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Eishackler liefern großen Kampf vor großer Kulisse

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Von: Roland Halmel

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Punkte blieben ihnen zwar verwehrt, dennoch lieferten die Eishackler des TSV Peißenberg im Heimspiel gegen den SC Riessersee vor Rekordkulisse eine überzeugende Vorstellung ab.

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1 / 2So voll war die Peißenberger Halle schon lange nicht mehr: Fast 1900 Zuschauer verfolgten das Duell der Eishackler gegen Altmeister Riessersee. © Gronau
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2 / 2Am Ende jubelte der Favorit: Trotz erbitterter Gegenwehr verloren die Peißenberger mit 2:5. © Gronau

Peißenberg – Das Highlight des Jahres für die Eishackler hielt, was es versprach. Vor der Rekordkulisse von fast 1900 Zuschauern lieferte die Truppe von Sepp Staltmayr dem SC Riessersee einen herausragenden Kampf. Den Unterschied bei der 2:5 (1:2, 1:1, 0:2)-Niederlage des TSV machte die erste Reihe der Werdenfelser, die alle Tore für ihr Team erzielte. „Wir haben ein sehr gutes Eishockeyspiel vor überragender Kulisse gesehen, das die cleverere Mannschaft gewonnen hat“, bilanzierte Staltmayr. „Die Jungs haben bis zum Schluss gekämpft und können hoch erhobenen Hauptes vom Eis gehen.“

Die Riesserseer, die zunächst auf die blaue Wand ihrer zahlreichen Anhänger spielten, erwischten einen optimalen Start. Die Top-Reihe des SCR nutzte die erste Möglichkeit durch die Leihgabe von Red Bull München, Jakob Mayenschein, zum 1:0 (4.). Bei einem Gerangel hinter dem Gästetor, das den Eishacklern eine Überzahl einbrachte, war erstmals Feuer in der Partie. Dieses hielt Tobias Estermaier mit seiner verpassten Ausgleichschance im Powerplay am Köcheln (6.). Die anschließende Unterzahl überstanden die Peißenberger unbeschadet. Wieder komplett, kamen die Hausherren zu weiteren Möglichkeiten, weil sich die SCR-Abwehr einige Nachlässigkeiten erlaubte. Die Volksfeststimmung in der Halle, für die vor allem die lautstarken SCR-Fans sorgten, trieb die Gastgeber weiter an. Martin Andrä (16.) ließ eine weitere Chance aus, ehe der Eishackler-Anhang endlich jubeln durfte. Estermaier gelang das verdiente 1:1 (17.). Das Unentschieden brachten die Peißenberger aber nicht in die Kabine, weil Florian Vollmer mit einem abgefälschten Distanzschuss das 2:1 für den SCR erzielte (20.).

Daniel Clairmont vergab zu Beginn des Mittelabschnitts die Chance zum Ausgleich (21.). Wie es besser geht, demonstrierte die erste Formation des Altmeisters. Einen mustergültigen Angriff schloss Ex-DEL-Profi Uli Maurer mit einem platzierten Schuss zum 3:1 ab (23.). Die Peißenberger ließen sich davon aber nicht beirren. Mit Kampf und großer Disziplin hielten sie gegen den Favoriten weiter gut mit. In der Folge blieb das Tempo hoch, die Anzahl an guten Chancen ging jedoch zurück. Fast aus dem Nichts kamen die Eishackler nach einem Schuss von Daniel Ebentheuer, den SCR-Torhüter Daniel Fießinger nicht festhalten konnte und den Florian Höfler über die Linie drückte, auf 2:3 heran (31).. In den letzten Minuten dominierten die Riesserseer weitgehend das Geschehen. Mit großen Engagement und einem gut aufgelegten Torhüter Jakob Goll verhinderten die Hausherren jedoch weitere SCR-Treffer.

Im Schlussdrittel übernahmen die spielstarken Werdenfelser immer mehr das Kommando. Die Peißenberger kamen nur noch vereinzelt zu Konterchancen. Auf der anderen Seite erhöhte Mayenschein auf 4:2 (51.). Die Eishackler gaben sich in dem Duell zweier ersatzgeschwächter Teams aber immer noch nicht geschlagen. Weitere Großchancen der Hausherren ließ der SCR aber nicht zu. Kurz vor Schluss, nachdem Goll für einen weiteren Feldspieler vom Eis gegangen war, sorgte Vollmer mit einem Empty-Net-Goal für den Schlusspunkt in diesem für Peißenberg historischen Spiel (60.).

Weitaus weniger spannend war die Partie der Eishackler zwei Tage zuvor. Bislang zählte der EHC Klostersee in dieser Saison zu den Lieblingsgegnern der Peißenberger. Die drei vorangegangenen Duelle hatten die Eishackler alle gewonnen. Diesmal aber hatte das Team von Trainer Sepp Staltmayr nichts zu melden und unterlag mit 3:8 (1:3, 1:3, 1:2). Es war jedoch abzusehen, dass es für die Eishackler diesmal wohl nichts zu holen geben würde. Der Spielberichtsbogen wies gerade einmal 13 Feldspieler aus.

Den Gastgebern war von Beginn an anzumerken, dass sie nicht gewillt waren, auch noch ein viertes Mal in dieser Saison gegen die Peißenberger den Kürzeren zu ziehen. Sie spielten munter nach vorn, doch die Gäste verhinderten zunächst Schlimmeres. Der EHC ging zwar in Führung (11.), wenige Minuten später sorgte Florian Höfler jedoch für den Ausgleich des TSV (14.). Danach aber bestürmte Klostersee wieder das gegnerische Gehäuse. Zwei Treffer binnen einer Minute (17., 18.) sorgten dann für eine 3:1-Pausenführung der Grafinger.

Die Eishackler legten zu Beginn des Mittelabschnitts zunächst eine rauere Gangart an den Tag, die nicht ungeahndet blieb. Nach einem Check von hinten handelte sich Höfler zwei Minuten plus eine zehnminütige Disziplinarstrafe ein. Wenige Sekunden später leistete ihm dort Manuel Singer Gesellschaft. Mit zwei Mann weniger auf dem Eis kassierte der TSV auch prompt das 1:4 (24.). Nach etwas mehr als der Hälfte der Spielzeit hatten die Klosterseer mit zwei weiteren Toren (27., 32.) das halbe Dutzend vollgemacht.

Die Partie wurde zunehmend hektischer und war geprägt von vielen Unterbrechungen. U

nterhaltsam war zumindest die Schlussphase, als binnen 72 Sekunden drei Treffer fielen. Zwei gingen auf das Konto des EHC, auf der anderen Seite sorgte Maximilian Malzatzki für das zwischenzeitliche 3:7.

TSV Peißenberg - SC Riessersee 2:5 (1:2, 1:1, 0:2)

1. Drittel: 0:1 (3:15) Mayenschein (Maurer/Quaas), 1:1 (16:27) Höfler (Estermaier/Bucher), 1:2 (19:20) Vollmer (Maurer/Quaas. 2. Drittel: 1:3 (22:55) Maurer (Mayenschein/Quaas), 2:3 (30:43) Höfler (Ebentheuer). 3. Drittel: 2:4 (50:16) Mayenschein (Quaas/Maurer), 2:5 (59:45) Vollmer (Maurer/Federolf/Empty-Net-Goal). Strafminuten: Peißenberg 4, Riessersee 6. Zuschauer: 1813.

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