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Eishockey kompakt: Doppel-Spieltag für den EVF- Wanderers beim Tabellenführer

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Von: Dieter Metzler, Hans Kürzl

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Dank eines Sturmlaufs drehten den Brucker (in Schwarz) das Hinspiel gegen den VER Selb. Endergebnis 9:6 für den EVF.
Dank eines Sturmlaufs drehten den Brucker (in Schwarz) das Hinspiel gegen den VER Selb. Endergebnis 9:6 für den EVF. © Dieter Metzler

Ein spannendes Eishockey-Wochenende liegt vor den Teams aus dem Landkreis. Der EVF muss gegen Ottobrunn und Selb ran, die Wanderers gegen Haßfurt.

Landkreis – Um viel geht es für den EV Fürstenfeldbruck und die Wanderers Germering am Wochenende. Während der EVF schon auf die Abstiegsrunde schielt, wollen die Germeringer nach zwei Niederlagen wieder die Tabellenspitze angreifen.

EV Fürstenfeldbruck: Die erste Auswärtsfahrt seit Langem

Mit der Begegnung am Freitagabend gegen den ERSC Ottobrunn (Beginn: 19.15 Uhr) geht für den EV Fürstenfeldbruck die Serie von sieben Heimspielen zu Ende. Der erhoffte Befreiungsschlag nach zuvor fünf Auswärtsniederlagen und nur einem Sieg blieb bislang aus. Auch vor heimischer Kulisse gelangen der Mannschaft von Trainer Roman Mucha nur drei Siege und drei Niederlagen. „Natürlich hatten wir uns alle mehr erwartet“, sagt EVF-Vize Manuel Vilgertshofer. Doch im Vergleich zur vergangenen Saison hat der fast identische Kader mehr Leistungsschwankungen gezeigt. „Wir waren im vergangenen Jahr definitiv stabiler.“

Auch deshalb hat sich der EVF noch einmal verstärkt. Mit dem 24-jährigen Jakob Rothleitner haben die Brucker einen Verteidiger verpflichtet, der in der Jugend beim SC Riessersee in der Deutschen Nachwuchsliga spielte. „Er hat uns im Probetraining überzeugt“, sagt Vilgertshofer über den Neuzugang.

Gegen die Freitags-Gäste aus Ottobrunn haben die Brucker bisher mit einem 4:3 den einzigen Auswärtssieg errungen. Mit dieser Erkenntnis und dem 6:3-Erfolg nach einem 0:3-Rückstand am vergangenen Freitag gegen den ESC Vilshofen gehen die Amperstädter gestärkt in das Rückspiel gegen Ottobrunn. Und auch am Sonntag, wenn die Kreisstädter zum Rückspiel beim VER Selb antreten (Beginn: 17 Uhr) hat das Mucha-Team beste Erinnerungen. Trotz eines dreimaligen Rückstands gewannen sie das Hinspiel noch mit 9:6.

Ein Sechs-Punkte-Wochenende wäre also drin für den EV Fürstenfeldbruck und ganz nach dem Geschmack von Vilgertshofer. „Wir wollen auf jeden Fall gegen Ottobrunn, die hinter uns in der Tabelle stehen, gewinnen“, erklärt Vilgertshofer. Solche Siege gegen direkte Konkurrenten aus der unteren Tabellenhälfte seien besonders wichtig. „Das sind die Punkte, die wir in eine drohende Abstiegsrunde mitnehmen werden.“

Wanderers Germering wollen im Spitzenspiel die Mini-Krise überwinden

Nur einmal müssen die Wanderers an diesem Wochenende aufs Eis. Doch die Aufgabe am Sonntag, 18.30 Uhr, hat es in sich: Die Reise geht zum Tabellenführer ESC Haßfurt. Dort wird es für die Truppe von Coach Florian Winhart darum gehen, sich wieder auf eine konsequente Chancenverwertung zu konzentrieren. Sprecher Florian Hutterer hat beobachtet, dass Überlegenheit und größere Spielanteile nicht alles sind. „Das ist keine Garantie, dass man als Sieger vom Eis geht.“ Insbesondere gegen Topmannschaften würden Kleinigkeiten entscheiden.

So wird sich in Haßfurt auch entscheiden, ob die Wanderers aus ihrer kleinen Krise mit zwei Niederlagennacheinander auf heimischem Eis herauskommen. Die Germeringer mussten dadurch nicht nur die Tabellenführung abgeben, sondern rutschten gleich auf Platz drei ab.

So ist man bei den Wanderers sehr wohl auf Revanche aus, wenn es in die Mainstadt geht. Dass die „Hawks“ in eigener Halle noch ungeschlagen sind, hat man im Lager der Germeringer respektvoll zur Kenntnis genommen. Gleichwohl wird das Duell wohl auch dadurch entschieden werden, wer die größere Durchsetzungsfähigkeit an den Tag legt. „Das Potenzial und die Mentalität haben wir ohne Frage, dieses schwere Auswärtsspiel zu gewinnen“, betont Hutterer. Man werde sich aber auf einen heißen Fight einstellen.

Während die Wanderers am heutigem Freitag spielfrei sind, steht für die Haßfurter bereits ein weiteres Topduell an, gegen den aktuellen Tabellenzweiten EV Dingolfing. Aus der Sicht des reinen Eishockeyfreundes sagt Hutterer: „Die Fans können sich auf ein sehr interessantes und spannendes Wochenende freuen.“ (Dieter Metzler, Hans Kürzl)

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