Den Gegner auf Distanz gehalten: Die „Eishackler“ des TSV Peißenberg (in weißen Trikots, hier Maximilian Malzatzki) setzten sich gegen Schongau (hier Willy Knebel) locker durch.
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Den Gegner auf Distanz gehalten: Die „Eishackler“ (in weißen Trikots, hier Maximilian Malzatzki) setzten sich gegen Schongau (hier Willy Knebel) locker durch.

Eishockey: „Eishackler“ gewinnen Nachbarderby gegen Schongau

Peißenberg siegt im Duell der Ersatzgeschwächten

Es war eine sehr kurze Vorbereitung für den TSV Peißenberg mit lediglich zwei Testspielen. Die Bilanz fällt für die „Eishackler" erfreulich aus.

Schongau/Peißenberg – Bei beiden Mannschaften fehlten einige Stammkräfte. Daher hatte das Testspiel zwischen der EA Schongau und dem TSV Peißenberg nur bedingt Aussagekraft. Nach dem 5:2 (3:0, 2:0, 0:2)-Erfolg für die „Eishackler“ gewannen beide Trainer dennoch wichtige Erkenntnisse.

Eishockey: Peißenberg bestraft Schongauer Fehler gnadenlos

Bei der EAS zeigte sich, dass es ohne Ausländer und andere Leistungsträger nicht geht. Obwohl die Peißenberger, für die es das zweite und letzte Vorbereitungsspiel vor dem Bayernliga-Start am kommenden Freitag war, ebenfalls nicht komplett waren, dominierten sie über zwei Drittel das Geschehen. „Letztlich war es eine Einstellungssache. So wie wir zu Beginn darf man sich nicht präsentieren“, sagte der verärgerte EAS-Coach Rainer Höfler. Roman Tomanek, Jakob Muzik, Jonas Lautenbacher und Simon Maucher fehlten, und der zweite Anzug passte überhaupt nicht. „Wir hatten leichte Scheibenverluste und waren hinten zu langsam“, zählte Höfler Fehler auf, die Peißenberg gnadenlos bestrafte. „Im ersten und zweiten Drittel hat die Mannschaft das gemacht, was wir uns vorgenommen hatten“, so „Eishackler“-Trainer Randy Neal, der im Gegensatz zu seinem Schongauer Kollegen zufrieden wirkte. „Im Schlussdrittel haben wir ein bisschen den Faden verloren, aber für die Mannschaft, die wir auf dem Eis hatten, war die Leistung in Ordnung“, so Neal, der ohne die Andrä-Brüder, Moritz Birkner und Martin Lidl auskommen musste.

Eishockey: Schongau schon nach kurzer Zeit zu einer Auszeit gezwungen

Seine Mannschaft legte vor 111 Zuschauern in der Schongauer Halle los wie die Feuerwehr. Manuel Singer (2.), Dominik Ebentheuer (4.) während eines Überzahlspiels sowie Maximilian Malzatzki (10.) bestraften die schlafmützigen Schongauer mit drei Toren innerhalb weniger Minuten. Höfler sah sich danach zu einer Auszeit gezwungen, um sein Team neu zu sortieren. Das gelang auch einigermaßen. Bis zur Drittelpause hielt Schongaus Torhüter Daniel Blankenburg seinen Kasten sauber.

Mitte des zweiten Durchgangs häuften sich bei den „Mammuts“ aber wieder die Nachlässigkeiten. Valentin Hörndl und Malzatzki nutzten dies Unzulänglichkeiten des Gegners mit den Treffern zum 4:0 (30.) und 5:0 (31.). „Diese Führung der Peißenberger war auch verdient“, räumte Höfler ein. Seine Kabinenpredigt in der zweiten Pause zeigte dann aber Wirkung. Die Schongauer kamen mit mehr Engagement aufs Eis zurück. Neuzugang Florian Seelmann, der ein gutes Spiel machte, erzielte das erste Tor für die Hausherren (41.). Wenig später ließ Tobias Turner das 2:5 folgen (45.). Erst danach rappelten sich die Peißenberger wieder auf. Beide Mannschaften verzeichneten in der zunehmend hektischeren Schlussphase, in der sich einige Nickeligkeiten und Härten einschlichen, noch Chancen. Weitere Treffer fielen aber nicht mehr.

Statistik
EA Schongau – TSV Peißenberg 2:5 (0:3, 0:2, 2:0)
1. Drittel: 0:1 (1:06) Singer, 0:2 (3:01) Ebentheuer (Maier, Singer/5-4), 0:3 (9:12) Malzatzki (Imminger/Mooslechner). 2. Drittel: 0:4 (29:30) Hörndl (Estermaier), 0:5 (30:41) Malzatzki (Wagner, Imminger). 3. Drittel: 1:5 (40:47) Seelmann (Turner), 2:5 (44:42) Turner (Seelmann). Strafminuten: Schongau 10, Peißenberg 18. Zuschauer: 111

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