1 von 6
Martin Andrä (rechts/hier eine Archivaufnahme) erzielte mit einem sehenswerten Solo den schönsten Treffer des Abends.
2 von 6
TSV-Torwart Jakob Goll stand mehrmals im Mittelpunkt des Geschehens.
3 von 6
Martin Andrä vor dem Miesbacher Tor.
4 von 6
5 von 6
6 von 6

Eishockey

„Eishackler“ engagiert, aber unterlegen

  • schließen

Dezimiert, aber engagiert - so traten die Peißenberger „Eishackler“ im Heimspiel am Freitag gegen den TEV Miesbach auf. Zu Punkten reichte es nicht. 

Peißenberg - „Der harte Kern ist da“, sagte Manfred Fichtner, technischer Leiter beim TSV Peißenberg, als er über die Tribünen in der Peißenberger Eishalle blickte. Es waren nicht mehr so viele Besucher wie in den meisten Heimspielen dieser Saison, aber doch immerhin noch gut 360 Zuschauer, die zum Heimspiel der „Eishackler“ am Freitagabend gegen den TEV Miesbach gekommen waren. Und sie sahen eine engagierte Peißenberger Mini-Truppe, die sich gegen den favorisierten Tabellenzweiten der Oberliga-Qualifikation wacker schlug. Eine Überraschung, sprich Punkte, gab es allerdings nicht: Mit 2:4 (1:2, 0:2, 1:0) verloren die Peißenberger die Partie. Auch im Hinspiel in der Verzahnungsrunde hatten die „Eishackler“ nach großem Kampf den Kürzeren gezogen.

Eine Handvoll Ausfälle (dazu gehörten Manfred Eichberger und Valentin Hörndl) hatten die Gastgeber am Freitag zu verzeichnen. Nicht mit dabei war auch Kontingentspieler Daniel Clairmont. Der Vertrag des Kanadiers war am Donnerstag, 28. Februar, ausgelaufen. Und da die „Eishackler“ keine Chance mehr auf die Play-offs haben, verzichteten sie auf eine Verlängerung. „Das ist auch eine Kostenfrage“, sagte TSV-Trainer Sepp Staltmayr. Hätten die Peißenberger noch um den Play-off-Einzug mitgespielt, dann wäre der Vertrag mit Clairmont freilich weitergelaufen. Der verbliebene Rest - 13 Spieler, darunter drei Nachwuchsakteure - wehrte sich gegen die Miesbacher nach Kräften. Die Gäste hatten die größeren Spielanteile, gänzlich einseitig verlief das Geschehen aber nicht. „Man muss anerkennen, was die Mannschaft mit 13 Leuten gebracht hat. Sie hat nicht schlecht gespielt“, so Staltmayr. Das Team habe Moral gezeigt, „da arbeitet sich jeder Spieler auf“, so der Coach. Er hofft, „die Saison gemeinsam mit den Zuschauern und Fans zu Ende zu bringen“. Für die Miesbacher zählte vor allem das Ergebnis: „Die Punkte waren brutal wichtig“, sagte TEV-Coach Peter Kathan. Er ließ durchblicken, dass er sich ein souveräneres Auftreten der Seinen gewünscht hatte. „Mit dem Ergebnis bin ich aber sehr zufrieden“, so Kathan. Er habe das Beste versucht, damit sein Team den Tabellenletzten nicht unterschätzt.

Gleich nach 20 Sekunden geriet Peißenberg durch eine Strafzeit in Unterzahl, überstand die Situation. In der Folge parierte Torwart Jakob Goll mehrmals stark - er sollte sich über 60 Minuten als großer Rückhalt erweisen. Danach kam Peißenberg zu einem Powerplay (8.), Florian Höfler, Tobias Estermaier und Florian Barth hatten dabei gute Chancen. Gerade, als die Miesbacher wieder komplett waren, schlugen die „Eishackler“ zu: Max Barth schoss aufs Tor, Maximilian Malzatzki lenkte den Puck zum 1:0 ab (10.). Nur neun Sekunden später hatten die Miesbacher durch Filip Kokoska zum 1:1 ausgeglichen. Noch vor dem Drittelende erzielte der freistehende Michael Grabmaier im Nachsetzen das 2:1 für die Gäste (19.).  

Im Mittelabschnitt vereitelte Goll mehrere Chancen der Gäste, einmal hatte er Glück, dass der Puck an den Pfosten hüpfte. Als die „Eishackler“ einen Mann mehr auf dem Eis hatten, bekam TEV-Torjäger Slavicek Bohumil den Puck maßgenau zugespielt - und nutzte das Break zum 3:1 (33.). Wenig später eine ähnliche Szene: Diesmal lief Miesbachs Felix Feuerreiter allein auf Goll zu und erhöhte auf 4:1 (36.). „Zweimal haben wir den Gegner eingeladen, und Miesbach hat das eiskalt ausgenutzt“, sagte Staltmayr. Kurz vor Drittelende parierte Goll noch einmal bärenstark gegen Kokoska (39.).

Im Schlussdrittel verzeichnete die „Eishackler“ durch Schüsse von Martin Andrä, Markus Wohlgemuth und Tobias Estermaier einige Chancen. Für ein Highlight sorgte schließlich Andrä, der sich bei seinem Solo gegen drei Gegenspieler durchsetzte und den Puck zum 2:4 (50.) in die Maschen knallte. Miesbach ließ in der Folge nichts mehr anbrennen, auch wenn die „Eishackler“ unter anderem durch Leonhard Zink und Florian Höfler gute Möglichkeiten hatten. 

Das könnte Sie auch interessieren:

Peitings schwerer Kampf in Lindau

SC Riessersee verliert in Bad Kissingen

 

Auch interessant

Mehr zum Thema