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Valentin Hörndl  (l.) im Duell mit Florian Zimmermann.
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Diesmal fiel die Aufholjad aus: Dominik Novak (in Schwarz) und die „Eishackler“ verloren nach einem 0:3-Rückstand gegen Erding mit 2:5.
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Dominik Novak (r.) gegen Daniel Krzizok.
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Von rechts: Tobias Estermaier und Valentin Hörndl in Aktion.
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Max Barth (Mi.) auf der Jagd nach dem Puck.
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Peißenbergs Max Willberger (r.) in Aktion.
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Valentin Hörndl vor dem Erdinger Tor.
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Erdings Florian Zimmermann an der Scheibe.

Eishockey: Bayernliga

0:3-Rückstand ist gegen Erding zu groß

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Der Kampf um Platz acht bleibt spannend: Im Heimspiel gegen Erding gingen die „Eishackler“ leer aus. Ausschlaggebend waren die ersten zehn Minuten.

Peißenberg - Gänzlich ungeschoren durften die Erdinger dann doch nicht davon kommen. Zum Beginn der Pressekonferenz wurde Gäste-Coach Topias Dollhofer dem Publikum als „Trainer des ESC Dorfen“ vorgestellt. Ein freilich unabsichtlicher Fauxpas, den Dollhofer gekonnt weglächelte. Mit dem Erzrivalen verwechselt zu werden, machte ihm diesmal nicht viel aus, denn immerhin gelang seinem Team ein Riesenschritt in Richtung Verzahnungsrunde mit der Oberliga. Die Peißenberger „Eishackler“ hingegen stehen nach der 2:5 (0:3, 1:0, 1:2)-Niederlage im Vorrunden-Endspurt unter Zugzwang. 

Entscheidend vor gut 600 Zuschauern waren die ersten neun Spielminuten. Da agierten die Erdinger eiskalt und trafen zum 1:0 (2.) und dann binnen 47 Sekunden zum 2:0 (9.) und 3:0 (9.). Erdings Coach Dollhofer sprach von „drei relativ glücklichen Kontern“, Peißenbergs Trainer Sepp Staltmayr von „drei Geschenken“. Zugleich monierte Staltmayr, dass sein Team die Anfangsphase verschlafen habe. „Du drehst nicht jedes Mal einen 0:3-Rückstand“, sagte Staltmayr mit Blick auf das furiose 4:3 am Sonntag in Klostersee (wir berichteten). Die „Eishackler“ hatten im ersten Drittel zahlreiche Chancen, allein Tobias Estermaier scheiterte mehrmals freistehend. Einmal traf er nur ans Gestänge (12.). Hinzu kam ein stark haltender Gäste-Keeper Jonas Steinmann. „Er fängt derzeit sehr gut und vor allem unaufgeregt“, lobte Dollhofer.

Im Mitteldrittel hielten die Erdinger die Peißenberger etwas mehr von ihrem Tor fern. Das Spiel plätscherte in einigen Phasen so dahin. Estermaier sorgte mit dem 1:3 (28.) für Hoffnung bei den einheimischen Fans. Gleich darauf scheiterte Manfred Eichberger nach gutem Solo (29.); er hatte den Keeper schon ausgespielt, war dann aber nicht mehr an die Scheibe gekommen. Im Schlussdrittel traf Eichberger an den Pfosten, im Gegenzug gelang Erding das 4:1 (42.). Das vierte Tor „hat uns gut getan“, sagte Dollhofer. In Unterzahl scheiterte Max Barth freistehend am Gäste-Keeper (44.). Im Anschluss an einen langen Pass und einem Alleingang von der blauen Linie erzielte Erding das 5:1 (50.). Peißenberg versuchte es weiter, Florian Höfler zog mehrmals gefährlich ab, doch mehr als das 2:5 durch Dominik Novak (56./in 4:3-Überzahl) sprang nicht heraus. Kurz vor Schluss traf Erdings Mathias Jeske in 5:3-Überzahl an den Pfosten (59.).

Das Spiel in Klostersee „hat sicher Kraft gekostet“, so Staltmayr. Als Entschuldigung wollte er dies aber nicht gelten lassen. Der an der Schulter verletzte Martin Andrä wird ihm zufolge noch vier Wochen ausfallen. Beim an einer Fußverletzung laborierenden Daniel Clairmont „schauen wir von Tag zu Tag“.

Oldtimer-Zamboni als Rettung

Viel fehlte nicht, und die „Eishackler“ hätten die Bayernliga-Partie gegen den TSV Erding absagen müssen. Kurz vor Heiligabend streikte plötzlich die Eisbearbeitungsmaschine („Zamboni“) – Ersatzteile waren auf die Schnelle nicht aufzutreiben. Über den ESC Geretsried bekamen die Peißenberger Kontakt zum EC Thanning, der noch ein Uralt-Gerät aus dem Jahr 1972 in einem Schuppen stehen hatte. Kurzerhand wurde das Ding nach Peißenberg verfrachtet. TSV-Präsident Stefan Rießenberger ließ sich in einem Schnellkurs noch genau erläutern, wie der Oldtimer funktioniert. Vor dem Spiel und in den Drittelpausen saß der TSV-Chef also höchstselbst auf dem betagten „Zamboni“ und bereitete gekonnt das Eis.

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