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Endlich mal wieder jubeln: In einer munteren Partie bezwangen die Peißenberger (in dunklen Trikots, hier Maximilian Malzatzki, li., und Daniel Clairmont) die Minitruppe aus Bad Kissingen. Für die Eisahckler war es nach sechs Niederlagen in Folge der erste Sieg.

Eishockey: Oberliga-Qualifikation

Übler Check gegen Höfler überschattet Peißenbergs Sieg

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Na also, es geht doch: Im Heimspiel am Freitag gegen den EC Bad Kissingen beendete der TSV Peißenberg eine Serie von sechs Niederlagen in Folge. Der Trainer der Gäste ging mit seiner Mannschaft hart ins Gericht.

Peißenberg – Auch wenn sich der sportliche Wert dieser Partie für sie in Grenzen hielt, lieferten die Eishackler im Heimspiel am Freitag gegen den mit einer Minitruppe von elf Feldspielern und nur einem Torwart angereisten EC Bad Kissingen eine engagierte Vorstellung und gewannen auch in der Höhe verdient mit 8:3 (3:1, 3.0, 2.2). Während Peißenbergs Trainer Sepp Staltmayr verständlicherweise zufrieden war, konnte Bad Kissingens Co-Trainer Michael Rosin bei der Pressekonferenz seinen Ärger nicht verbergen. Das, was seine Mannschaft da abgeliefert habe, „war 60 Minuten Totalausfall“. Für die Restsaison malte er ein düsteres Bild: „Man kann einen Play-off-Platz auch verschenken. Ich denke, das ist heute geschehen.“

Was das Zuschauerinteresse betrifft, so hatten die Gastgeber ein Kontrastprogramm. Verfolgten vergangene Woche fast 2000 Zuschauer das Duell gegen Riessersee, so verliefen sich diesmal gerade einmal etwas mehr als 300 Besucher in der Peißenberger Eishalle. Die bekamen aber vom Anfangsbully weg ein munteres Spiel zu sehen. Gerade mal 22 Sekunden waren absolviert, als Daniel Clairmont die Eishackler in Führung brachte. Nach etwas mehr als sechs Minuten waren bereits vier Treffer gefallen. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich der Unterfranken (4.) legten der an diesem Abend auffälligste Peißenberger, Florian Höfler, sowie Martin Andrä die Treffer zum 2:1 (6.) und 3:1 (7.) nach. Kurz darauf vergab Höfler einen Penalty (8.).

Im zweiten Abschnitt fielen trotz weiterer Chancen hüben wie drüben zunächst keine Tore. Dann aber ging es schnell: Binnen weniger als zwei Minuten schraubten Höfler (34.) und Maximilian Malzatzki (36.) das Ergebnis auf 5:1. Kurz darauf streckte Bad Kissingens Verteidiger Domantas Cypas mit einem üblen Kniecheck Höfler nieder. Cypas erhielt dafür fünf Minuten plus eine Spieldauerstrafe. Und die ging für Bad Kissingen Co-Trainer Rosin auch völlig in Ordnung. „Ich möchte mich für dieses saudumme Foul entschuldigen.“ Mit Wohlwollen nahm er zur Kenntnis, dass sich der Übeltäter bei dieser Aktion mehr wehtat als das Opfer. „Vielleicht ist es ganz gut, dass er sich verletzt hat, vielleicht lernt er daraus.“ Unmittelbar vor der Pausensirene machte Dominik Ebentheuer mit einem Traumtor das halbe Dutzend für Peißenberg voll.

Im Schlussabschnitt setzten beide Mannschaften das muntere Toreschießen fort. Zunächst verkürzten die Gäste den Rückstand (43.), ehe Höfler mit einem herrlichen Schuss in den Winkel den Fünf-Tore-Abstand wieder herstellte (48.). Dieses Spielchen wiederholte sich: Dem 3:7 des EC (56.) ließ Malzatzki in der Schlussminute das 8:3 folgen. TSV-Coach Staltmayr hatte gefallen, was er gesehen hatte: „Wir haben schöne Spielzüge gehabt und schöne Tore geschossen.“ Mit diesem Erfolg haben die Peißenberger eine Serie von sechs Niederlagen in Folge beendet: „Es tut gut, dass wir wieder mal gewonnen haben“, so Staltmayr.

TSV Peißenberg -EC Bad Kissingen 8:3 (3:1, 3:0, 2:2)

1. Drittel: 1:0 (0:22) Clairmont (Höfler/Estermaier), 1:1 (3:51) Nemirovsky (Zimmer), 2:1 (5:44) Höfler (Clairmont/Estermaier), 3:1 (6:18) Andrä. 2. Drittel: 4:1 (33:18) Höfler (Estermaier/Clairmont), 5:1 (35:04) Malzatzki (Eichberger), 6:1 (39:59) Ebentheuer (Estermaier/5-4). 3. Drittel: 6:2 (42:25) Nold (Eirenschmalz/Nemirovsky), 7:2 (47:16) Höfler (Clairmont/Malzatzki), 7:3 (55:43) Seewald, 8:3 (59:09) Malzatzki (Höfler). Strafminuten: Peißenberg 8, Bad Kissingen 9 plus 20 für Cypas (Spieldauer-Disziplinarstrafe wegen Checks gegen das Knie). Zuschauer: 320.

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