Felix Barth hat über 300 Spiele für den TSV Peißenberg bestritten
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Felix Barth hat über 300 Spiele für den TSV Peißenberg bestritten
Oftmals eine Bank: Felix Barth rettete seinem TSV Peißenberg nicht nur einmal den Sieg.
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Oftmals eine Bank: Felix Barth rettete seinem TSV Peißenberg nicht nur einmal den Sieg.

Eishockey: Ehemaliger „Eishackler“-Torhüter lässt es ruhig angehen

Zum Weitermachen fehlte Felix Barth der letzte Wille 

  • Stefan Schnürer
    vonStefan Schnürer
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Für einen Torhüter ist er mit 31 Jahren noch nicht alt. Trotzdem hat Felix Barth seine Karriere beendet. Er kann sich vorstellen, wieder aufs Eis zu gehen - allerdings in anderer Funktion.

Peißenberg– Mehr als ein Jahrzehnt – von einigen kleineren Unterbrechungen mal abgesehen – spielten die Barth-Brüder Florian, Max und Felix gemeinsam für den TSV Peißenberg in der Bayernliga. Dabei feierten sie große Erfolge: Mehrmals erreichten die „Eishackler“ das Halbfinale, im Jahr 2009 standen sie sogar im Finale. Man kann also getrost behaupten: Die Barths prägten eine Ära in Peißenberg. Nach der Saison 2018/19 hörten alle drei in Peißenberg auf. Während Florian, mit 35 Jahren der älteste der drei Brüder, seine Karriere beim Bezirksligisten Bad Bayersoien ausklingen lässt, haben Max (33) und Felix (31) die Schlittschuhe an den Nagel gehängt.

Felix Barth: „Die Familie steht jetzt im Mittelpunkt“

Während sich bei Max aufgrund der räumlichen Distanz zu Peißenberg – er arbeitet als Gymnasiallehrer in Vaterstetten – eine Fortsetzung der Karriere schwierig gestaltet hätte, hätte Felix durchaus weitermachen können. „Aber ich wollte das vom Zeitaufwand her einfach nicht mehr machen“, so der 31-Jährige. „Ich habe gemerkt, dass ich zu Hause nicht mehr so viel mitkriege.“ Die Familie steht jetzt aber im Mittelpunkt, vor allem seit 2018, da ist der ehemalige Torhüter der „Eishackler“ Vater geworden.

Eishockey: 14 Jahre stand Felix Barth für die „Eishackler“ zwischen den Pfosten

Ende Februar ist Felix Barth 31 Jahre geworden. Für einen Torhüter ist das eigentlich kein Alter. Als er seine Laufbahn nach der Saison 2018/19 beendete, hatte er 14 Jahre für den Bayernligisten von der Ammer zwischen den Pfosten gestanden. Im zarten Alter von 16 Jahren feierte er am 18. November 2005 sein Debüt bei den Herren. Barth kam zu Beginn des Schlussdrittels beim Stande von 1:8 ins Spiel, nachdem der etatmäßige Torhüter Max Bergmann entnervt seinen Platz geräumt hatte. Zwar musste auch Barth noch viermal hinter sich greifen (die Partie endete 3:12 aus Peißenberger Sicht), in der Folge sorgte er aber überwiegend für positive Schlagzeilen. Nach dieser Partie rückte er dauerhaft in den TSV-Kader auf, nachdem Goalie Markus Meyer aus gesundheitlichen Gründen hatte aufhören müssen. Trotz seines jugendlichen Alters legte Barth eine außergewöhnliche Coolness an den Tag, und mit seinen Paraden rettete er seinem Teamt nicht nur einmal den Sieg. Insgesamt bestritt er in den 14 Jahren mehr als 300 Pflichtspiele für die „Eishackler“.

Eishockey: Vereinswechsel kam für Felix Barth nie in Frage

Zuletzt hatte sich Barth vier Jahre lang die Einsatzzeiten in der Bayernliga mit Jakob Goll und Michael Resch teilen müssen. es ist wahrlich selten, dass ein Amateurverein über drei starke Torhüter gleichzeitig verfügt. Das Ganze sei nicht so schlimm gewesen, sagt Barth, „wir konnten uns ja drauf einstellen“. Andererseits hätte sich Barth über mehr Einsätze schon gefreut: „Ein Torhüter lebt ja auch davon, dass er regelmäßig spielt.“ Ein Vereinswechsel kam für ihn dennoch nie in Frage.

Obwohl für Barth in der Saison 2019/20 nach dem Karriereende von Goll und Resch der Weg zur unangefochtenen Nummer eins frei gewesen wäre, zog auch er einen Schlussstrich. Da war zum einen eine Handoperation: „Von daher wäre ohnehin nix mehr gegangen.“ Zum anderen fehlte auch der letzte Wille, weiterzumachen: „Es hat einfach nicht mehr so gepasst“, gibt der 31-Jährige zu.

Eishockey. Felix Barth vielleicht einmal Torwart-Trainer

Irgendwann will er wieder aufs Eis gehen – allerdings wohl nicht mehr als Spieler, und schon gar nicht in der Bayernliga. Eventuelle Anfragen können sich die „Eishackler“-Verantwortlichen also sparen. Vorstellen kann sich Felix Barth jedoch mal als Torwart-Trainer für den Nachwuchs tätig zu sein: „Zu meiner Zeit hat’s das auch gegeben. So etwas fehlt inzwischen ein wenig in Peißenberg.“ Zu U20-Trainer Christian Kratzmeir und U15-Coach Markus Ratberger hat er er jedenfalls regelmäßigen Kontakt. Kommt es so, wie Felix Barth vermutet, kann er sich den Gang ins Peißenberger Eisstadion zu Spielen seiner Ex-Teamkameraden vorerst sparen: „Ich gehe fest davon aus, dass im Seniorenbereich heuer kein Eishockey mehr gespielt wird.“

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