+
Peißenbergs Manfred Eichberger (li.) im Zweikampf mit Landsbergs Michael Fischer.

Eishockey: Bayernliga

„Eishackler“ kassieren bittere Derby-Niederlage 

  • schließen

Das war bitter: Da führen die Peißenberger „Eishackler“ zu Hause gegen den HC Landsberg bis kurz vor Schluss mit 3:1, verlieren aber dennoch.

Peißenberg - Randy Neal, der Coach des HC Landsberg, wusste, wem er besonders zu Dank verpflichtet war. Als sich die Spieler beider Teams zum Shakehands aufstellten, ging er auf Christoph Schedlbauer zu und umarmte ihn. Beim Stand von 3:1 für die gastgebenden „Eishackler“ hatte HCL-Keeper Schedlbauer gegen den frei vor ihm aufgetauchten Manfred Eichberger eine Riesenparade gezeigt – im Gegenzug traf Landsbergs Daniel Menge zum 2:3 (52.). „Schießt Manni das 4:1, dann ist das Spiel vorbei“, sagte Neal. So aber waren die Gäste wieder zurück – und brachten durch zwei späte Tore den „Eishacklern“ gar eine bittere 3:4 (0:1, 3:0, 0:3)-Niederlage bei. 

Die Szene um die verpasste Chance Eichbergers „war spielentscheidend“, sagte Peißenbergs Trainer Sepp Staltmayr. Dass es am Ende knapp nicht reichte, war zwar ärgerlich, „aber an die Mannschaft geht überhaupt kein Vorwurf“. Was die Leistung seines Teams sowohl am Freitag beim Auswärtscoup gegen den EV Füssen als auch gestern gegen Landsberg anbelangte, war Staltmayr absolut zufrieden. „Wir hatten in beiden Partien ein gutes Niveau in unserem Spiel“, sagte er. Die Peißenberger und die Landsberger boten den rund 900 Zuschauern ein flottes Duell auf hohem Bayernliga-Niveau.

Die „Eishackler“, bei denen Dominik Novak spektakuläre Alleingänge startete, hatte viele hochkarätige Chancen. In einer 5:3-Überzahl scheiterten Eichberger und Daniel Clairmont knapp (12.). Mehr Erfolg hatten die Gäste, die ihr erstes Powerplay zum 1:0 (15./Menge) nutzten. Kurz vor Drittelende verpassten Florian Höfler und Novak den Ausgleich. Im Mitteldrittel erzielte Eichberger nach einem Alleingang gekonnt das 1:1 (23.). Valentin Hörndl hatte Pech mit einem Lattentreffer (26.). Nach einigen Landsberger Chancen schlug Peißenbergs Höfler in Überzahl mit dem 2:1-Führungstreffer (36.) zu. Wenig später erhöhte Daniel Clairmont erneut im Powerplay auf 3:1. „Wir haben insgesamt zu viele dumme Strafzeiten bekommen“, so HCL-Coach Neal. Im Schlussdrittel ließen die „Eishackler“ eine doppelte Überzahl ungenutzt verstreichen (45.), danach zeigte Schedlbauer sein Können. Nach dem 2:3 machte Landsberg Druck. Mit einem Schlenzer von der blauen Linie gelang Ex-„Eishackler“ Tyler Wiseman in Überzahl das 3:3 (59.). Die Peißenberger spielten weiter nach vorn, Novak sorgte für Gefahr vor dem HCL-Tor. „Vielleicht wollten wir da zu viel“, so Staltmayr. Nach einem Gegenzug traf Landsbergs Dennis Sturm 21 Sekunden vor Schluss zum 4:3.

Statistik: 1. Drittel: 0:1 (14:46) Menge (Wiseman, Neal/5-4). 2. Drittel: 1:1 (22:28) Eichberger (Höfler, Malzatzki); 2:1 (35:20) Höfler (Novak, Singer/5-4); 3:1 (37:47) Clairmont (Eichberger, Höfler/5-4). 3. Drittel: 3:2 (51:33) Menge (Wiseman); 3:3 (58:01) Wiseman (Menge/5-4); 3:4 (59:39) Sturm (Maag). Strafminuten: Peißenberg 12, Landsberg 22. Zuschauer: 864.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Jetzt muss Peißenberg auch noch gegen die zwei Topteams ran
Die Situation beim TSV Peißenberg ist im Moment ein wenig kompliziert: Zuletzt gab’s zwei Niederlagen in Folge, zudem plagen die „Eishackler“ Personalsorgen. Und jetzt …
Jetzt muss Peißenberg auch noch gegen die zwei Topteams ran
Warum sich Peißenbergs Trainer über trockene Haare bei seinen Spielern ärgert
Nach dem Bayernliga-Derby bei der EA Schongau stand fest: Die „Eishackler“ des TSV Peißenberg hatten ein rabenschwarzes Wochenende erlebt.
Warum sich Peißenbergs Trainer über trockene Haare bei seinen Spielern ärgert
„Eishackler“ gegen Geretsried mit desolater Vorstellung
Das erste Adventswochenende begann für die Peißenberger „Eishackler“ alles andere als besinnlich. Gegen den ESC Geretsried boten sie über weite Strecken eine desolate …
„Eishackler“ gegen Geretsried mit desolater Vorstellung

Kommentare