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Diemsla gab‘s nichts zu holen: Im vierten Duell in dieser Saison gegen Klostersee handelten sich die Eishackler (in schwarzen Trikots, hier Florian Höfler) die erste Niederlage ein.

Eishockey: Oberliga-Qualifikation

Peißenberger Rumpfteam chancenlos

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Der TSV Peißenberg schleppt sich dem Saisonende entgegen. Im Auswärtssspiel gegen den EHC Klostersee konnten die Eishackler mal wieder nur ein Rumpfteam aufbieten – und das war letztlich chancenlos.

Peißenberg – Bislang zählte der EHC Klostersee in dieser  Saison zu den Lieblingsgegnern der Peißenberger. Die drei vorangegangenen Duelle hatten die Eishackler alle gewonnen, und zwar stets mit dem gleichen Ergebnis (4:3, davon einmal in der Verlängerung). Diesmal aber hatte das Team von Trainer Sepp Staltmayr nichts zu melden, mit 3:8 (1:3, 1:3, 1:2) fiel die Niederlage am Freitagabend sogar ziemlich deutlich aus.

Es war jedoch abzusehen, dass es für die Eishackler diesmal wohl nichts zu holen geben würde. Der Spielberichtsbogen wies gerade einmal 13 Feldspieler aus. Neben den langzeitverletzten Dominik Novak und Moritz Birkner fehlten in Grafing auch Leonhard Zink, Maximilian Barth und Manfred Eichberger.

Den Gastgebern war von Beginn an anzumerken, dass sie nicht gewillt waren, auch noch ein viertes Mal in dieser Saison gegen die Peißenberger den Kürzeren zu ziehen. Sie spielten munter nach vorn, doch die Gäste verhinderten zunächst Schlimmeres. Der EHC ging zwar in Führung (11.), wenige Minuten später sorgte Florian Höfler jedoch für den Ausgleich des TSV (14.). Danach aber bestürmte Klostersee wieder das gegnerische Gehäuse. Zwei Treffer binnen einer Minute (17., 18.) sorgten dann für eine 3:1-Pausenführung der Grafinger.

Die Eishackler legten zu Beginn des Mittelabschnitts zunächst eine rauere Gangart an den Tag, die jedoch nicht ungeahndet blieb. Nach einem Check von hinten handelte sich Höfler zwei Minuten plus eine zehnminütige Disziplinarstrafe ein. Wenige Sekunden später leistete ihm dort Manuel Singer Gesellschaft. Mit zwei Mann weniger auf dem Eis kassierten die Peißenberger auch prompt das 1:4 (24.). Nach etwas mehr als der Hälfte der Spielzeit hatten die Klosterseer mit zwei weiteren Toren (27., 32.) das halbe Dutzend vollgemacht. Es bahnte sich jetzt ein Debakel für die Eishackler an – doch ganz so schlimm kam es dann doch nicht.

Die Partie wurde zunehmend hektischer und war geprägt von vielen Unterbrechungen. Spielfluss kam da auf beiden Seiten nicht mehr großartig auf. Unterhaltsam war zumindest die Schlussphase, als binnen 72 Sekunden drei Treffer fielen. Zwei gingen auf das Konto des EHC, auf der anderen Seite sorgte Maximilian Malzatzki für das zwischenzeitiliche 3:7.

Am Sonntag, 17. Februar, empfangen die Eishackler den Tabellenführer SC Riessersee (17 Uhr). Für den abgesclagenen Tabellenletzten der Oberliga-Qualifikation ist dieses Duell gegen die Werdenfelser, obwohl es sportlich gesehen um so gut wie gar nichts mehr geht, ein Saisonhöhepunkt.

EHC Klostersee – TSV Peißenberg 8:3 (3:1, 3:1, 2:1)

1. Drittel: 1:0 (10:37) P. Quinlan (Kaefer/Hördt), 1:1 (13:46) Höfler (Mooslechner/Ebentheuer), 2:1 (16:22) Kaefer (P. Quinlan), 3:1 (17:27) P. Quinlan (Hummer/Kaller/4-5). 2. Drittel: 4:1 (23:44) Persson (Wren/P. Quinlan/5-3), 5:1 (26:32) P. Quinlan (Rische/Kaefer), 6:1 (31:40) Kaefer (P. Quinlan), 6:2 (32:17) Malzatzki (Fl. Barth/Estermaier). 3. Drittel: 7:2 (55:41) Wieczorek (Glombitza/Gleixner), 7:3 (56:16) Clairmont (Baloch), 8:3 (56:53) Persson (Wren/Hummer). Strafminuten: Klostersee 18, Peißenberg 20 plus 10 für Höfler (Check von hinten). Zuschauer: 312.

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