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Max Malzatzki.
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Florian Höfler (r.) war an zahlreichen Offensivaktionen beteiligt.
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Eishockey: Bayernliga/Oberliga

„Eishackler“ jubeln im Nachholspiel 

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Die Serie hält: Auch im dritten Duell mit dem EHC Klostersee in dieser Saison gingen die „Eishackler“ als Gewinner vom Eis - und das verdient. 

Peißenberg - Die Jubelformalitäten waren beendet, die „Eishackler“ machten sich schon in Richtung Kabine auf. Ein Spieler hatte sein Tagwerk aber noch nicht erfüllt. „Felix, die Rolle“, forderte der Fanclub. Und Keeper Felix Barth kam dem Ansinnen gerne nach. Zum Gaudium der Fans zeigte der Torwart noch einen Überschlag auf dem Eis. Zwei Sekunden vor der Schluss-Sirene hatte Felix Barth schon eine Flugeinlage gezeigt - mit dieser Parade brachte er den 4:3 (3:1, 0:0, 1:2)-Heimsieg im Nachholspiel gegen den EHC Klostersee endgültig in trockene Tücher. Es war der dritte Sieg gegen die Grafinger in der laufenden Saison.

Ein später Ausgleich wäre noch möglich gewesen - die letzten 39 Sekunden war Peißenberg in Unterzahl und Klostersee hatte den Torwart vom Eis genommen -, doch der Ausgleich „wäre glücklich gewesen“, sagte EHC-Trainer Dominik Quinlan. Er sprach von einem „verdienten Sieg“ der Gastgeber. Seiner Truppe, die bislang in der Verzahnungsrunde mit der Oberliga überzeugt und zuletzt sogar den Überflieger Miesbach mit 4:2 besiegt hatte, stellte der Coach ein schlechtes Zeugnis aus. Die Leistung in den ersten beiden Dritteln sei desolat gewesen: „Mit das schlechteste, was wir in dieser Saison gezeigt haben“. Als Hauptgrund für den schlechten Auftritt machte Quinlan fehlende geistige Frische aus. 

Sein Gegenüber, Peißenbergs Trainer Sepp Staltmayr, war dagegen vollauf zufrieden: „Wir waren von Beginn an frisch.“ Man habe die Mannschaft gesehen, „die wir alle sehen wollen“. Jeder Spieler habe sich für den anderen aufgeopfert. Offenbar hatte Staltmayr zuletzt einige kritische Töne über den Zustand seines Teams vernommen. Fast schon trotzig sagte er nach dem Dienstagsspiel: „Die Mannschaft funktioniert.“ Darüber hinaus, so Staltmayr, „haben wir auch schönes Eishockey gespielt“.

In der Tat zeigten die Peißenberger über weite Strecken vor den knapp 400 Zuschauern eine gute, bisweilen sogar starke Leistung. Sattelfest in der Abwehr agierend, gelangen diverse gut anzuschauende Offensivaktionen. Das ganze Spiel der „Eishackler“ war deutlich sicherer und vor allem schneller als beim 3:1-Erfolg am Sonntag gegen den EHC Königsbrunn. Der erste Sieg in der Zwischenrunde wirkte offenbar befreiend. „Siege geben eben Selbstvertrauen“, sagte Staltmayr.

Mit einer schönen Einzelaktion brachte Daniel Clairmont die Gastgeber mit 1:0 in Führung (5.). Auch der Kanadier wirkte im Vergleich zum Spiel gegen Königsbrunn deutlich verbessert. Etwas überraschend glichen die Klosterseer durch Marinus Kritzenberger zum 1:1 aus (9.). Nur 64 Sekunden später lagen die „Eishackler“ wieder vorn: Nach feinem Pass von Florian Höfler erzielte Max Willberger das 2:1 (10.). Wenig später waren die Peißenberger das erste Mal in Überzahl - und schlugen gleich zu. Ein maßgenaues Zuspiel von Martin Andrä nutzte Leonhard Zink zum 3:1 (12.). Klostersee war nur hie und da gefährlich, Bernd Rische (15./in Unterzahl) und Matthias Baumhackl (19.) hatten Chancen. Die besseren Möglichkeiten hatten im ersten Durchgang aber die „Eishackler“ gehabt. So gab es Doppelchancen durch Manfred Eichberger und Maximilian Malzatzki (10.) sowie Max Barth und Höfler (18.).

Im zweiten Abschnitt ging es in hohem Tempo hin und her, die Peißenberger waren aber stets Herr der Lage. Nur einmal brannte es lichterloh, als Klostersees Baumhackl nach einem Traumpass völlig frei vor Keeper Felix Barth auftauchte, doch der Torwart parierte (25.). Auf der anderen Seite scheiterten Eichberger (24.), Clairmont in Überzahl (28.) und Höfler (34.) jeweils in aussichtsreicher Position.

Im Schlussdrittel ging der EHC energischer in die Zweikämpfe. Genau so eine Aktion leitete den 2:3-Anschlusstreffer durch Bob Wren (44.) ein. Die Peißenberger reagiertem umgehend: Höfler und Dominik Ebentheuer scheiterten noch, doch Tobias Estermaier sorgte nach gutem Einsatz mit einem Schlenzer für das 4:2 (46.). Ein völlig unnötiger Puckverlust der „Eishackler“ ermöglichte Wren den Treffer zum 3:4 (50.). Danach schwächten sich die Gäste aber selbst: Philipp Quinlan erhielt nach einem Stockstich gegen Estermaier eine 5-plus-Spieldauerstrafe (52.). Peißenberg war in der Folge sogar längere Zeit mit zwei Mann mehr auf dem Eis, schaffte es aber nicht, für die Entscheidung zu sorgen. Knapp zwei Minuten vor Schluss nahm der EHC den Torwart für einen sechsten Feldspieler vom Eis. Die Peißenberger verteidigten geschickt. Florian Höfler hatte den fünften Treffer schon vor Augen, traf aber nur an den Pfosten (60.). Höfler musste wenige Sekunden danach auf die Strafbank, die Partie kippte aber nicht mehr.

Am Freitag, 1. Februar, treffen die „Eishackler“ zu Hause auf den HC Landsberg. Dessen Trainer, Randy Neal, war am Dienstag auch im Stadion und beobachtete die Peißenberger. Beginn des Derbys ist um 19.30 Uhr.

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