Erfahrung zählt in der Bezirksliga viel: Florian Barth gehörte in Bad Bayersoien zu den erfolgreichsten Scorern. Mit dem Team kam er bis ins Play-off-Halbfinale.
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Erfahrung zählt in der Bezirksliga viel: Florian Barth gehörte in Bad Bayersoien zu den erfolgreichsten Scorern. Mit dem Team kam er bis ins Play-off-Halbfinale.

Eishockey

Florian Barth lässt Eishockey-Karriere in Bad Bayersoien ausklingen - „Der Spaß stand im Vordergrund“

  • vonRoland Halmel
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Ex- „Eishackler“ Florian Barth hat in seiner Eishockey-Karriere schon einiges erlebt. Ein neues Kapitel schlug er mit seinem Wechsel zum ESV Bad Bayersoien auf. 

Peißenberg Erst Oberliga, dann Bayernliga und schließlich Bezirksliga. Das klingt nach einem stetigen Abstieg. Für einen Eishockeyspieler ist es aber kein ungewöhnlicher Karriereverlauf. Florian Barth ging diesen Weg. Nach vielen Jahren im höherklassigen Bereich beim EC Peiting und dem TSV Peißenberg ließ es der 35-Jährige in der abgelaufenen Saison beim Bezirksligisten SG Bayersoien/Peiting 1b ruhiger angehen.

„Es gab auch lose Gespräche mit Landesligisten, aber das war letztlich kein Thema, weil da deutlich mehr Aufwand zu betreiben ist“, erzählt Barth. „Ich hab mir Bayersoien und die Mannschaft angeschaut und es hat für mich gepasst.“ Der frühere „Eishackler“-Kapitän war von seinen ehemaligen Teamkollegen Thomas Maier und Timmo Weindl, die beide bei der SG spielen, angesprochen worden, ob er nicht mit ihnen zusammen spielen will. Die zwei sind aber nicht die einzigen, mit denen Barth in der Vergangenheit schon auf dem Eis stand. „Ich kenne fast alle von früher“, meint Barth mit Blick auf Torhüter Martin Ullsperger, Verteidiger Thomas Zeck und Stürmer Anton Saal, mit denen er in Peiting gespielt hat. Tobias Maier trug mit ihm das „Eishackler“-Trikot. Darüber hinaus half auch noch sein jüngerer Bruder Maximilian Barth für ein paar Spiele aus.

Bad Bayersoien glänzt mit Erfahrung

„Der Spaß stand im Vordergrund, es war auch keinerlei Druck da“, sagte Florian Barth (35) über die jüngste Spielzeit bei der SG. Als Ü-30-Spieler passte er genau ins Team. „Ich glaube, unser Durchschnittsalter ist 32 Jahre“, so Barth. Mit ihrer geballten Erfahrung mischte die SG in der Bezirksliga oben mit. Sie landete in der Gruppe 3 auf dem zweiten Platz, was ihr die Play-off-Teilnahme bescherte. „Das war auch unser Ziel“, sagt Barth, der mit zahlreichen Treffern zu dem Erfolg beitrug. Seine Torausbeute war für ihn „aber nebensächlich“, betont der Stürmer. In der ersten Play-off-Runde setzten sich die Bad Bayersoiener gegen den Nachbarn ERC Lechbruck durch. Im Halbfinale musste die SG aber dann gegen Schliersee/Miesbach 1b die Segel streichen – was bei Barth und seinen Kameraden aber keine Depressionen auslöste. „Aufsteigen wollte bei uns eh keiner“, sagt der Peißenberger, der das Geschehen bei den „Eishacklern“ stets interessiert verfolgte. „Ins Stadion habe ich es während der Saison aber leider nicht geschafft.“

Zukunft des Ex- „Eishacklers“ Barth ist ungewiss

Ob er in der nächsten Spielzeit wieder für Bayersoien aufläuft, ist noch offen. Geplant ist, erst im Juli darüber zu reden. „Man muss ja auch erst einmal Genaueres wissen, wie es in der kommenden Saison wegen des Coronavirus weitergeht.“ Er sieht es pragmatisch: „Ich denke, ich werde dann spontan entscheiden, ob ich weitermache.“

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