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Heftig ausgebremst: Die Peißenberger (in schwarzen Trikots, hier Tobias Estermaier) erwischten in Füssen (hier eine Szene aus dem Hinspiel) einen rabenschwarzen Tag.

Eishockey: Oberliga-Qualifikation

Peißenberg geht in Füssen unter

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Das war dann wohl nichts. Für die Eishackler geriet das Gastspiel beim EV Füssen zum Fiasko.

Peißenberg – Am Freitag hatte Bad Kissingens Co-Trainer Michael Rosin nach der 3:8-Niederlage in Peißenberg bei der Beurteilung der Leistung seiner Mannschaft wenig schmeichelhafte Worte gewählt: „60 Minuten Totalausfall.“ Mit exakt den selben Worten beschrieb Eishackler-Sprecher Andreas Schugg das, was er beim 1:8 (0:2, 0:4, 1:2) am Sonntagabend von seinem Team im Gastspiel beim EV Füssen zu sehen bekam.

Schon nach wenigen Minuten war laut Schugg zu erkennen, dass dies für die Peißenberger ein sehr unerfreulicher Abend werden würde. Die Füssener, die aussichtsreicher Kandidat im Rennen um Platz zwei in der Oberliga-Qualifikation sind, legten sofort den Vorwärtsgang ein und bestürmten das von Jakob Goll gehütete Peißenberger Gehäuse. Auf der anderen Seite versuchten die Peißenberger, für die es einzig und allein noch daraum geht, in der Abschlusstabelle nicht den letzten Platz zu belegen, sich dem Füssener Angriffswirbel entgegenzustemmen. Allein es blieb beim Versuch. Es war laut Schugg einzig und allein dem wacker haltenden TSV-Goalie Goll zu verdanken, dass die Allgäuer nicht schon nach dem ersten Drittel ein halbes Dutzend Tore geschossen hatten. So mussten sie sich nach Treffern von Christian Krötz (7.) und Samuel Payeur (18.) lediglich mit einem 2:0 zufrieden geben.

Wesentlich konsequenter im Abschluss waren die Füssener jedoch im zweiten Abschnitt. Ron Newhook (25.), Tobias Meier (34.) sowie Marc Besl mit einem Doppelpack (30., 38.) schraubten das Ergebnis auf 6:0. An Peißenberger Entlastungsangriffe war nicht zu denken: „Wir sind teilweise gar nicht mehr aus dem eigenen Drittel rausgekommen“, schilderte Schugg.

Als die Peißenberger im Schlussdrittel dann auch noch die Treffer sieben und acht kassierten (50., 51.), bahnte sich für sie ein Debakel in zweistelliger Höhe an. Das blieb ihnen jedoch erspart, denn nach dem 8:0 war der Torhunger der Gastgeber gestillt. Auch in der Abwehr ließ beim EVF die Konzentration nach. So war den Peißenbergern zumindest noch der Ehrentreffer, erzielt durch Maximilian Malzatzki (52.), vergönnt.

Für die restlichen vier Partien der Oberliga-Qualifikation wünscht sich der Eishackler-Sprecher, dass die Mannschaft „ein bisserl Charakter zeigt“. Mit Leistungen wie der in Füssen wird das aber schwer.

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