1 von 10
Manfred Eichberger auf dem Weg vors Erdinger Tor, in dem Jonas Steinmann eine gute Leistung zeigte.
2 von 10
„Eishackler“ Matthias Müller wird vor dem Tor von Erdings Alexander Gantschnig bedrängt.
3 von 10
„Eishackler“ Manfred Eichberger im Zweikampf mit Erdings Lars Bernhardt.
4 von 10
„Eishackler“ Manfred Eichberger im Duell mit Erdings Lars Bernhardt.
5 von 10
Hier fällt gerade das 2:0. „Eishackler“-Stürmer Brandon Morley schaut zu, wie die Scheibe ins Tor saust. 
6 von 10
Matthias Müller vor dem Erdinger Tor.
7 von 10
Matthias Müller (schwarzes Trikot) versucht, an die Scheibe zu kommen.
8 von 10
Aus dem Tritt gekommen: Florian Höfler (links) und die „Eishackler verloren gegen Erding.

Eishockey: Bayernliga

Schöne Bescherung für die „Eishackler“

  • schließen

Nach zuletzt durchwegs guten Leistungen lief bei den Peißenberger "Eishacklern" gegen Erding nur wenig zusammen. Am Ende gab es prompt keine Punkte.

Peißenberg - Die Spieler der Erdinger "Gladiators" gingen kollektiv auf dem Eis auf die Knie. Allerdings, und das war das Dumme aus Sicht der "Eishackler", war da die Partie schon längst vorbei. Nach dem Kniefall sprangen die Erdinger allesamt in die Höhe und bejubelten zusammen mit ihren Fans ausgiebig einen doch etwas überraschenden Auswärtssieg. Die Peißenberger ärgerten sich derweil über eine 3:4 (2:2, 0:1, 1:1)-Heimniederlage. Anders als in den Spielen davor vermochte das Team des Trainerduos Sepp Staltmayr/Simon Mooslechner nur teilweise zu überzeugen.

Immerhin: Da der Tabellenneunte ESV Buchloe am Freitag ebenfalls verlor (3:7 gegen Passau), haben die Peißenberger (22 Spiele/38 Punkte) nun 14 Zähler Vorsprung auf die „Pirates“ (21 Spiele/24 Punkte), den EC Pfaffenhofen (21 Spiele/24 Punkte) und die EA Schongau (21 Spiele/24 Punkte). Die Teilnahme an der Verzahnungsrunde ist für die „Eishackler“ damit so gut wie sicher. 

Gegen Erding hatte es so gut begonnen. Nach 20 Sekunden hatte Moritz Birkner schon eine Riesenchance. Es folgten weitere Möglichkeiten, ehe Birkner einen katastrophalen Schnitzer der Gäste zum 1.0 nutzte (9.). Valentin Hörndl erhöhte mit einem Distanzschuss auf 2:0 (13.).  Danach hatten die „Eishackler“ unter anderem durch Brandon Morley und Florian Höfler gute Chancen. Dass Kapitän Florian Barth, Tobias  Estermaier und Manuel Singer (alle krank) fehlten, war den „Eishacklern“ in dieser Phase noch nicht anzumerken. Urplötzlich hatten die zunächst überfordert wirkenden Gäste aber den Ausgleich geschafft: Daniel Krzizok traf zum 1:2 (17.), Neuzugang Mathias Jeske erzielte mit einem Schuss ins Kreuzeck das 2:2 (20.).

Das zweite Drittel verlief zäh aus Peißenberger Sicht. Spielerisch lief kaum mehr etwas zusammen, mit zahlreichen ungenauen Pässen machten sich die „Eishackler“ das Leben schwer. Die Erdinger waren nun auch deutlich besser im Spiel und gestalteten das Geschehen ausgeglichen. Bei diversen Schüssen der Gäste war „Eishackler“-Keeper Jakob Goll auf dem Posten. Bei doppelter Überzahl schlugen die Gäste dann aber zu: Rudolf Lorenz erzielte mit einem satten Schuss das 3:2 (31.). Zu allem Überfluss musste Verteidiger-Routinier Daniel Lenz verletzt vom Eis; gleich zu Beginn des Drittels war ihm der Puck ans Knie gesaust. Und als sei das alles noch nicht genug, sorgte manch umstrittener Pfiff der Unparteiischen bei den Gastgebern für Ärger.

Im Schlussdrittel fanden die „Eishackler“ auch nicht mehr wirklich in die Spur. Ein Scheibenverlust (Maximilian Barth hatte nach rustikalem Einsatz eines Erdingers den Puck verloren) bescherte den Gästen Treffer Nummer vier; erneut war Krzizok der Torschütze (44.). In der Schlussphase kamen die „Eishackler“ noch einmal auf und belagerten regelrecht das „Gladiators“-Tor. Mehrere gute Chancen waren die Folge, doch Manfred Eichberger, Dejan Vogl und Morley scheiterten jeweils in aussichtsreicher Position. Matthias Müller war es schließlich, der die „Eishackler“ auf 3:4 heranbrachte (54.). Selbst in Unterzahl machten die Peißenberger noch druck, so scheiterte Hörndl bei einem Break nur knapp an Keeper Jonas Steinmann (59.). Am Ende schließlich feierte Erding einen wichtigen Sieg im Hinblick auf die Teilnahme an der Verzahnungsrunde. Schon das Hinspiel hatten die „Gladiators“ gewonnen; damals hieß es 2:0

Stimmen zum Spiel

Thomas Vogl (Trainer TSV Erding): „Nach dem ersten Drittel habe ich nicht gewusst, warum es 2:2 stand. Peißenberg war in dem Abschnitt klar besser. Ab dem zweiten Drittel haben wir das umgesetzt, was wir wollten. Wir haben einfach gespielt und unsere wenigen Chancen eiskalt genutzt. Ich bin überglücklich über den Sieg. Man gewinnt hier nicht so einfach. Es ist das fünfte Mal, dass ich in Peißenberg bin, und für mich war es der erste Sieg. Es ist nicht so, dass uns das Peißenberger Spiel liegt. Wenn man beide Partien zusammennimmt, war das Glück einfach auf unserer Seite.“

Sepp Staltmayr (Trainer TSV Peißenberg): „Am Anfang hat unser Spiel gut funktioniert. Nach dem 2:2 hatten wir wieder einen Bruch im Spiel. Bis zum Schluss haben wir nicht mehr reingefunden. Es war diesmal alles ein bisserl zerfahren. Mit dem heutigen Spiel bin ich nicht zufrieden, aber dafür mit den Leistungen in den vergangenen Wochen. Spieler wie Florian Barth und Tobias Estermaier gehen uns natürlich ab, aber das darf keine Ausrede sein. Ich sage immer: In den Reihen muss jeder mit jedem zusammenspielen können.“

Statistik

1. Drittel:
1:0 (8:39) Birkner
2:0 (12:43) Hörndl (Müller/Ebentheuer)
2:1 (16:28) Krzizok (Zimmermann)
2:2 (19:34) Jeske (Schwarz)

2. Drittel:
2:3 (30:57) Lorenz (Bernhardt/5-3)

3. Drittel:
2:4 (43:30) Krzizok (Deubler)
3:4 (53:49) Müller (Stögbauer/5-4)

Strafminuten: Peißenberg 16 plus 10 für Ebentheuer; Erding 14
Schiedsrichter: Stefan Storf; Alexander Karl, Pascal Weiner
Zuschauer: 565

Auch interessant

Mehr zum Thema