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Seltenes Bild: Die Gäste vom TSV Erding kamen nicht allzu oft vors Tor des TSV Peißenberg, dennoch gelangen ihnen vier Tore. „Eishackler“-Keeper Korbinian Sertl (im Hintergrund) traf bei den Gegentreffern keine Schuld.

„Eishackler“ unterliegen dezimierten „Gladiators“ erneut

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Der TSV Erding avanciert für die Peißenberger „Eishackler“ langsam zu einem Angstgegner. Nach dem Auswärtsspiel verloren die Peißenberger auch das Heimspiel – diesmal in regulärer Spielzeit.

Peißenberg „Heute hat nicht die bessere, sondern die cleverere Mannschaft gewonnen“, urteilte Eishackler-Coach Rainer Höfler nach der 1:4-Heimniederlage gegen die Erdinger „Gladiators“, die ohne vier Stammspieler angereist waren. Gäste-Trainer Thomas Vogl war dagegen hoch erfreut: „Ich hatte kein gutes Gefühl vor dem Spiel, aber jetzt bin ich begeistert von der Mannschaft, wie sie dem Druck der Peißenberger stand gehalten hat.“

Die Erdinger standen fast 60 Minuten unter Dauerbeschuss, nur trafen die „Eishackler“ einfach nicht ins Tor. „Wenn man 50-mal schießt, aber nur einmal trifft, ist das halt zu wenig“, ärgerte sich Höfler. Erdings Goalie Christoph Schedlbauer zeigte zudem starke Paraden. Ein weiterer Grund für die Niederlage: „Unsere individuellen Fehler vor den Gegentoren hat der Gegner gut genutzt“, so Höfler. Der letzte Peißenberger Sieg gegen Erding datiert vom 26. Dezember 2016 (7:2).

TSV Peißenberg: letzter Sieg gegen Erding war 2016

In der ausgeglichenen Anfangsphase bekamen die über 600 Zuschauer keine großen Chancen zu sehen. Mit der ersten guten Möglichkeit gingen die Gäste in Führung: Stefan Groß traf zum 1:0 (10.), weil die „Eishackler“-Abwehr, die ohne den angeschlagenen Dominik Ebentheuer auskommen musste, nicht konsequent zur Sache ging. Die Peißenberger antworteten auf den Rückstand mit wütenden Angriffen. Lukas Bucher (11.), Daniel Höfler (13.), Valentin Hörndl (14.) und Michael Glattenbacher (15.) scheiterten jedoch. Einen weiteren Konter nutzte Erdings Martin Dürr zum 2:0 (15.).

Im torlosen Mittelabschnitt vergaben Markus Andrä (32.) und Brandon Morley (39.) die besten Gelegenheiten zum Anschlusstreffer. Im Schlussdurchgang hatte Erdings Keeper Schedlbauer bei einem Lattentreffer von Lukas Novacek (43.) das Glück des Tüchtigen. Kurz danach sorgte Martin Andrä mit dem 1:2 (48.) für Hoffnung bei den Gastgebern. Morley (51.) traf danach nur ans Außennetz. Bei Erding schwanden die Kräfte, zum Kontertor von Philipp Michl (58.) reichte es noch. Höfler nahm danach seinen Goalie Korbinian Sertl, den bei den Gegentreffern keine Schuld traf, vom Eis. Lukas Krämmer traf zum 4:1 in den verwaisten Kasten.

Statistik: 1. Drittel: 0:1 (9:52) Groß (Dürr, Schwarz), 0:2 (14:57) Dürr (Michl, Wagner). 2. Drittel: keine Tore. 3. Drittel: 1:2 (47:48) Martin Andrä (Lidl, Morley), 1:3 (57:57) Michl (Dürr), 1:4 (59:46) Krämmer (Canic, Lorenz/empty-net-goal). Strafminuten: Peißenberg 4, Erding 6. Schiedsrichter: Kees; Futterknecht, Zeck. Zuschauer: 606.

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