.
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Mit 1:4 mussten sich die „Eishackler“ (schwarze Trikots) am Freitag dem TSV Erding geschlagen geben.
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Mit 1:4 mussten sich die „Eishackler“ (schwarze Trikots) am Freitag dem TSV Erding geschlagen geben.
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Mit 1:4 mussten sich die „Eishackler“ (schwarze Trikots) am Freitag dem TSV Erding geschlagen geben.
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Mit 1:4 mussten sich die „Eishackler“ (schwarze Trikots) am Freitag dem TSV Erding geschlagen geben.

Eishockey

„Eishackler“ verlieren, Staltmayr verabschiedet sich

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Die Peißenberger „Eishackler“ haben das Heimspiel gegen den TSV Erding verloren. Nach der Partie gab Trainer Sepp Staltmayr seinen Abschied bekannt.

Peißenberg - Zunächst verlief alles im „Fledermausstüberl“ wie gewohnt. Nach dem Statement des Gäste-Trainers, in diesem Fall Topias Dollhofer vom TSV Erding, tat „Eishackler“-Trainer Sepp Staltmayr seine Meinung zum Spiel kund. Und dann setzte er hinzu, dass es nicht nur die letzte Pressekonferenz der Saison sei, sondern auch „für mich die letzte Pressekonferenz in Peißenberg“. Er bedankte sich bei allen Unterstützern, „es waren zwei schöne Jahre“. Der Verein sei nun „offen für etwas Neues“. Nach zwei Saisonen im Amt wird Staltmayr (38) in der kommenden Punktrunde nicht mehr Coach der „Eishackler“ sein.

Warum es zu dieser Entscheidung kam, dazu sagte Staltmayr nur: „Da müssen Sie den Vorstand fragen.“ Vor zwei Wochen sei ihm mitgeteilt worden, dass man nicht mehr mit ihm weiterarbeiten wolle. Der Coach wäre eigenem Bekunden nach bereit gewesen, nach der Saison mit der Abteilungsleitung zu einem Gespräch zusammenzukommen, um über eine mögliche weitere Zusammenarbeit zu sprechen. Doch dazu kommt es nun nicht mehr. „Das sind eben Entscheidungen, die getroffen werden“, so Staltmayr. Er kennt das Geschäft. Als jahrelanger Profi unter anderem beim EHC Wolfsburg, den Hannover Indians und dem SC Riessersee (mit ihm spielt er in der DEL2) „habe ich alles mitgemacht“. Mit der Entscheidung „kann ich umgehen, für mich ist das kein Problem“. 

In der Bayernliga-Vorrunde habe das Team gut gespielt. „Gewinnen wir das letzte Spiel in Pegnitz, dann wären wir Vierter geworden, so waren wir Achter.“ So habe es ausgesehen, als ob man nur mit Ach und Krach die Oberliga-Qualifikation erreicht habe. „Aber dem war nicht so“, sagte Staltmayr. In der Verzahnungsrunde plagten viele Verletzungen die „Eishackler“, die positiven Ergebnisse blieben aus. „Da hörst du dann immer viel Geschimpfe. Aber wir haben es immer aufs Neue probiert“, so Staltmayr. Mit Blick auf den Verein sagt Staltmayr: „Vielleicht ist es gut, dass ein neuer Trainer kommt, um neuen Schwung reinzubringen“. Für den 38-Jährigen war Peißenberg die erste Trainerstation. Er hat Gefallen daran gefunden, macht aber erst einmal Pause. Ob Co-Trainer Simon Mooslechner beim TSV weitermacht, ist noch unklar. „Keine Ahnung“, so Mooslechners Kommentar.

Bei den Erdingern gibt es übrigens auch einen Wechsel auf dem Trainerposten, nachdem sich Dollhofer aus privaten Gründen, wie er sagte, eine Pause gönnt. Thomas Vogl wird sein Nachfolger.

Die Partie selbst am Freitagabend gewann der TSV Erding vor gut 350 Zuschauern mit 4:1 (2:0, 0:1, 2:0). „Man hat gesehen, dass es für beide um nicht mehr ganz so viel ging“, sagte Dollhofer. Beide Mannschaften mussten dazu auf zahlreiche Leistungsträger verzichten. „Die letzte Intensität hat gefehlt“, sagte Dollhofer. Sein Gegenüber, Sepp Staltmayr, war angesichts der Niederlage enttäuscht: „Wir haben uns viel vorgenommen, um ein gutes letztes Heimspiel abzuliefern.“ Man habe „eigentlich okay gespielt“. Die ersten zwei Gegentore jedoch „waren geschenkt“. Philipp Michel (12.) und Daniel Rossi (17.) trafen für die Gäste. Die „Eishackler“ hatten mehrere gute Chancen, waren aber nicht erfolgreich. Zu allem Überfluss schied auch noch Tobias Estermaier bereits in der vierten Minute aus: Beim Schlenzer eines Erdingers flog ihm der Puck ins Gesicht. Laut Staltmayr ist wohl Estermaiers Nase gebrochen. Im Mitteldrittel hatten die „Eishackler“ weiter die größere Anzahl an Chancen. In Überzahl traf Moritz Birkner zum 1:2 (28.). Danach hatten die Peißenberger eine Drangphase, doch Florian Höfler, Florian Barth und Leonhard Zink scheiterten am guten Gäste-Keeper Andreas Gerlspeck. Kurz vor Drittelende rettete Felix Barth bei einem Break der Erdinger klasse gegen Michel (39.).

Im Schlussdrittel machte Peißenberg Druck, doch dabei sprang - auch aufgrund von einigem Pech im Abschluss - nichts Zählbares heraus. Martin Andrä scheiterte ebenso wie Zink per Alleingang, Markus Wohlgemuth, Max Willberger  und Manuel Singer. Eiskalt agierten die Gäste, die nach einer Riesenchance von Peißenbergs Maximilian Malzatzki einen Konter starteten und durch Philipp Spindler zum 3:1 kamen (53.). Peißenberg versuchte noch einmal alles, Florian Barth hatte mit einem Schuss aus der Drehung noch eine große Chance. Mit einem empty-net-goal machte Erdings Paul Wallek 32 Sekunden vor Schluss alles klar.

Für Linesman Tobias Boos war es eine besondere Partie, er absolvierte sein 1000. Spiel als Schiedsrichter. Unter den Zuschauern befand sich auch Brandon Morley, der im vergangenen Jahr als Kontingentspieler für die „Eishackler“ antrat.

Statistik: 0:1 (11:13) Michel (Fischer, Lorenz), 0:2 (16:34) Rossi (Deubler), 1:2 (27:26) Birkner (Malzatzki, Mooslechner/5-4), 1:3 (52:26) Spindler (Michel, Lorenz), 1:4 (59:28) Wallek (empty-net-goal). Strafminuten: Peißenberg 4, Erding 10. Zuschauer: 352. Schiedsrichter: Alexander Saal, Tobias Boos, Stephan Benz.

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