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„Eishackler“-Torwart Korbinian Sertl war jederzeit Herr der Lage.

Eishockey: Bayernliga

Sertl hält stark, und die „Eishackler“ treffen in Unterzahl

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Die Rückkehr aus der einwöchigen Spielpause ist den Peißenberger „Eishacklern“ gelungen. Das Spitzenspiel der Abstiegsrunde gegen den bis dato ungeschlagenen ESC Geretsried entschied der TSV klar für sich.

Peißenberg - Kurz vor Schluss pflückte er noch einen scharfen Schuss ganz locker mit der Fanghand aus dem Winkel. Das war nicht die einzig starke Aktion von „Eishackler“-Torhüter Korbinian Sertl. Zwei Tage nach seinem 27. Geburtstag feierte der Torwart des TSV Peißenberg beim 3:0 (1:0, 1:0, 1:0)-Heimerfolg gegen die River Rats Geretsried nach starker Leistung einen shut-out.

TSV-Trainer Simon Mooslechner wollte die Aktionen seines Keepers, der nun schon zweimal hintereinander zum Torhüter des Monats in der Bayernliga gewählt wurde, nicht besonders hervorheben: „Das ist sein Job.“ Er lenkte den Blick vielmehr aufs ganze Team: „Das war ein Erfolg der ganzen Mannschaft. „Kompliment das war gut, bis auf ein paar Minuten“, sagte Mooslechner. Als faire Verlierer erwies sich Geretsrieds Coach Sebastian Wanner, dessen Team beim letzten Auftritt in Peißenberg noch mit 8:3 gewonnen hatte: „Der Sieg geht völlig in Ordnung, wir haben nie ins Spiel gefunden und waren meist in der Defensive.“

TSV Peißenberg: Sertl vereitelt die große Ausgleichschance

Die „Eishackler“ starteten schwungvoll in die Partie. Moritz Birkner (2.) und Markus Andrä (3.) verzeichneten gleich die ersten guten Möglichkeiten. Nach einer weiteren Großchance von Valentin Hörndl (11.) bereitete derselbe Spieler den verdienten Führungstreffer der Peißenberger vor. Einen gut vorgetragenen Angriff der neu formierten Reihe mit Hörndl, Florian Höfler und Tobias Estermaier veredelte Letzterer mit dem 1:0 (14.). In der Schlussphase des Eröffnungsdurchgangs leisteten sich die Hausherren dann aber einige Nachlässigkeiten. Geretsrieds Martin Köhler (19.) kam so zu einer Ausgleichschance, die Sertl aber vereitelte.

Im Mittelabschnitt ging es zunächst hin und her. Beide Torleute konnten sie immer wieder auszeichnen. Die besten Möglichkeiten bei den „Eishacklern“, die diesmal nur mit drei Reihen spielten, vergaben Lukas Novacek (29.) und Estermaier (32.) in Überzahl. Der nächste Treffer fiel dann in Unterzahl. Die Peißenberger ließen die Geretsrieder in ihrem Powerplay nicht zur Entfaltung kommen – und nutzten stattdessen einen Konter zum 2:0 (33.); Torschütze war Hörndl. Vor dem letzten Wechsel verzeichneten beide Mannschaften weitere Großchancen. 

Im Schlussdurchgang drängten die Gäste auf den Anschluss. Die Peißenberger standen allerdings weiterhin stabil und konnten sich auf Sertl verlassen. Bei einem guten Angriff der dritten Reihe (46.) und einer Chance von Max Malzatzki (52.) lag die Entscheidung in der Luft. Kurz danach gerieten die Hausherren nach einem unnötigen Foul von Dominik Ebentheuer in doppelte Unterzahl. Mit zwei Mann mehr auf dem Eis wussten die Geretsrieder aber nicht anzufangen. Besser machte es dagegen Hörndl (55.), der, als der TSV wieder zu viert war, mit seinem zweiten Unterzahltreffer für die Entscheidung sorgte.

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