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Gespräche auf der Bank: Simon Mooslechner (Mi.) gelang das Debüt als Cheftrainer. Ihm zur Seite stand Leonhard Zink (links), der verletzungsbedingt nicht spielen konnte. 

Eishockey: Bayernliga

Mooslechner gewinnt zum Einstand als Chef-Trainer

  • vonRoland Halmel
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Das erste Spiel nach der Entlassung von Trainer Rainer Höfler hat der TSV Peißenberg gewonnen. Sein Nachfolger Simon Mooslechner feierte damit einen gelungenen Einstand.

Peißenberg – Vor sechs Wochen verloren die Peißenberger „Eishackler“ ihre Heimpartie gegen den ESC Dorfen nach Penaltyschießen. Beim erneuten Aufeinandertreffen in der Abstiegsrunde gewann der TSV am Freitagabend mit 6:2 (2:0, 4:1, 0:1) – und auch sonst war vieles anders als seinerzeit.

Bei den „Eishacklern“ hatte erstmals Simon Mooslechner das Kommando hinter der Bande, da sich der Verein kurzfristig von Coach Rainer Höfler getrennt hatte. „Es ist natürlich komisch, wenn man als Tabellenführer den Trainer entlässt. Wir haben seit 23. Dezember Gespräche mit ihm geführt. Es hat sich aber nichts verbessert, deshalb war es Zeit zum Handeln“, sagte „Eishackler-Chef“ Norbert Ortner bei der Pressekonferenz im vollbesetzten Stüberl. „Ich musste nicht lange überlegen, um den Job zu übernehmen“, sagte Simon Mooslechner, der bei seinem Debüt als Cheftrainer einen erfolgreichen Einstand feierte. „Ich muss der Mannschaft gratulieren. Moral und Kampf haben gestimmt“, sagte Mooslechner. Weniger zufrieden war er mit der Schlussphase, in der die Gastgeber trotz Überzahl nichts zustande brachten. Dorfens Coach Randy Neal, der in Peißenberg wohnt und damit quasi ein Heimspiel hatte, sagte: „Wir hätten höher verlieren können.“ Den „Eispiraten“ fehlte unter anderem Topscorer Lukas Miculka.

TSV Peißenberg: Das zweite Powerplay bringt Erfolg

Die Partie begann zäh. Bis auf einen Lattentreffer von Tobias Estermaier in Überzahl (5.) passierte nicht viel. Das zweite Powerplay der Hausherren brachte dann aber Erfolg: Matthias Müller staubte zum 1:0 (12.) ab. 90 Sekunden später ließ Brandon Morley mit einem haltbaren Schuss das 2:0 (13.) folgen. TSV-Goalie Korbinian Sertl, der auch in der kommenden Saison beim TSV spielen wird, vereitelte in Unterzahl eine Chance von Timo Borrmann (17.). ESC-Spieler Tomas Vrba scheiterte am Pfosten (23.). In der Folge übernahmen die Peißenberger, die mit vier Reihen spielten, das Kommando.

In Unterzahl gelang Valentin Hörndl das 3:0 (28.). Ein Doppelschlag binnen 26 Sekunden durch Florian Höfler und Tobias Estermaier zum 4:0 und 5:0 (38.) brachte die Vorentscheidung. Marco Mooslechner machte das halbe Dutzend voll (40.). Noch vor der Sirene erzielte Borrmann 1:6. Im Schlussdrittel kontrollierten die „Eishackler“ weitgehend das Geschehen. Die Dorfener fielen fast nur noch durch Fouls auf. Minutenlang spielte Peißenberg mit zwei Mann mehr, ohne daraus Kapital zu schlagen. Martin Saluga traf für Dorfen (54.). Das war angesichts der deutlichen Führung leichter zu verschmerzen als die Spieldauerstrafe, die sich Markus Andrä 29 Sekunden vor dem Ende wegen eines Bandenchecks einhandelte. 

Statistik: 1. Drittel: 1:0 (11:23) Müller (Eatermaier, Morley/5-4), 2:0 (12:58) Morley (Glattenbacher, Müller). 2. Drittel: 3:0 (27:02) Hörndl (Birkner, Ebentheuer/4-5), 4:0 (37:15) Höfler (Kreutterer), 5:0 (37:41) Estermaier (Morley), 6:0 (39:35) Mooslechner (Birkner), 6:1 (39:57) Borrmann (Saluga). 3. Drittel: 6:2 (53:37) Saluga. Strafminuten: TSV Peißenberg 8 plus 5 plus 20 für Markus Andrä, ESC Dorfen 24 plus 10 für Rosenkranz. Schiedsrichter: M. Vorgeitz; Wörle, B. Vorgeitz. Zuschauer: 481.

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