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Vom Spieler zum Trainer der „Eishackler“

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Von: Stefan Schnürer

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Das Trainerteam ist wieder komplett: „Eishackler“-Chef Norbert Ortner (Mitte) präsentierte Sepp Staltmayr (links) als neuen Coach. Simon Mooslechner wird weiterhin als Co-Trainer fungieren. © TSV Peißenberg

Solch ein Wechsel ist nicht alltäglich. Sepp Staltmayr geht vom Eis und steht künftig hinter der Bande bei den „Eishacklern“.

Peißenberg – Diese Nachricht ist für den TSV Peißenberg zunächst einmal eine schlechte: Verteidiger Sepp Staltmayr wird in der kommenden Saison nicht mehr für die „Eishackler“ auflaufen. Doch jetzt folgt die gute Nachricht: Der 36-Jährige bleibt dem TSV erhalten, er ist Nachfolger von Randy Neal als Trainer. Simon Mooslechner wird weiter als Co-Trainer fungieren.

Zunächst war diese Entwicklung aber nicht abzusehen. „Eishackler“-Vorsitzender Norbert Ortner hatte sich mit Staltmayr getroffen, um zu erfahren, ob er als Spieler weitermachen wolle. Der Verteidiger sagte Nein. Der Hauptgrund waren der Jochbein- und Oberkieferbruch, die sich Staltmayr im vergangenen Februar im Heimspiel gegen Höchstadt zugezogen hatte. Doch irgendwann im Laufe des Gesprächs stellte sich heraus, dass sich Staltmayr vorstellen konnte, als Trainer für die Peißenberger zu arbeiten. Und schließlich wurden sich Ortner und Staltmayr handelseinig. „Wir sind zwar traurig, dass wir einen starken Verteidiger verlieren, aber wir freuen uns, dass wir ihn als Trainer gewinnen konnten“, sagte Ortner.

Ehe es zu dieser vereinsinternen Trainerlösung gekommen war, hatten die Peißenberger schon Gespräche mit Lubor Dibelka geführt. „Aber das wäre zu früh für ihn gewesen“, sagt Ortner. Der 34-jährige Tscheche, der im Moment mit den Grizzlys Wolfsburg in der DEL um den Einzug ins Finale kämpft, möchte noch ein, zwei Jahre höherklassig spielen, vorzugsweise bei einem Verein im Süden der Republik.

Was die Peißenberger Mannschaft für die neue Saison betrifft, hoffen die Verantwortlichen, dass sie weitgehend zusammenbleibt. Fest steht bis dato nur, dass Dennis Neal die „Eishackler“ verlassen wird. „Ich gehe davon aus, dass er nach Landsberg geht“, so Ortner. „Er ist ehrgeizig und will nach oben.“ Und den Landsbergern werden Ambitionen für die Oberliga nachgesagt. Ortner bedauert den Abgang seines Verteidigers, denn „er hatte eine starke Saison“. Auf der anderen Seite „kann ich ihn irgendwo verstehen“, sagt der Peißenberger Eishockeychef. Außerdem würde Landsberg für Neal, der in Epfach wohnt, auch geographisch günstiger liegen. Von seiner Wohnung bis zum Landsberger Eisstadion sind es mit dem Auto gerade mal zehn Minuten.

Zugesagt für die Bayernliga-Saison 2017/18 haben bereits die drei Torhüter Jakob Goll, Felix Barth und Michael Resch. Umgehend wollen die „Eishackler“-Verantwortlichen mit allen anderen Spielern sprechen. Noch bedeckt hält sich Ortner in puncto Neuzugänge: „Derzeit sind wir intensiv am Sondieren und an verschiedenen Spielern dran.“ In der nächsten Zeit werde sich diesbezüglich auf jeden Fall etwas bewegen. „Ich denke, in zwei, drei Wochen können wir die komplette Mannschaft präsentieren.“

Der neue Coach wird in der letzten Maiwoche mit dem Trockentraining beginnen. „Ich möchte aber betonen, dass ich von jedem Spieler erwarte, dass er sich auch eigenverantwortlich auf die Saison vorbereitet“, wird Staltmayr in einer Pressemitteilung der „Eishackler“ zitiert.

Obwohl der 36-Jährige ein Trainer-Neuling ist, sieht er sich seiner neuen Aufgabe durchaus gewachsen: „Gerade während seiner Zeit beim SC Riessersee, als sie schon mal ohne Trainer dastanden, „mussten wir Kapitäne das Training leiten und die Mannschaft auf die Spiele einstellen. Also so ganz ohne Erfahrung bin ich da nicht“, so Staltmayr.

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