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Lenkte das Spiel der „Eishackler“ und erzielte zwei Tore: Routinier Manfred Eichberger. 

Eishockey: Bayernliga

Eichberger trifft doppelt bei „Eishackler“-Sieg

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Aller Anfang ist schwer - auch für die "Eishackler". Im Heimspiel gegen den EC Pfaffenhofen lief noch nicht alles rund, aber das Ergebnis stimmte.

Peißenberg - Die "Eishackler" des TSV Peißenberg sind wie erhofft mit einem Sieg in die Bayernliga-Saison gestartet. Das heimspiel am Freitag gewannen die Schützlinge des Trainerduos Sepp Staltmayr/Simon Mooslechner mit 4:2 (0:1, 1:0, 3:1). Rund 530 Zuschauer sahen eine umkämpfte Partie, in der es auf beiden Seiten Chancen, aber wenige spielerische Höhepunkte gab. Die „Eishackler“ mussten auf Tobias Estermaier, Fritz Stögbauer und Maximilian Brauer verzichten. 

Zu Beginn war den Gastgebern ein gerüttelt Maß an Nervosität anzumerken. Mehrmals verloren die „Eishackler“ unnötigerweise vor dem eigenen Tor den Puck, was in den ersten vier Minuten zu drei Großchancen der „Icehogs“ führte. Doch Fabian Eder, Steven Maier und der technisch starke Kanadier Michael Chemello scheiterten entweder am gut aufgelegten TSV-Keeper Jakob Goll oder schossen knapp vorbei. Nach diesem wackeligen Beginn kamen die Peißenberger zu diversen Möglichkeiten: Manfred Eichberger scheiterte gleich zweimal binnen Sekunden am ebenfalls stark haltenden EC-Torwart Philipp Hähl (7.). Auch Matthias Müller (9.) und Max Malzatzki (10.) hatten keinen Erfolg. Die Pfaffenhofener kamen immer wieder bei schnellen Gegenstößen zu Möglichkeiten. Ausgerechnet in Überzahl kassierten die Peißenberger dann ein Tor: Chemello traf nach feinem Querpass von Robert Neubauer zum 1:0 (19.).

Nur 58 Sekunden nach dem Beginn des Mitteldrittels gelang Peißenbergs Kontingentspieler Brandon Morley mit einem Schlenzer der 1:1-Ausgleich (21.). „Jetzt erst geht die Saison los“, witzelten einige Zuschauer auf der Tribüne. Wirklich in Fahrt kam die Partie aber nicht. Zahlreiche Strafzeiten sorgten für Unterbrechungen, spielerisch lief auf beiden seiten nur wenig zusammen. Dennoch gab es Chancen: Auf TSV-Seite hatten Dejan Vogl (24., 28.), Valentin Hörndl bei einem Break in Unterzahl (30.), Florian Höfler (38.) und Morley (40.). Die Pfaffenhofener waren auch einige Male gefährlich, Goll hielt jedoch seinen Kasten mit guten Paraden sauber.

Im Schlussdrittel - Verteidiger Daniel Lenz konnte aufgrund einer Muskelverletzung nicht mehr spielen - hatten die „Eishackler“ dann klar die größeren Spielanteile. Florian Barth, Morley und Malzatzki verpassten gleich in den Anfangsminuten den Führungstreffer. In Überzahl traf Hörndl an den Pfosten (45.). Einen Pass von Florian Barth vor das Tor nutzte Müller zum 2:1 (49.). In Überzahl war es dann der stark aufspielende Manfred Eichberger, der mit einem satten Schuss zum 3:1 (54.) dem gegnerischen Keeper keine Chance ließ. Der Routinier traf danach bei einem schnellen Gegenzug, bei dem er vor dem herauseilenden Gäste-Keeper an den Puck kam, an den Pfosten (56.). Eineinhalb Minuten vor dem Ende nahm Pfaffenhofen den Torwart für einen sechsten Feldspieler vom Eis. Prompt gelang den Gästen zehn Sekunden vor Schluss durch Chemello der 2:3-Anschluss. Gleich nach dem Bully machte Eichberger mit dem empty-net-goal zum 4:2 alles klar.  

Stimmen zum Spiel

Dimitri Kurnosow (Trainer Pfaffenhofen): „In den ersten Minuten hatten wir hochkarätige Chancen. Wenn wir die gemacht hätten, dann wäre es vielleicht anders gelaufen. Die Jungs haben gut gearbeitet, allerdings haben uns die Strafzeiten im Mitteldrittel Kraft gekostet. Was das Toreschießen anbelangt, war es ein schlechter Tag für uns. Fürs erste Spiel war die Leistung aber okay. Lob an den Gegner.“

Gregor Tomasik (Trainer Pfaffenhofen): „In der Vorbereitung hatten wir viele höherklassige Gegner und waren da besser. Mit uns ist in dieser Saison zu rechnen.“

Sepp Staltmayr (Trainer Peißenberg): „Letztendlich muss man zufrieden sein mit den drei Punkten. Pfaffenhofen war wie erwartet ein starker Gegner. Die Chancen der Pfaffenhofener zu Beginn kamen zustande, weil wir nervös waren. In so einer Häufigkeit dürfen solche Fehler von uns nicht passieren. Ab dem zweiten Drittel bin ich mit der Leistung der Mannschaft zufrieden. Die Ausfälle tun uns natürlich weh, aber das darf keine Ausrede sein - vor allem in einem Heimspiel. Bei den Torhütern habe ich mich nicht auf einen festgelegt, wir werden rotieren. Daniel Lenz blieb wegen einer Verletzung am Unterkörper in der Kabine. Wie schwerwiegend sie ist, steht noch nicht fest.“ 

Ergebnisse

EV Füssen - EA Schongau  4:3 n.V.
TSV Peißenberg - EC Pfaffenhofen  4:2
EHF Passau - EV Moosburg  6:3
ESV Buchloe - Wanderers Germering  3:6
TSV Erding - Höchstadter EC  1:3
ESC Dorfen - EV Pegnitz  4:3
HC Landsberg - ESC Geretsried  6:5

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